WWDC Teil 1 – Hardware: Das Neue – iPhone die 4.

Wie nicht anders erwartet, hat Apples CEO Steve Jobs auf seiner Eröffnungs-Keynote der World Wide Developer Converenc, WWDC, ein neues iPhone vorgestellt. Und, Überraschung, es sieht aus, wie das Gerät, was wir schon durch Gizmodo gesehen haben. Entgegen der üblichen Gerüchte wird das Gerät schlicht iPhone 4 heißen. Apple geht damit grundsätzlich den gleichen Weg, wie beim iPod. Hier werden die neuen Geräte auch nur „iPod Nano“ zum Beispiel genannt. Zur Unterscheidung erhalten die einzelnen Generationen noch den Zusatz (3. Generation) zum Beispiel. Diesen,mit dem iPhone nun eingeschlagenen Weg, wird man sicherlich weiter verfolgen. Ein MacBookPro heißt auch immer so, ohne Zusatz. Beim iPhone ist man, aufgrund der mehreren Versionen im Markt, am deutlichsten darauf angewiesen, die Geräte zu trennen. Ich halte die Einteilung für sehr gut.

Doch nun zum Gerät. Erst die blanken Zahlen.

Abmessungen

Höhe: 11,52 cm, Breite: 5,86 cm, Tiefe: 0,93 cm

Netzwerk

UMTS/HSDPA/HSUPA (850, 900, 1900, 2100 MHz), GSM/EDGE (850, 900, 1800, 1900 MHz), 802.11b/g/n Wi-Fi (802.11n nur mit 2,4 GHz), Bluetooth 2.1 + EDR

Display

Retina Display, 3,5″ Multi-Touch-Widescreen-Display (8,89 cm Diagonale), 960 x 640 Pixel bei 326 ppi, Typisches Kontrastverhältnis: 800:1, Fettabweisende Beschichtung an der Vorder- und Rückseite, Unterstützung für die Anzeige mehrerer Sprachen und Zeichen gleichzeitig

Kamera

Videoaufnahme, HD (720p) bis zu 30 fps mit Audio, Fotokamera mit 5 Megapixeln, Fotos und Videos in VGA-Qualität mit bis zu 30 fps mit der Kamera an der Vorderseite, Fokussieren per Fingertipp für Videos und Fotos, LED-Blitz, Geotagging für Fotos und Videos

Sensoren

3-Achsen-Gyrosensor, Beschleunigungssensor, Annäherungssensor, Umgebungslichtsensor

Damit ist das neue iPhone das dünnste Smartphone der Welt und funkt erstmals mit HSUPA und 7,2 Mbit. Im inneren werkelt nun auch der Appla A4, der mit seinem 1 GHz ebenfalls schon im iPad arbeitet. Die Nutzungszeiten haben sich im Vergleich zum iPhone 3GS ein wenig erhöht, wie diese sich in der Realität umsetzen werden wir sehen. Erhältlich ist das iPhone in schwarz und weiß, was die Spypics schon angedeutet haben. Der interne Speicher wurde nicht erhöht. Obwohl ich mich natürlich frage, wer 32 GB voll bekommt. Dieses wird man sich für das nächste Jahr aufgehoben haben.

Generell macht das iPhone einen sehr guten Eindruck. Es ist vorne und hinten aus Glas, der Rand aus rostfreiem Stahl. Auch zu den Unterbrechungen im Rand, hat Jobs etwas gesagt. Hierbei handelt es sich um nötige Trennungen, da wie schon beim MacBookPro und iPad, der Rand als Antenne dient. Auf der linken Seite vom Wake-Buttom abwärts bis kurz vor den Home-Button werden Wi-Fi, Bluetooth und GPS unterstützt, auf dem restlichen Rand UMTS und GSM. Damit konnte man sicherlich auch die internen Antennen verkleinern und mehr Platz wurde geschaffen. Der Einbau des Gyroskop, mit dem nun 3 weitere Achsen im iPhone unterstützt werden, trägt zu einem noch besseren Bedienkomfort bei. Alle Bewegungen, die der Mensch macht, werden nun unterstützt. So kann man sich selber drehen und das Spiel dreht sich automatisch mit, genauso, wie man sich bewegt. Mit dem Kompass war es schon möglich, dass man das Gerät bewegen konnte, und sich der Blickwinkel änderte, doch nun verändert sich auch die Position, wenn man es nach oben oder unten hebt und senkt.

Die Kamera bekommt ein neues System und macht nicht nur die aufgelisteten Videos und Bilder in HD, sondern nutzt auch einen backside illumination Sensor, den es bisher nur für richtige Kameras gab und erstmals nun in einem Telefon verbaut wurde. Doch die wohl wichtigste Neuerung ist das Display. Die Pixelanzahl wurde vervierfacht. Man sieht nun 326 Pixel pro Inch. Da das Auge aber nur 300 erkennen kann, wirken die Bilder wie gedruckt. Die üblichen Übergänge in den Buchstaben sind somit nicht mehr sichtbar. Erste Live-Bilder verdeutlichen dies zumindest teilweise. Das Display ist deutlich schärfer und die Kanten weicher. Ob wirklich alles wie gedruckt aussieht, kann man auf den Videos schlecht sehen. Dazu stimmt die Qualität des Videos nicht.

Umgesetzt wird das Display mittels IPS-Technologie, die deutlich besser, als OLED sei soll, wenn man den Ausführungen von Steve Jobs glauben kann. Damit die Apps auch in ansprechender Weise darauf laufen, werden sie ein wenig hochskaliert. Sicherlich werden die Entwickler ihre Apps darauf anpassen, da dieser Standard in den nächsten Jahren sowohl im iPod, als auch dem iPhone verwendet wird.

Als besonderes Feature bekommt das iPhone 4 noch die neue Funktion Face-Time, die im Software-Teil der WWDC Berichterstattung genauer beleuchtet wird.

Zu haben ist das Gerät ab dem 24. Juni, Vorbestellungen sind ab dem 15. Juni möglich. In den USA wird die kleine Version mit 16 GB 199 Dollar, die große Version mit 32 GB kosten. Das iPhone 3GS wird in einer kleineren Version mit 8 GB für 99 Dollar im Markt bleiben.In Deutschland wird T-Mobile das Exklusiv-Recht wohl behalten.

Mit dem iPhone 4 wird Apple sicherlich wieder einige Trends setzen. Mico-Sim, Display, Gyroskop, Face-Time, sind alles Neuerungen, die andere Anbieter sicherlich in der einen, oder anderen Weise übernehmen werden. Ein deutlicher Fingerzeig in Richtung Konkurrenz ist gegeben. Nachmachen kann man viel, aber Es kommt auf die Erneuerungen an. Die Konkurrenz wird sich strecken müssen, damit sie nicht nur mit Flash an die Funktionen des iPhone heran kommt.

Wer ein wenig Zeit hat, der kann sich auch gerne die Keynote in voller Länge noch einmal anschauen.

Was hat die Keynote gebracht? War das Killerfeature dabei? Ich will es haben und mein 3G gerne zum alten Eisen legen. Wer gibt mir das Geld dafür? :D

PS: In Teil 2 der kleinen Berichterstattung werdet ihr über die Neuerungen im Bereich Software, Apps und Statistiken informiert. Welchen Marktanteil Apple momentan hält, und welche Zielsetzungen man für 2010 noch hat.

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