Xiaomi Mi Band 4 im Test

Xiaomi Mi Band 4 Header

Xiaomi präsentierte vor etwas mehr als einem Monat das Mi Band 4 und es war auch direkt ein Erfolg. Ich habe mir den Fitness-Tracker angeschaut.

Xiaomi ist in den letzten Jahren zu einem der größten Wearable-Hersteller der Welt geworden, verkauft aber keine einzige Smartwatch. Grund ist ein Fitness-Tracker, den man seit Jahren zu einem attraktiven Preis anbietet.

In diesem Jahr kam das Xiaomi Mi Band 4 auf den Markt und es zeigt Fitbit und Co. mal wieder, dass gut 30 Euro für so ein Gadget ausreichen. Xiaomi wird zwar nicht viel mit dem Mi Band verdienen, aber man bekommt eben wertvolle Daten der Nutzer. Und es ist auch bisschen Marketing für Xiaomi selbst.

Xiaomi Mi Band 4 im Test: Fazit als Video

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Xiaomi Mi Band 4 im Test: Die Spezifikationen

Xiaomi nutzt für das Mi Band 4 ein eigenes und sehr simples OS, welches man nicht mit Apps erweitern kann. Neu ist jedoch in diesem Jahr ein Farbdisplay und dafür gibt es auch die Option eigene Watchfaces zu erstellen. Zu den weiteren Spezifikationen vom Xiaomi Mi Band 4 gehören unter anderem:

  • 0,95 Zoll OLED Display
  • 120 x 240 Pixel
  • 135 mAh Akku
  • Pulsmesser
  • Bluetooth 5
  • Wasserdicht (50 Meter)
  • 22 g schwer
  • 1,2 cm dick

Xiaomi Mi Band 4 Test6

Es gibt auch eine Version mit NFC, die aber für Europa uninteressant ist, da man die NFC-Funktionen nur in China nutzen kann. Die deutsche Sprache wird übrigens unterstützt, Xiaomi ist aber nicht offiziell in Deutschland vertreten.

Man kann es übrigens trotzdem bequem bei Amazon bestellen, es kostet knapp 30 bis 35 Euro (die UVP für Europa liegt übrigens bei 34,99 Euro in Spanien).

Xiaomi Mi Band 4 im Test: Die Funktionen

Das Xiaomi Mi Band 4 besitzt einige neue und natürlich auch die alten und bekannten Funktionen. Hier eine kurze Übersicht der Funktionen:

  • Schritte zählen und Kalorien berechnen
  • Sporttracking (eingeschränkt)
  • Pulsmesser
  • Diverse Benachrichtigungen vom Smartphone
  • Wetter
  • Timer
  • Wecker
  • Stoppuhr
  • Musiksteuerung
  • Handyortung

Die smarten Funktionen sind super simpel, man kann beispielsweise auch nicht auf eine WhatsApp-Nachricht antworten oder mit dem Band telefonieren. Der Fokus liegt weiterhin klar auf Fitness, nur eben mit ein paar kleinen Extras.

Xiaomi Mi Band 4 im Test: Der Alltag

Die Verarbeitung des Mi Band 4 ist gut, das Band sitzt fest und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass man es verlieren kann. Das Design gefällt mir, da es recht schlicht ist, nur ein kleines bisschen dünner dürfte das Mi Band gerne sein.

Was mich bei der Ankündigung des Mi Band 4 gewundert hat: Es gibt immer noch einen Button unter dem Display. Den hätte ich entfernt und das Display dafür lieber etwas länger gemacht und auf eine reine Touch-Bedienung gesetzt.

Das Display selbst ist übrigens gut und ich finde es schön, dass wir nun auch Farben haben. Klar, funktional kein großer Mehrwert, aber optisch durchaus. Die Qualität des OLED-Panels ist „okay“, aber auch nicht die beste auf dem Markt. Vor allem die Schwarzwerte können nicht unbedingt überzeugen.

Xiaomi Mi Band 4 Test3

Beim Sport hatte ich übrigens ungefähr die gleichen Angaben wie bei der Apple Watch im Alltag, nur der Fokus auf Schritte ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß bei Fitness-Trackern. Ich hätte die Kalorien auf die Front gepackt, da sowas deutlich aussagekräftiger als die Zahl der Schritte ist.

Die Einrichtung ist simpel und die App solide, Fitness-Daten lese ich aber ehrlich gesagt bei Gadgets immer in Apple Health aus und ich finde es gut, dass man die Daten damit austauschen kann. Zifferblätter kann man übrigens auch noch von anderen Quellen installieren, was aber leichter gehen könnte.

Anleitungen dazu findet man bei Google und YouTube, bei iOS geht es über die App „AmazTools“, die ich auch auf dem iPhone installiert habe.

Und die vorhandene Auswahl ist eher bescheiden und man merkt dann doch, dass der Fokus sehr stark auf dem asiatischen Markt lag 😀

Xiaomi Mi Band 4 Watchfaces

Schlaftracking geht übrigens auch, nutze ich aber nicht, und man kann mit dem Xiaomi Mi Band 4 schwimmen gehen (es gibt einen eigenen Sport-Modus).

Bei den smarten Funktionen muss man natürlich Abstriche machen, auf eine WhatsApp kann man zum Beispiel nicht antworten, man kann damit auch nicht telefonieren oder Apps installieren, mit denen man das Licht steuert. Es ist ein simpler Fitness-Tracker mit ein paar smarten Extras wie Wetter, mehr nicht.

Xiaomi Mi Band 4 Header

Die Akkulaufzeit ist meiner Meinung nach weiterhin sehr gut, zwei Wochen kann man mit dem Mi Band 4 locker schaffen, da ich es aber noch nicht wirklich lange nutze, kann ich euch da nicht viel mehr dazu sagen. Aber alles, was bei mir über eine Woche hinaus geht, finde ich vollkommen ausreichend.

Xiaomi Mi Band 4 im Test: Das Fazit

Als ich mir damals eine Pebble als erste Smartwatch zulegte, da kam immer noch ein Fitness-Tracker zum Einsatz. Diese Gadgets haben mir geholfen einige Kilo Körperfett zu verlieren und ich trage schon seit dem ersten Modell (Jawbone Up) einen solchen Tracker. Die Apple Watch war dann aber der bessere Fitness-Tracker und dazu noch smart, seit dem benötige ich sowas nicht mehr.

Xiaomi Mi Band 4 Header

Ich werde aber immer wieder gefragt, was es denn so in diesem Bereich gibt, denn nicht jeder trägt gerne eine Smartwatch (oder weiterhin eine normale Uhr) und will trotzdem ein Gadget beim Sport nutzen. Manchmal empfehle ich Fitbit, wenn die Nutzer andere Fitbit-Nutzer kennen und die App gerne nutzen.

Aber abgesehen davon lautete meine Empfehlung in der Regel: Xiaomi Mi Band. Und das ändert sich mit dem Mi Band 4 nicht. Im Gegenteil es ist nicht nur ein verdammt günstiger Fitness-Tracker, der gerade mal 30 bis 35 Euro bei Amazon kostet, es ist auch noch einer der besten Fitness-Tracker. Für mich gibt es derzeit eigentlich keine bessere Option in diesem Bereich.

Das Xiaomi Mi Band 4 bekommt daher eine klare Kaufempfehlung.

Das Testgerät wurde uns für diesen Testbericht von Gearbest zur Verfügung gestellt, die das Xiaomi Mi Band 4 ebenfalls verkaufen. Danke!

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