Ausgepackt: Erster Eindruck des Acer Iconia Tab A500 mit Android Honeycomb

Da ist das Teil, heute Morgen habe ich mir im Media Markt in einer durchaus spontanen Aktion das Acer Iconia Tab A500 zugelegt. Bestellt hatte ich es vor zwei Tagen, als es auf der Homepage des Elektronikhändlers auftauchte und eine Bestellung, inklusive Lieferung zu meinem nächsten Markt angeboten wurde. Gestern Abend dann die Mail, dass ich das Gerät abholen könne und heute nach der Uni habe ich einen kleinen Umweg gemacht und mir die Variante mit 32 GB und Wlan für 499 Euro zugelegt.

Die ersten Eindrücke vom Gerät selbst habe ich auch schon gesammelt, Schwerpunkt des Tests wird aber ganz klar Honeycomb sein, mit dem ich mich nach der Cebit endlich in Ruhe auseinandersetzen kann. Das Iconia Tab A500 ist somit übrigens das erste Tablet mit Android 3.0 in Deutschland, erst am Samstag startet der Verkauf des Motorola Xoom bei der Telekom, welches, wenn morgen nicht spontan das Galaxy Tab 10.1V in den Verkauf geht, das zweite Honeycomb-Gerät in Deutschland sein wird.

Acer Iconia Tab A500 ausgepackt

Wenn man seit einigen Wochen ein iPad 2 nutzt, dann ist das A500 eine ordentliche Wucht. Das merkt man ganz klar beim Gewicht und der Dicke des Tablets. Und auch wenn die Materialwahl von Acer ganz gut ist und sich das Iconia Tab durchaus wertig anfühlt, so hat es auch Schwächen: Ungünstige Stelle des Dock-Anschlusses (da diese aus dem Gehäuse rausschaut), der Schutz des microSD-Slot wirkt sehr billig und auch die Tasten wie die Wippe zum Feststellen der Displayausrichtung, oder die Ein-/Aus-Taste, hätte man durchaus besser verarbeiten können.

Mehr kann ich in meinem ersten Eindruck noch nicht sagen, das Tablet wird es (wie ihr vielleicht schon gemerkt habt) vor allem mit dem iPad 2 aufnehmen müssen, das ich täglich im Einsatz habe. Hier gibt es übrigens einen weiteren Punkt, der aber sicher Geschmackssache ist: Das Displayformat. 16:10 ist mir schon fast zu breit, da bevorzuge ich die 4:3 auf dem iPad. Den einzigen Vorteil hat dieses Format meiner Meinung nach bei Filmen und diese schaue ich nicht (bzw sehr sehr selten) auf einem Tablet, eher mal ein paar Videos bei Youtube.

Android 3.0 alias Honeycomb

Das spannende Thema ist jedoch Android 3.0, welches speziell für Tablets optimiert wurde. Während ich bei einem Smartphone gezwungenermaßen auf Widgets verzichten kann (mir würde eigentlich eins mit Kalendereinträgen reichen), sieht das auf dem Tablet doch schon anders aus. Der große Bildschirm lädt förmlich dazu ein, ein paar Inhalte darauf abzubilden und das macht Honeycomb gut, mir gefällt die Optik.

Doch hier auch schon das nächste, leidige Thema: Applikationen. Nach den Standard-Widgets und Programmen (wie zum Beispiel den vorinstallierten Apps und Spielen von Acer) wollte ich natürlich auch mal schnell den Android Market durchforsten, doch das ist nicht drin. Es fehlt ganz klar ein Filter, der Apps für Tablets anzeigt. Es heißt also im Moment googlen.

Eine erste Auswahl hat uns Benno bereits geliefert, allgemein kann ich mich jedoch anderen Testberichten anschließen: Das Angebot ist schlecht. Zumindest im Vergleich zum AppStore. Es ist auch nicht „schlechter“ und es liegt auch nicht an der Optik der Apps, bis auf ein paar wenige Highlights ist die Auswahl verdammt mau.

Doch genau damit werde ich mich in den kommenden Wochen beschäftigen, die Entwicklung von Android Honeycomb, und ob das Gerät als „Arbeitsgerät“ für mich taugt. Als Tablet-Fan sehe ich in dem OS ein ziemlich großes Potential und wenn Apple mit iOS 5 nicht was aus dem Hut zaubert, dann wird Android auch in diesem Markt schneller aufholen, als es den Jungs aus Cupertino lieb ist.

Ein Punkt soll an dieser Stelle aber nicht unerwähnt bleiben: Der Browser. Großes Lob für den Browser, vor allem als Chrome-User mit dem automatischen Sync der Lesezeichen und Daten und dazu die Möglichkeit mit Tabs zu arbeiten, großartig!

PS: Auf meinem Gerät habe ich einen kleinen Bug (?), bei dem das Display alle paar Minuten (unregelmäßig, manchmal auch eine Stunde später und vorhin auch 10 Sekunden danach) aufleuchtet, obwohl das Gerät im Standby ist und dann wieder ausgeht. Bevor ich mir also weiter mit den Apps beschäftige gilt es diesen irgendwie zu beseitigen, vielleicht habe ich ja nur was in den Einstellungen übersehen.

Fazit zum ersten Honeycomb-Tablet in Deutschland

Ihr seid euch noch nicht sicher und seid geduldig? Warten ist angesagt. Ich würde zum aktuellen Zeitpunkt sogar ein iPad der ersten Generation empfehlen und mir dann vor dem Weihnachtsgeschäft Gedanken über den Kauf eines Android-Tablets machen, ich denke hier wird sich dieses Jahr noch einiges tun.

Ihr seid jedoch ungeduldig und könnt es kaum noch abwarten? Vielleicht haltet ihr es noch eine oder zwei Woche(n) aus und schaut euch das Galaxy Tab 10.1V oder Motorola Xoom an, beide Kandidaten würde ich zum aktuellen Zeitpunkt dem Acer Iconia Tab A500 vorziehen. In welchem Punkt das Gerät momentan jedoch unschlagbar ist: Wer auf 3G verzichten kann und sich selbst als „Early Adopter“ bezeichnet, jedoch keine Lust auf Vodafone oder die Telekom hat, der sollte sich das A500 durchaus anschauen, denn vom Innenleben steht das Tablet den anderen in nichts nach und dafür hat es einen akzeptablen Preis.

Soweit zu meinem ersten Eindruck, bis zum Test werde ich meine Eindrücke auch immer wieder mal auf Twitter loswerden und solltet ihr Fragen haben: Ab in die Kommentare!

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