Eine Bitkom-Studie zeigt, dass viele Menschen heimlich Smartphones ihrer Partner durchsuchen.
Laut einer repräsentativen Bitkom-Befragung unter 1.449 Personen in Deutschland haben 26 Prozent der Befragten schon einmal ohne Erlaubnis das Smartphone ihres Partners durchsucht. Besonders häufig kommt dies laut den Angaben bei 16- bis 29-Jährigen vor. In dieser Altersgruppe gaben 43 Prozent an, bereits heimlich Nachrichten, Fotos oder andere Inhalte kontrolliert zu haben.
10 Prozent der Teilnehmer erklärten, sie hätten dies mehrfach getan. Weitere 16 Prozent berichten von einzelnen Vorfällen. Gleichzeitig schließen 60 Prozent ein heimliches Durchsuchen des Partner-Handys grundsätzlich aus. Als häufigste Gründe nannten die Betroffenen laut Bitkom Neugier, Misstrauen oder den Verdacht auf Untreue.
Bitkom nennt Gründe und Folgen digitaler Kontrolle in Beziehungen
Nach dem heimlichen Zugriff blieben die Reaktionen laut der Studie gemischt. Ein Teil der Befragten fühlte sich bestätigt oder erleichtert. Andere berichteten dagegen von Enttäuschung, Wut oder einem schlechten Gewissen. Bitkom-Expertin Leah Schrimpf erklärte, Smartphones seien für viele Menschen der persönlichste digitale Raum mit sensiblen Daten und privaten Informationen.
Bitkom nennt mehrere Schutzmaßnahmen:
- Starke Displaysperren und biometrische Sicherung nutzen
- Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm einschränken
- Apps und Betriebssysteme regelmäßig aktualisieren
- Passwörter und Standortfreigaben bewusst verwalten
Auch die andere Seite ist betroffen. 16 Prozent der Befragten sagen, dass ihr eigenes Smartphone bereits ohne Zustimmung durchsucht wurde. Weitere Teilnehmer vermuten dies zumindest. Ich finde die Ergebnisse interessant, weil sie zeigen, wie stark digitale Privatsphäre inzwischen auch Beziehungen beeinflusst.
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