KI stellt die Softwarebranche vor ihr größtes Geschäftsmodell-Problem

Der Digitalverband Bitkom sieht die Geschäftsmodelle der Softwarebranche durch KI-Agenten vor einem Wandel.

Laut dem Studienbericht „Softwarewelt 2036“ könnten sich die Erlösmodelle vieler Softwareunternehmen in den kommenden Jahren deutlich verändern. Hintergrund ist die zunehmende Verbreitung von KI-Agenten, die Aufgaben selbstständig erledigen und nicht mehr nur als unterstützendes Werkzeug eingesetzt werden.

Nach Einschätzung der befragten Führungskräfte könnten Kunden künftig weniger bereit sein, für Arbeitsstunden oder klassische Softwarelizenzen zu bezahlen. Stattdessen rücken messbare Ergebnisse in den Mittelpunkt, etwa die Zahl behobener Sicherheitslücken oder erfolgreich bearbeiteter Supportanfragen.

Laut Bitkom erhöht dies den Druck auf Anbieter, den konkreten Nutzen ihrer Leistungen nachvollziehbar zu belegen.

Bitkom sieht Chancen für europäische Softwareanbieter

Der Bericht verweist zugleich auf mögliche Wettbewerbsvorteile für deutsche und europäische Unternehmen. Themen wie Compliance, Datensouveränität sowie die Speicherung von Daten innerhalb Europas könnten laut den Befragten an Bedeutung gewinnen und zu wichtigen Unterscheidungsmerkmalen werden.

Weitere Themen der Studie:

  • Neue Kompetenzanforderungen für Beschäftigte
  • Die wachsende Bedeutung von Plattformen und Ökosystemen
  • Empfehlungen für die Regulierung von KI
  • Der Aufbau europäischer KI-Infrastrukturen

Die Studie basiert auf qualitativen Interviews mit Führungskräften aus Softwareunternehmen, IT-Abteilungen und angrenzenden Bereichen. Laut Bitkom sind die Ergebnisse nicht repräsentativ, sondern spiegeln die Erfahrungen und Einschätzungen der Teilnehmer wider.

Ich halte die erwartete Verschiebung von der Abrechnung nach Aufwand hin zur Vergütung nach Ergebnissen für nachvollziehbar. Ob sich dieses Modell in der Breite durchsetzt, dürfte jedoch stark von Branche und Anwendungsfall abhängen.


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  1. ant ☀️

    Man kann eben nicht mehr mit jeder billigen Podcast-App oder Notizapp monatlich Gebühren verlangen. Abo hat ausgedient, da man sich die ganzen Apps mal eben selbst bauen kann. Das wird einige Anbieter hart treffen mittelfristig. Zu recht!

    Ich hab schon einige solcher Apps ersetzt durch Eigenlösungen, die den anderen in nichts nachstehen.

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