nova Android-Mini-PC für den TV ausprobiert

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Ich hatte das Glück von der Firma motioncoding direkt nach dem Erscheinen auf dem deutschen Markt den Android-Mini-PC nova zum Testen zu erhalten. Das kleine Geräte wird per HDMI mit einem Fernseher oder anderem Monitor verbunden und soll diesen so in eine Art Android-PC verwandeln. Ich hatte bereits öfter mal davon gelesen, konnte mir aber bisher nicht vorstellen, ob das wirklich etwas taugt, oder nur Spielerei ist. Aus diesem Grund war ich natürlich heiß auf das kleine Gadget, welches wie zu erwarten Licht- und Schattenseiten hat. An meinem TV (Samsung UE46D5000)verrichtet der Stick, der 79 Euro inklusive Versand kostet, nun aktuell seine Dienste und wie er das macht, erzähle ich euch jetzt.

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Erstmal werfen wir einen Blick auf die technischen Daten, die wie zu erwarten ist gar nicht mal schlecht sind. Der Stick haut Inhalte in 1080p-Auflösung raus, also muss auch etwas Dampf unter der Haube stecken.

  • Prozessor: Rockchip 3066 Dual-Core-CPU mit 1,2 GHz (maximal unterstützt 1,6 GHz) + Quad-Core-GPU
  • Android 4.1 mit optionaler moui-Oberfläche
  • 1024 Mb RAM
  • 4096 MB NAND (1,81 GB frei) + micro-SD bis zu 32 GB
  • 1x USB 2.0, 1x micro USB 2.0
  • 1x HDMI 1.3
  • WiFi 802.11b/g/n 10/100Mbps mit interner Antenne
  • Unterstützung für externes Bluetooth & 3G
  • Gewicht 35 Gramm

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Der nova Stick kommt mit einem zusätzlichen HDMI-Kabel, einem USB-Kabel und einem USB-Netzteil zum Kunden. Die Qualität des Sticks ist gut, nicht überragend aber gut. Da er eh nur hinterm TV baumelt, lege ich in diesem Fall kein Gewicht auf ein hochwertiges Feeling. Leicht gummierter Kunststoff mit Lüftungsschlitzen sind okay und gut so, wie es ist. Etwas schade aber natürlich nicht vermeidbar, an viele TV-Geräte dürfte der Stick nur mit dem beigelegten zusätzlichen HDMI-Kabel passen, hier wäre ein abgewickelter Stecker natürlich klasse gewesen.

Die Benutzung an sich klappte problemlos, wobei man dazu sagen muss, dass hinterm TV schon einiges an Zeugs rumhängt, wenn der Stick richtig benutzbar sein soll. Neben dem Netzteil kann und sollte man noch Maus und Tastatur anschließen, da aber nur ein normaler USB-Anschluss vorhanden ist, muss man hier entweder auf drahtlose Eingabegeräte zurückgreifen oder aber einen USB-HUB nutzen. Auch nützlich: Per spezieller kostenloser App können Inhalte von einem weiteren Android-Geräten zum nova geschickt werden.

Die Einrichtung ging recht flott. Man wählt seine Sprache aus und auch seine gewünschte Oberfläche, nach dem ersten Start ploppt zudem eine Super-User-Anfrage auf, der Stick verfügt also von Haus aus über Root-Zugriff. Bei mir waren aktiv die normale Android-Oberfläche, die dann das von Tablets bekannte Layout bietet oder aber die moui-Oberfläche, die eine bessere Übersicht bietet und einfach “tv-mäßiger” ausschaut. Optional lässt sich noch die Beta vom xbmc Mediacenter aufspielen. Ich habe die ersten beiden durchprobiert und würde sagen, es kommt immer drauf an, was man gerade machen will. Nur zum Medienkonsum würde ich moui nutzen.

Im praktischen Einsatz findet man sich dank Android schnell zurecht, allerdings sollte hier meines Erachtens zwingend eine Maus angeschlossen sein, denn dies erleichtert die Bedienung doch erheblich. Etwas schade finde ich, dass von Haus aus die Softwaretastatur nicht aktivierbar ist, denn so könnte man alles mit einer Maus bedienen. Eine Nachinstallation schafft Abhilfe.

Die Oberfläche und die speziellen Apps sind meist aufgeräumt, aber nicht hübsch, zudem sind die Übersetzungen meist schlimmer als aus dem Google Übersetzer, dies schadet der Nutzbarkeit nicht, aber schön ist es auch nicht. Die W-Lan-Verbindung läuft stabil und auch die Wiedergabe von 1080p-Material geht ruckelfrei von statten. Die Auswahl an Apps bei Google Play, deren Nutzung auf einem TV-Gerät wirklich Sinn ergeben ist überschaubar, vereinfacht lässt sich sagen, dass sich alle bereits an Tablets angepassten Apps ganz gut nutzen lassen und der Rest eher bescheiden ausschaut und auf einem TV-Gerät wenig verloren hat.

Erstes Fazit

Ein endgültiges Fazit kann und will ich nach der kurzen Nutzung nicht ziehen, denn es gibt noch vieles auszuprobieren und auch die Entwickler versprechen für die Zukunft noch ein paar interessante Funktionen wie z.b. eine Sprachsteuerung. Mit Hinblick auf den Preis und auf das kompakte Geräte kann man für gerade mal 79 Euro nicht meckern und schaut auch das ein oder andere mal über kleinere Bugs und Übersetzungsfehler in der Software hinweg. Alle Aufgaben werden flott erledigt, dem nova geht selten die Puste aus, auch bei einer Auflösung von 1080p. Eine gewisse Grundbereitschaft zum Ausprobieren und Basteln gehört beim nova Android-Mini-PC für den TV meines Erachtens dazu, bringt man diese mit, wird man auf dem flotten System seine Freude haben. Habt ihr noch Fragen? Dann stellt diese wie immer in den Kommentaren.

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