ADAC kritisiert Wirkung des Österreich-Modells – Spritpreise steigen weiter

Foto von engin akyurt auf Unsplash

Der ADAC sieht in der neuen Preisregelung bislang keine wirksame Bremse für die zuletzt stark gestiegenen Spritpreise. Das war jedem, der einen Verstand hat, bereits zum Start dieser abwegigen Regelung klar.

Eine Woche nach Einführung des sogenannten Österreich-Modells hat der ADAC eine kritische erste Zwischenbilanz gezogen. Nach der Regel dürfen Mineralölkonzerne Preissteigerungen nur noch einmal täglich um 12 Uhr vornehmen.

Laut ADAC-Daten bis zum 7. April 2026 sind die Durchschnittspreise seit dem 1. April jedoch weiter gestiegen. Bei Diesel sei bereits am ersten Tag nach Einführung der Regelung ein mehrjähriger Höchststand überschritten worden, der seither täglich neu erreicht worden sei. Auch Super E10 habe sich diesem Niveau angenähert.

Nach Angaben des ADAC stieg der Dieselpreis innerhalb einer Woche um mehr als 13 Cent auf zuletzt 2,447 Euro je Liter, Super E10 verteuerte sich um über 8 Cent auf 2,188 Euro.

Spritpreise laut ADAC weiter unter Druck

Der Club führt die Entwicklung darauf zurück, dass Anbieter die begrenzten Möglichkeiten für Preisaufschläge mit höheren Risikoaufschlägen ausgleichen könnten. Laut ADAC wurden die Preise um 12 Uhr teils um bis zu 12 Cent bei Diesel und bis zu 10 Cent bei Super E10 angehoben, obwohl sich der Ölpreis auf ähnlichem Niveau wie vor der Neuregelung bewegt habe.

Zentrale Punkte im Überblick:

Der ADAC fordert deshalb ein aktiveres Vorgehen des Bundeskartellamts und der Länderbehörden. Zudem spricht sich der Club für eine Senkung staatlicher Abgaben auf Kraftstoffe aus. Nach ADAC-Angaben könnte eine Reduzierung der Energiesteuer die Preise um rund 15 Cent je Liter senken.

Ich halte die Mitteilung für eine zugespitzte, aber datenbasierte Interessenposition des Automobilclubs, die vor allem politischen Handlungsdruck erzeugen soll.

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