Dreame zieht beim Elektroauto-Projekt plötzlich den Stecker
Das Unternehmen Dreame beendet offenbar sein Auto-Geschäft und wickelt das ambitionierte Projekt „Starry Sky“ ab.
Nur ein knappes Jahr nach dem Einstieg in die Autobranche steht Dreames Fahrzeugprojekt damit vor dem Aus. Laut CarNewsChina beschäftigte die Sparte zeitweise fast 1.000 Mitarbeiter. Nach Entlassungen seit Mai seien nur noch wenige Dutzend Beschäftigte für Finanzen, Recht und Abwicklung übrig.
Besonders auffällig sind neue Aussagen ehemaliger Mitarbeiter. Der auf der CES gezeigte Supersportwagen soll keinen vollständigen Fahrzeugunterbau besessen haben. Das im April präsentierte „Rocket Car“ sei demnach auf Basis eines zugekauften Modells aufgebaut und für die Präsentation technisch modifiziert worden.
Dreames 0,9-Sekunden-Supersportwagen bleibt ein Konzept
Die angekündigten Eckdaten waren außergewöhnlich:
- 0 auf 100 km/h in angeblich 0,9 Sekunden
- Feststoffbatterie mit mehr als 450 Wh/kg
- mehr als 550 Kilometer CLTC-Reichweite
- maximal 100 kN Schubleistung
Ehemalige Mitarbeiter beschreiben das Projekt laut China Economy stärker als Finanzierungs- und Marketingvorhaben denn als klassische Fahrzeugentwicklung. Zusätzlich sollen Behörden die Verwendung öffentlicher Fördergelder geprüft haben.
Dreame konzentriert sich nun wieder auf Staubsauger, Mähroboter, elektrische Zweiräder und „Magic Atom“-Roboter. Einen Börsengang verfolgt das Unternehmen offenbar weiterhin.
Ich halte den Rückzug für bemerkenswert, weil Dreame innerhalb weniger Monate mit extremen Leistungsversprechen große Aufmerksamkeit erzeugt hat. Für den Automarkt dürfte das Ende kaum Folgen haben. Es zeigt aber deutlich, wie weit spektakuläre Konzepte und eine tatsächlich serienreife Fahrzeugentwicklung auseinanderliegen können.
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guckt man sich den Absatz und Zulassung von Fahrzeugen in China an schwächt sich dieser deutlich ab. das bekommt selbst BYD mit Gewinneinbrüchen von 16% zu spüren. das sind weiterhin Nachwirkungen der Immobilienkrise. zudem machen Luxus-Steuer solche Autos noch weniger interessant.
von den mehr als 40 Autoherstellern wird es in den nächsten Jahren eine große Marktbereinigung geben.