Amazon: Alexa soll so schlau wie der Computer aus Star Trek werden

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Wir stehen noch ganz am Anfang bei digitalen Assistenten, in den nächsten 1-2 Jahren werden wir hier eine rasante Entwicklung beobachten können.

Die war schon 2016 und auch in diesem Jahr zu sehen, doch es drängen nach und nach immer mehr Mittbewerber auf den Markt. Amazon war mit Alexa einer der ersten, nun gibt es smarte Lautsprecher mit dem Google Assistant, Cortana und ab 2018 auch mit Siri. Weitere werden folgen, es steht zum Beispiel ein Modell von Samsung im Raum, welches mit Bixby auf den Markt kommen soll.

Geprägt wurde dieser Markt in den letzten Monaten aber von Amazon und Alexa, das Team umfasst mittlerweile sogar über 5000 Entwickler. Und ein Ende ist nicht in Sicht, denn es sind weitere Projekte für 2018 geplant, wie zum Beispiel auch ein Forschungszentrum in Berlin. Amazon verfolgt ein langfristiges Ziel mit Alexa, so Al Linday: Der Dienst soll so schlau wie der Computer in Star Trek werden.

Alexa: Komplexe Gespräche führen

Linday leitet die Alexa-Entwicklung bei Amazon und seine Vision ist es, dass wir in wenigen Jahren vollständige und tiefgründige Gespräche mit Alexa führen können. Als nächstes steht eine komplette Reiseplanung, eine Terminfindung mit mehreren Personen und Kalendern und die Automiete im Fokus bei den neuen Funktionen.

Aktuell ist es so, dass man einen konkreten Befehl als Nutzer kennen muss, der am Ende zum Beispiel dafür sorgt, dass das Licht angeht. In Zukunft soll Alexa komplexe Zusammenhänge so erkennen, dass man „menschlich“ mit dem Dienst sprechen kann. Die Interaktion soll sich laut Linday natürlich anfühlen.

Alexa: Massives Hardware-Angebot

Alexa soll allerdings auch überall anzutreffen sein, daher baut Amazon das Angebot an Hardware mit dem Dienst momentan massiv aus. Nicht nur eigene Produkte, auch Produkte von anderen Anbietern sollen mit Alexa ausgestattet sein. Und die 25.000 Alexa-Skills (in Deutschland sind es immerhin 2500) sollen ebenfalls bald ausgebaut werden – in den USA gibt es schon den ersten kostenpflichtigen Skill.

Es ist ein sehr spannender Markt, den Amazon momentan glaube ich noch ein bisschen dominiert. Kein anderer Anbieter auf dem Markt bietet so eine große Auswahl an Hardware mit einem digitalen Assistenten und so vielen Skills an. Es gibt aber einen Hersteller, der das Potential erkannt hat und auf Millionen von mobilen Geräten unterwegs ist: Google (mit Android). Die beiden liefern sich aktuell einen spannenden Wettkampf, der 2018 mit Sicherheit weiter geht.

Microsoft hat mit seiner Cortana-Strategie glaube ich keine Chance und wird auf dem Markt – wie bei Smartphones – am Ende hinterher rennen. Wobei man hier natürlich den Vorteil von Cortana für Windows hat, aber im Bereich Smart Home ist man nicht gut aufgestellt. Und Apple wird sich mit dem HomePod einen großen Marktanteil sichern und viel Geld verdienen, Siri wird aber kein Dienst für die breite Masse. Im Grunde wird es glaube ich wie bei Android und iOS sein. Die spannende Frage ist nur: Wer wird die Android-Position einnehmen? Google oder Amazon?

Quelle t3n

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