Google erklärt, warum der Reader eingestellt wurde

google_reader_header

Am 14. März überraschte Google wohl einen Großteil von uns, als man das Ende des Readers bekannt gab. Vor allem die Meinung in der Presse war durchgehend negativ, denn für viele Blogger und Journalisten ist dieser Dienst immer noch die erste Anlaufstelle, wenn es um das Finden von interessanten Nachrichten geht. Natürlich handelt es sich hier nicht um einen großen Anteil der Nutzer, sonst würde man den Dienst ja kaum einstellen, aber es handelt sich immerhin um eine kleinere und treue Nutzerschaft. Mittlerweile haben ein paar Anbieter eine Alternative angekündigt, von denen bisher aber nur Feedly heraussticht. Aber es ist ja auch noch ein bisschen Zeit.

Um genau zu sein sind es ab Sonntag noch genau drei Wochen, dann wird der Google Reader eingestellt. Wer bis zum 1. Juli nicht liefert, wird die Nutzer an die Konkurrenz verlieren. Doch warum stellt man den Reader eigentlich genau ein? In einem Gespräch mit Wired gab Richard Gingras von Google an, dass sie die Art und Weise, wie wir Nachrichten konsumieren verändert. Smartphones und Tablets werden diesen Wandel beschleunigen, denn man liest nicht mehr morgens in Ruhe, was denn am Tag davor alles passiert ist, man konsumiert den ganzen Tag. Das RSS-Modell gehört laut Google zu diesen „alten“ Möglichkeiten, wie wir uns über Aktuelles informieren.

Google sucht also lieber nach neuen Möglichkeiten, wie man dem Kunden Nachrichten präsentieren kann, man möchte anscheinend einen Dienst anbieten, der sie „genau zur richtigen Zeit“ liefert. Und dann ist da ja auch noch Google+, das eigene Netzwerk steht natürlich mittlerweile im Fokus und dürfte von Google ebenfalls als Newsaggregator betrachtet werden. Ob man bedacht hat, dass viele Shares zu Google+ wegfallen, wenn der Reader weg fällt? Sicherlich. Aber Google bleibt dabei, der Reader wird am 1. Juli eingestellt. Ich bleibe aber ebenfalls bei meiner Meinung: Auch wenn der Reader nicht die gewünschten Nutzerzahlen besitzt, ist er ein Mehrwert für Google und sollte, all zu hohe Kosten dürfte er ja nicht verursachen, am Leben gehalten werden.

quelle wired (Danke an alle Tippgeber!)

Teilen

Hinterlasse deine Meinung

Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.