Google Pixel Watch 5 im Test: Was ich bei meiner Apple Watch vermisse
Die Apple Watch sorgte einst dafür, dass ich mich ein weiteres Jahr für das iPhone entschied, obwohl das Upgrade in Form des iPhone 7 wahrlich kein gutes war. Bei den Alternativen für Smartwatches sah es aber damals übel aus und so wartete ich noch ein Jahr und mit dem iPhone X legte Apple dann endlich wieder nach.
Würde diese Entscheidung jetzt anstehen, wäre die Lage nicht mehr ganz so klar, denn seit der Series 4 hat sich Apple sehr stark bei der Apple Watch zurückgelehnt und auf dem Erfolg ausgeruht. Schaut man sich die Alternativen heute an, dann vielleicht sogar ein bisschen zu sehr. Wie mir auch die Google Pixel Watch 5 zeigte.
Google hat der Smartwatch in diesem Jahr kein gewaltiges Upgrade spendiert, es gab aber viel Feinschliff. So gibt es mehr Speicher, mehr RAM, ein helleres Display und noch ein paar weitere Kleinigkeiten. Das Design ist allerdings unverändert und beim Akku habe ich keinen Unterschied gemerkt. Sie fühlt sich sehr ähnlich an.
Eine richtig gute KI am Handgelenk
Eine Neuerung, die Google aber auch für ältere Uhren verteilt, ist Google Gemini. Und das mit „Raise to Talk“ am Handgelenk. Man hat also immer Zugriff auf die Gemini Intelligence und diese schlägt einem auch proaktiv Dinge vor (fahre in 5 Minuten los, ich habe Kalendereintrag XY im Google Kalender gefunden und mehr).
Präziseres Tracking beim Schlaf ist mir egal, ich trage meine Wearables nicht in der Nacht, genaueres GPS ebenso, ich jogge nicht, und den Unterschied beim Display sehe ich auch nicht unbedingt. Aber für mich sind Smartwatches perfekte Begleiter für KI-Dienste, es benötigt dafür keine anderen Gadgets wie den Humane AI Pin.
Und da macht die Google Pixel Watch 5 mit Gemini einen echt guten Dienst. Gemini ist zuverlässig, weiß viel, kann viel und ist schnell. Ich habe das hier und da mal mit Siri auf der Apple Watch vergleichen und das ist nicht nur eine andere Liga, das ist eine andere Sportart. Siri wirkt im Vergleich zu Gemini wie aus der Zeit gefallen.
Die „smarten Uhren“ werden mit den KI-Diensten also auch endlich wirklich „smart“ und das nicht nur bei der Steuerung des Smart Home, sondern darüber hinaus. Die KI-App auf dem Smartphone ist ja auch ganz hilfreich, aber für viele Aufgaben ist die Smartwatch, die man direkt am Handgelenk trägt, eben doch viel praktischer.
Ich bevorzuge zwar den Formfaktor der Apple Watch, weil er besser für Inhalte im Alltag geeignet ist, aber es ist nicht schön zu sehen, wie Huawei, Google und Co. immer mehr an der Uhr von Apple vorbeiziehen. Und nach Health und anderen Dingen passiert das jetzt auch bei KI, Gemini auf der Pixel Watch funktioniert gut.
Apple rennt Google aktuell hinterher
Mal schauen, wie sich das bei Apple entwickelt, Siri AI kommt ja auch auf die Apple Watch, und da ist die KI-Technik von Google die Grundlage. Aber im Herbst eben erst mal als Beta und keiner weiß, wie sich das in der EU entwickelt. Sehen wir Siri AI ebenfalls 2027? Sehen wir den vollen Funktionsumfang der neuen Siri-Version?
Ein Jahrzehnt später wird jedenfalls langsam klar, dass die Apple Watch nicht mehr ganz vorne mitspielt. Nach der Series 2, die es im Jahr des iPhone 7 gab, gab es mit der Series 3 und vor allem Series 4 große Upgrades. Diese Ära ist vorbei. Jetzt schaut man zu, wie Huawei oder Google die Innovationen in ihre Uhren bringen.
Mal schauen, was uns bei der Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 im September erwartet. Bei der Hardware wird sich wohl nicht viel tun, da kommt erst 2027 oder 2028 das große Upgrade. Aber vielleicht hat Apple durch den neuen Chip, der in den neuen Uhren steckt, noch ein paar Tricks für die Software parat.
Für einen Wechsel reicht es nicht aus, noch nicht, man ist bequem, das gebe ich offen zu. Aber Dinge wie die Möglichkeit für Drittanbieter-Watchfaces, einen Puls, den man durchgehend messen und anzeigen lassen kann, oder eben jetzt eine gute KI haben ihren Reiz. Als Android-Nutzer würde ich mir eine Pixel Watch zulegen.
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Ich kann die angebrachten Punkte sehr gut nachvollziehen, aber für mich liest sich das nicht wie ein Test, um ehrlich zu sein. Eher wie ein Kommentar „Was Apple nicht gut, dafür Google umso besser macht“. 🤔
Wäre vielleicht die bessere Wahl gewesen, ich überlege mal, ob ich die Headline umbaue.
Ja, bei Deinen Tests hat man sich so sehr an die „Meine 10 Stichpunkte“ gewöhnt und dann kommt sowas. Gelinde gesagt, irritierend. 😄
Ich habe das aktuell eher als kleine Reihe geplant, immer wieder ein „Häppchen“, aber ja, ein Beitrag für sich ist dann nicht der Test. Vielleicht bringe ich es eher als Kommentare und dann am Ende als „Test“ mit einer Zusammenfassung.
Gegen die Reihe ist ja absolut nichts einzuwenden, aber dann wäre ein entsprechender Hinweis am Anfang sinnvoll gewesen, bzw. ein wie von Dir angesprochen anderer Titel. 😇
Ansonsten finde ich den Vergleich absolut passend. Statt nur Specs runterrasseln, oder was mega subtil am Design oder der Handhabung vielleicht geändert wurde, ein tatsächlicher Alltagsvorgang bzw. Alltagsnutzen. Jedenfalls hat das gerade so ein bisschen den Wunsch bei mir geweckt, dass mit Gemini an meiner Watch6 Classic ins Auge zu fassen und mal bewusst anzugehen. 🤔
Wundere mich, dass du die Systeme wechseln würdest
Oliver hat schon länger angedeutet, dass er die Plattformen wechseln würde, sofern Apple weiterhin so agiert, wie sie aktuell agieren. Er ist da relativ offen bei dem Thema. 🤔
Wieso sollte man das denn nicht tun? Die Entscheidung für iOS oder Android muss doch keine sein, die man für immer trifft. Ich würde auch sofort zu iOS wechseln, wenn ich irgendwann der Meinung wäre, dass Android nicht mehr besser ist. Und wenn sich Dinge ein paar Jahre später wieder ändern, würde ich genauso wieder zurück wechseln. Ich sehe das rational. Ich nutze immer das, was für mich am besten funktioniert.
Mich würden vor einem Plattform-Wechsel die Folgekosten definitiv abschrecken. Zubehör, Apps und so weiter.
Ich kann nur für mich sprechen, aber bei mir ist das mit keinen Folgekosten verbunden. Mit USB-C gibt es einen universalen Anschluss zum Aufladen und ich habe nicht eine einzige kostenpflichtige App. Aber selbst, wenn es anders wäre: Aufladekabel kosten nicht die Welt und es hat wohl kaum jemand so viele kostenpflichtige Apps, dass das arg ins Gewicht fällt. Schon gar nicht für jemanden, der im Apple-Ökosystem unterwegs ist und wo bereits der Mindest-Anschaffungspreis für das Smartphone sehr hoch ist. Wenn man sich für einen Wechsel von iOS zu Android oder umgekehrt entscheidet, sehe ich Folge-Kosten daher nicht als das Problem. Das fällt im Vergleich mit dem Smartphone-Wechsel kaum ins Gewicht. Und die Kosten hat man ja auch, wenn man innerhalb von iOS oder Android wechselt.
Also ich hab einige Apps die nicht ganz billig waren und da würde ich mir schon überlegen ob ich die alle nochmal kaufen wollen würde. Gerade im Bereich Bildbearbeitung/Photographie kann da schnell was zusammen kommen.
Unter Umständen geht es auch nicht nur um ein paar Kabel. Wer mit Mac, iPad, iPhone und watch unterwegs ist braucht nicht nur ein paar Kabel wenn er komplett umschwenken will.