Ticwatch 2 – Eine mögliche Pebble-Alternative

Das Unternehmen Mobvoi scheint mit seiner Smartwatch eine Alternative zur mittlerweile nicht mehr produzierten Pebble Time anzubieten. Außerdem beweist es: Gut kann auch vergleichsweise günstig sein.

Zugegeben, die Uhr ist schon etwas länger auf dem Markt. Da sie jedoch recht interessant scheint und wir noch nicht darüber berichtet haben, möchte ich sie denjenigen unter euch, die sie noch nicht kennen, kurz vorstellen.

Entdeckt habe ich die Ticwatch, weil Pebble vor einiger Zeit an Fitbit verkauft wurde. Die Time 2 hatte es mir eigentlich angetan, weil sie gut aussah und gleichzeitig schlicht in ihren Funktionen sowie dem Interface war. Außerdem versprach die Akkulaufzeit dank des E-Ink Displays sehr gut zu werden.

Da diese Uhr jedoch nicht das Licht der Welt erblicken sollte, stöberte ich vor ein paar Wochen etwas nach einer günstigen Alternative und stieß auf die Ticwatch. Diese verfügt zwar nicht über ein Display mit elektronischer Tinte, sieht jedoch ebenfalls gut aus, scheint nützliche Funktionen und vor allem einen akzeptablen Preis mitzubringen. Außerdem scheint auch bei Mobvoi die Community eine Rolle zu spielen, ähnlich wie bei Pebble.

Schlichtes Design und durchdachte Funktionen

Der Kickstarter Erfolg kommt im klassischen Uhren-Look daher: Rundes Gehäuse, rundes 1,4 Zoll Display und standardmäßige 20mm Armbänder. Bei den Funktionen ist allen voran natürlich das Tickle Feature zu nennen, welches wahrscheinlich auch für den Namen der Uhr verantwortlich ist. Der Nutzer muss lediglich die Seite des Gehäuses „streicheln“, um die Uhr steuern zu können und das kleine Display verschwindet, zum Beispiel beim Scrollen, nicht hinter dem Finger (noch besser ist wahrscheinlich nur der „Drehring“ der Samsung Gear).

Außerdem cool: Durch das GPS Modul und den integrierten Speicher für Musik, kann das Smartphone bei sportlichen Aktivitäten einfach zuhause bleiben. Selbstverständlich ist für derartige Aktivitäten auch ein Pulsmesser mit an Bord.

Alle weiteren Spezifikationen könnt ihr der nachfolgenden Liste entnehmen:

  • 44mm Gehäuse
  • 11,95mm dick
  • OLED-Display 400 x 400px (287ppi)
  • 1,2 GHz Dual-Core Prozessor
  • 512MB RAM & 4GB interner Speicher
  • Bluetooth 4.1 & WLAN 802.11 b/g/n
  • Integriertes Mikrofon & Lautsprecher
  • 300mAh Akku (geladen per wireless charging)
  • TicwearOS
  • Kompatibel mit Android und iOS
  • Sprachassistent „Tico“
  • Onyx Version mit Saphir Glas

Zwei Versionen und günstiger Preis

Wer sich eine Ticwatch zulegen möchte, der kann zwischen einer sportlichen und einer klassischen Variante wählen. Der einzige Unterschied liegt bei den zugehörigen Armbändern und dem Gehäusematerial: Die Ticwatch Active ist aus Aluminium und die Classic aus Edelstahl gefertigt, ansonsten sind sowohl Soft- als auch Hardware identisch.

Der Preis der sportlichen Variante, die in den Farben Charcoal und Snow erhältlich ist, liegt bei ca. 185 Euro. Dazu gibt es jeweils ein farblich passendes Silikonarmband. Die Premium Variante kostet ca. 230 Euro und kommt in den Farben Oak (Silber mit braunem Lederarmband) und Onyx (schwarz mit passendem Metallarmband und Saphirglas).

Abschließend möchte ich euch noch auf drei Wermutstropfen hinweisen: Die Uhr ist mit der Schutzklasse ip65 zertifiziert und somit nur gegen leichtes „Strahlwasser“ (zum Beispiel Händewaschen, wahrscheinlich auch Duschen) geschützt. Schwimmen wird also ebenso wenig drin sein, wie kontaktloses Bezahlen, denn es ist kein NFC-Chip verbaut. Auf meine Nachfrage beim Entwicklerteam wurde mir außerdem bestätigt, dass die Uhr (im Gegensatz zu diversen Berichten) nicht über einen Zugang zum Android Wear App Store verfügt.

Was haltet ihr von der Ticwatch 2? Ist sie ein möglicher Kandidat für euer Handgelenk?

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