Die Girocard soll künftig auch für Zahlungen in händlereigenen Apps genutzt werden.
Banken, Sparkassen, Netzbetreiber und Handelsunternehmen arbeiten laut dem EHI Retail Institute an einer Lösung, mit der die Girocard auch in Händler-Apps eingesetzt werden kann. Bislang war Deutschlands meistgenutztes Kartenzahlverfahren für solche Bezahlvorgänge nicht verfügbar.
Nach Angaben des EHI wurden im Jahr 2025 rund 8,3 Milliarden Transaktionen mit der Girocard abgewickelt. Die geplante Erweiterung soll die Nutzung in digitalen Bereichen ermöglichen. Genannt werden unter anderem QR-Code-Zahlungen am Kassenterminal, Click-and-Collect-Angebote, Lieferdienste sowie Mobilitätsdienste wie Taxis oder Carsharing.
Geplante Girocard-Funktionen für digitale Bezahlvorgänge
Demnach soll die Einrichtung für Kunden ohne zusätzliche Registrierung oder Passworteingabe erfolgen. Die Bezahlung würde direkt innerhalb der jeweiligen Händler-App stattfinden. Also ähnlich, wie man das bereits von Visa oder Mastercard kennt.
Vorgesehene Einsatzbereiche:
- QR-Code-Zahlungen im Geschäft
- Click-and-Collect-Bestellungen
- Lieferdienste
- Öffentliche Verkehrsmittel und Taxis
- Carsharing-Angebote
Das EHI verweist zudem auf mögliche wirtschaftliche Vorteile für Händler. Nach Angaben des Instituts gilt die Girocard als günstiges bargeldloses Kartenzahlverfahren mit Zahlungsgarantie. Darüber hinaus arbeitet die Euro Kartensysteme laut EHI an weiteren Funktionen. Dazu zählen Vorautorisierungen für Anzahlungen sowie die Einbindung der Girocard in zusätzliche digitale Geldbörsen.
Ich halte die geplante Erweiterung für einen nachvollziehbaren Schritt, weil die Girocard damit auch (endlich) in digitalen Nutzungsszenarien stärker präsent sein könnte. Entscheidend wird aus meiner Sicht sein, wie schnell sich die neue Funktion im Handel tatsächlich verbreitet.
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