Cloud-Schock für Firmen: Fast jedes zweite Unternehmen wäre handlungsunfähig

Eine aktuelle Bitkom-Studie zeigt, dass viele Unternehmen bei einem Cloud-Ausfall nur begrenzt arbeitsfähig wären.

Laut einer Befragung des Digitalverbands Bitkom würden 46 Prozent der Unternehmen ihren Geschäftsbetrieb bei einem länger andauernden Ausfall von Cloud-Diensten früher oder später einstellen müssen. Neun Prozent könnten nach eigenen Angaben unmittelbar nach Beginn einer Störung nicht mehr weiterarbeiten. Weitere Unternehmen sehen ihre Belastungsgrenze bereits nach wenigen Stunden oder Tagen erreicht.

Im Durchschnitt gehen die befragten Cloud-Nutzer davon aus, rund 78 Stunden ohne funktionierende Cloud-Dienste arbeitsfähig zu bleiben. Ein Viertel der Unternehmen erwartet dagegen keine existenziellen Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb. 14 Prozent nutzen nach eigenen Angaben keine Cloud-Angebote, während 16 Prozent keine Einschätzung abgeben konnten oder wollten.

Unternehmen bereiten sich auf Störungen von Cloud-Diensten vor

Zu größeren Cloud-Ausfällen kam es laut Bitkom in den vergangenen zwölf Monaten bei 28 Prozent der Unternehmen, die Cloud-Dienste einsetzen. Nach Angaben des Verbands zählen Bürosoftware, Kommunikationslösungen, Datenbanken und KI-Anwendungen inzwischen zu den Bereichen, die häufig direkt von Cloud-Infrastrukturen abhängig sind.

Verbreitete Schutzmaßnahmen in Unternehmen:

  • Notfall- und Wiederanlaufpläne
  • Sicherung wichtiger Daten außerhalb der Cloud
  • Eigene Überwachung der Cloud-Dienste
  • Lokale Notbetriebslösungen
  • Verteilung von Anwendungen auf mehrere Systeme

Die Untersuchung basiert auf einer repräsentativen Befragung von 603 Unternehmen mit mindestens 20 Beschäftigten in Deutschland. Davon nutzen 517 Unternehmen Cloud-Dienste.


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  1. Hazz 🔅

    Ich habe eh nie verstanden wieso man auf Cloud Dienste wechselt, zumal diese oftmals langsamer sind und man nur in seltenen Fälle von überall darauf zugreifen muss. Manchmal wäre es gut, wenn solch ein Szenario Eintritt, um den Leuten die Augen zu öffnen.

  2. Thomas 🔅

    Wirklich kritisch wird’s wohl in Krankenhäusern.

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