AVM FRITZ!Box 7510 im Test

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Mit der FRITZ!Box 7510 hat AVM einen preisgünstigen DSL-Router als Basis-Modell ins Angebot aufgenommen. Das integrierte DSL-Modem ist kompatibel zu allen aktuellen DSL-Anschlüssen und es unterscheidet sich nicht von teureren FRITZ!Box-Modellen. Auch eine umfangreiche Telefonanlage samt DECT-Funktion ist vorhanden.

Abstriche müssen allerdings bei den Anschlüssen sowie beim WLAN hingenommen werden – hier wird schnell sichtbar, dass es sich bei der FRITZ!Box 7510 um das Einstiegsmodell von AVM handelt.

Lieferumfang und Inbetriebnahme

Im Lieferumfang sind alle wichtigen Kabel und Unterlagen enthalten. Es gibt ein Netzteil (12W), ein kurzes flaches LAN-Kabel und ein relativ langes DSL-Anschlusskabel für die TAE-Telefondose.

Auch einige Unterlagen sind mit im Karton. Lediglich eine ausführliche schriftliche Anleitung ist nicht dabei, hier ist man bei Bedarf auf den Download-Bereich der AVM-Webseite angewiesen. Immerhin liegt eine leicht verständliche Schnellstartanleitung bei.

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Die AVM FRITZ!Box 7510 wird im Normalfall „liegend“ betrieben, allerdings ist auch eine Wandmontage problemlos möglich, die passenden Löcher sind bereits in der Rückseite integriert.

Die Einrichtung war dank Einrichtungs-Assistent in der Benutzeroberfläche sehr zügig und leicht verständlich. Schon etwa drei Minuten nach dem Start war der DSL-Router online und das Telefon bereit für erste Telefonate. Spätere Detail-Einstellungen zu Internet und Telefon benötigen natürlich etwas mehr Zeit.

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DSL-Modem und Gigabit LAN

Das in der AVM FRITZ!Box 7510 integrierte DSL-Modem ist auf dem aktuellen Stand der Technik und kann alle aktuellen DSL-Standards bis hin zu VDSL Supervectoring nutzen. Theoretisch sind damit in Deutschland Geschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s im Downlink und bis zu 40 Mbit/s im Uplink nutzbar.

In der Praxis lief das Modem für diesen Test an einem VDSL 100 Anschluss der Telekom über viele Tage stabil und ohne Auffälligkeiten.

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Sofern Geräte via LAN-Kabel mit der AVM FRITZ!Box 7510 verbunden werden sollen, muss man mit einem einzigen RJ45 Gigabit LAN-Anschluss vorlieb nehmen. Natürlich wären mehr Anschlüsse an dieser Stelle schön gewesen, doch wenn diese zwingend benötigt werden, muss man eben ein paar Euro mehr investieren, zum Beispiel für das Schwestermodell FRITZ!Box 7530.

Alternativ kann man auch jederzeit einen Switch oder einen weiteren Router per LAN anbinden und so die Anzahl der Anschlüsse erhöhen.

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Im Test lief der Gigabit LAN-Anschluss mit einem Synology NAS reibungslos. Um Energie zu sparen, lässt sich der Anschluss bei Bedarf in der Benutzeroberfläche auch auf den langsameren 100 Mbit/s-Standard zurückschalten.

WLAN mit Einschränkungen

Beim WLAN wirbt AVM zwar offensiv mit dem aktuellen WiFi 6 Standard, doch in der Praxis merkt man hier deutlich, dass AVM den Rotstift angesetzt hat. Die größte Einschränkung ist sicherlich, dass WLAN nur im 2,4 GHz Frequenzband unterstützt wird und nicht im 5 GHz Band.

Daraus resultiert einerseits eine vergleichsweise niedrige theoretische Maximalgeschwindigkeit von nur knapp 600 Mbit/s, andererseits ist das 2,4 GHz Band in vielen Umgebungen bereits sehr stark in Benutzung, sodass Störungen und Leistungseinbußen an der Tagesordnung sind.

Wlan Zeitschaltung Avm 7510

Bei Bedarf kann die WLAN-Zeitschaltuhr-Funktion genutzt werden.

Wer mit dem 2,4 GHz Frequenzband gut leben kann, beispielsweise weil in der Umgebung nicht dutzende andere WLAN-Netzwerke den gleichen Frequenzbereich nutzen, der bekommt mit der FRITZ!Box 7510 aber durchaus eine vernünftige WLAN-Leistung.

Wohnungen bis etwa 80 Quadratmeter lassen sich bei zentralem Router-Standort gut versorgen. Im Test wurden auch in 10 Meter Entfernung und durch zwei Wände noch rund 90 Mbit/s erreicht. Die Standard-Anwendungen wie surfen und streamen waren somit problemlos möglich.

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Telefonanlage mit DECT

Immer weniger Menschen nutzen noch die klassische Festnetztelefonie, aber die FRITZ!Box 7510 bietet immerhin die Möglichkeit dazu. Seitlich kann ein Telefon via TAE-Anschluss mit dem Router verbunden werden, außerdem können bis zu 6 Telefone drahtlos per DECT angeschlossen werden. Im Test funktionierte die DECT-Funktion mit einem Gigaset E290HX Telefon reibungslos.

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Das in der FRITZ!Box integrierte Telefonbuch ist sehr praktisch und auch die weiteren Telefonie-Funktionen sind sehr umfangreich. Auf Wunsch sind mehrere Anrufbeantworter und auch eine Fax-Funktion nutzbar.

Weiteres zur AVM FRITZ!Box 7510

Die Benutzeroberfläche FRITZ!OS ist bereits seit langem eine der Stärken von AVM FRITZ!Box Routern, so auch bei der 7510. Der Funktionsumfang ist enorm und der Informationsgehalt sehr hoch, es gibt kaum eine Funktion, die man vermisst.

Besonders positiv ist aufgefallen, dass die Geschwindigkeit bei der Bedienung sehr gut ist, AVM hat der FRITZ!Box 7510 offenbar genug Power spendiert, was angesichts des günstigen Preises nicht selbstverständlich ist.

Webinterface Avm 7510

Startseite der Benutzeroberfläche.

Seitlich steht an der FRITZ!Box 7510 noch ein USB 2.0 Anschluss zur Verfügung. Hier können zum Beispiel Speichermedien mit dem Router verbunden werden und im Netzwerk bereitgestellt werden. Auch ist die Nutzung mit einem USB-Surfstick als Internetzugang möglich, beispielsweise als Backup für einen möglichen Ausfall des DSL-Anschlusses.

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AVM FRITZ!Box 7510: Test-Fazit

Im Test hinterließ die AVM FRITZ!Box einen guten Eindruck. Das DSL-Modem und die Telefonanlage laufen problemlos. Besonders positiv fiel die gute Geschwindigkeit im Menü auf, hier kann die günstige 7510 mit den teureren Schwestermodellen problemlos mithalten. Das WLAN lief im Test reibungslos, die WLAN-Reichweite ist insbesondere für kleinere Wohnungen absolut ausreichend.

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Für wen eignet sich die AVM FRITZ!Box 7510? Sucht man einen DSL-Router mit aktuellem Modem, einfacher Bedienung und guter Telefonanlage und ist bezüglich der sonstigen Funktionen eher anspruchslos, so wird man mit der FRITZ!Box 7510 sicher glücklich werden. Wer eine kleine Wohnung besitzt, nicht das ganze Haus mit WLAN abdecken möchte oder nur wenige Endgeräte gleichzeitig nutzt, für den ist auch die WLAN-Funktion der FRITZ!Box 7510 ausreichend.

Wichtig ist nur: in der Umgebung sollten nicht allzu viele andere WLAN-Netzwerke vorhanden sein, sonst setzt man besser direkt auf einen etwas teureren WLAN-Router mit 5 GHz Funktion. Auch als reines DSL-Modem macht die FRITZ!Box 7510 eine gute Figur.

Wer sich mit den diversen Einschränkungen der FRITZ!Box 7510 arrangieren kann, der bekommt einen soliden DSL-Router zum fairen Preis. Man muss sich aber bewusst sein, dass es sich um das Einstiegsmodell handelt. Wer mehr Leistung, mehr Anschlüsse und ein besseres WLAN haben möchte, der findet im AVM-Portfolio mit der FRITZ!Box 7530 (AX) und der 7590 (AX) besser ausgestattete Alternativen.

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Avm Fritzbox 6690 Cable Freigestellt

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