Huawei: Es kommen härtere Zeiten auf uns zu

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Huawei wird es in den kommenden Jahren nicht mehr so leicht wie bisher haben, das scheint nun auch der CEO intern so zu kommunizieren.

Das Unternehmen Huawei stand 2018 sehr oft in der Kritik und es deutet sich immer mehr an, dass man große Schwierigkeiten beim 5G-Ausbau haben wird. Mehrere Länder haben Huawei bereits ausgeschlossen und auch bei uns in Deutschland wird seit letzter Woche darüber diskutiert.

Ren Zhengfei, der sich vor ein paar Tagen nach langer Zeit mal wieder öffentlich geäußert hat, verschickte letzte Woche eine interne Nachricht an die Mitarbeiter. Dort spricht der Chef von härteren Zeiten für das Unternehmen. Das mit dem 5G-Ausbau wird nicht so einfach wie beim 4G-Ausbau sein.

Dabei muss man bedenken, dass der Netzausbau das Kerngeschäft von Huawei ist, das Ziel die Nummer 1 auf dem Smartphonemarkt zu werden kam später.

Huawei: Entlassungen könnten kommen

Zhengfei nutzte in seinem Schreiben am letzten Freitag einen fast schon militärischen Ton und gab auch an, dass hier und da ein paar Mienen hochgehen werden. Es wird keinen großen Knall für Huawei geben, aber man muss über 180.000 Mitarbeiter versorgen und das könnte schwierig werden.

Heißt auch: Falls die Zeiten hart werden, dann wird man „unbedeutende“ Mitarbeiter entlassen. Die ersten Kostensenkungen werden beim Lohn stattfinden. Konkrete Details wollte man aber noch nicht nennen.

Die letzten 30 Jahre liefen zu glatt ab, so der Gründer von Huawei, nun wird der Weg etwas steiniger. Man wird nun sehr sorgfältig prüfen, ob die globalen Tochtergesellschaften noch effizient genug sind.

Um einen „Gesamtsieg zu erreichen“, wird man einige organisatorische Rationalisierungen vornehmen müssen. Man hört, dass Zhengfei früher ein Offizier bei der People’s Liberation Army in China war.

Huawei: Ist der Ruf erst ruiniert

Solche Meldungen sind jetzt vielleicht nicht unbedingt förderlich, vor allem das Wort „Gesamtsieg“ ist mit Hinblick auf die Spionagevorwürfe nicht unbedingt eine gute Wahl. Und von einer neuen Struktur und Entlassungen zu sprechen, könnte die Mitarbeiter in so einer Phase auch demotivieren.

Das Problem von Huawei könnte langfristig der Ruf sein. Ich glaube nicht, dass China hier schon mitgehört hat und ich glaube auch nicht, dass Beweise ans Tageslicht kommen werden. Meine Vermutung ist, dass das am Ende auch nur Spekulationen der US-Behörden sind.

Immerhin gab der BSI eine klare Entwarnung.

Doch je öfter sich Huawei mit solchen Aussagen konfrontiert sieht und je mehr Länder das Unternehmen am Ende vielleicht vom Netzausbau ausschließen, desto schwieriger wird es auch. Immerhin brachte die direkte Partnerschaft mit den Netzbetreibern auch Vorteile beim Smartphone-Verkauf mit.

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Ich verfolge viele Medien und lese viele Kommentare und auch wenn sowas aktuell nur ein Thema in der „Tech-Blase“ ist, so ist nicht ausgeschlossen, dass der Stein nun ins Rollen gebracht wurde und Huawei die Konsequenzen in den kommenden Monaten zu spüren bekommen wird.

Wobei das mit der Tech-Blase vielleicht auch nicht mehr stimmt, denn letzte Woche berichtete auch die Tagesschau über dieses Thema.

Ist der Ruf erst ruiniert, dann spielt es für viele Menschen keine Rolle, ob es nun Beweise gibt oder nicht. Selbst wenn man beweisen könnte, dass Huawei nicht mit der Regierung arbeitet und es nie machen wird, Menschen glaube gerne, was sie wollen und es ist schwierig eine Meinung zu ändern.

Mal schauen, wie die kommenden 1-2 Jahre bei Huawei aussehen werden. 2017 und 2018 hat man einen rasanten Aufstieg gesehen und es ist weiterhin geplant, dass dieser 2019 und 2020 anhält. Immerhin will man ab 2021 die neue Nummer 1 auf dem Weltmarkt sein und Samsung ablösen.

Doch es deutet sich auch an, dass die Ereignisse rund um den 5G-Ausbau dem Unternehmen schaden könnten. Intern scheint man darauf vorbereitet zu sein.

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