Huawei MateView im Test: Ein guter Monitor zum Arbeiten

Huawei Mateview Apple Mac Mini M1 Header

Huawei hat das eigene Portfolio in den letzten Monaten stark ausgebaut und ein wichtiger Bereich ist jetzt auch die PC-Sparte. Hier gibt es zum Einstieg direkt drei Monitore und einen davon habe ich mir längere Zeit anschauen können.

Die Rede ist vom Huawei MateView, der seit ein paar Wochen in meinem Setup quasi täglich zum Einsatz kommt. Passend zum Launch will ich euch also diese Woche mal mitteilen, was so meine persönlichen Eindrücke im Alltag waren.

Video: Huawei MateView im Test

Abonnieren-Button YouTube

Huawei MateView: Die Eckdaten

Es handelt sich beim Huawei MateView um einen 28,2 Zoll großen Monitor mit 3:2-Seitenverhältnis und einem IPS-Panel mit 4K-Auflösung. Das wird bis zu 500 cd/m²  hell und besitzt 60 Hz. Es werden 98 % des DCI-P3-Farbraums abgedeckt.

Der Monitor kommt in einer Farbe daher (Mystic Silver) und besitzt ein Gehäuse aus Aluminium. Man kann die Höhe und den Winkel anpassen, allerdings gibt es keinen Vesa Mount. Das Display und der Ständer sind fest miteinander verbunden.

Es gibt einmal USB C für das Netzteil, einmal USB C für alles andere (kann auch Laptops mit bis zu 65 Watt laden), dann noch zweimal USB A 3.0, einmal HDMI 2.0 und einmal Mini-DisplayPort (DP 1.2). Ein 3,5-mm-Anschluss ist auch dabei.

Huawei Mateview Ports

Der Huawei MateView besitzt WLAN und Bluetooth, zwei Mikrofone, zwei Speaker und die Einstellungen werden über eine Touchleiste gesteuert, die sich unten (sie ist leicht erhöht) befindet. Ein USB-C-Netzteil und Kabel und MiniDP / DP-Kabel sind im Lieferumfang enthalten, allerdings ist kein HDMI-Kabel mit dabei.

Weitere Details gibt es auf der Webseite von Huawei.

Huawei MateView: Die Optik

Für mich ist die Optik von meinem Arbeitsmonitor ehrlich gesagt sehr wichtig. Ich verbringe viele Stunden am Tag vor diesem und ich mag das Design von Huawei. Es ist schlicht und minimalistisch. Erinnert mich ein bisschen an das Apple-Display.

Huawei Mateview Lifestyle Back

Der Huawei MateView fühlt sich hochwertig an und Höhe und der Winkel können leicht angepasst werden. Für einen iMac-Nutzer ist das Verstellen der Höhe ein Segen, auch wenn man dann im Alltag irgendwann nur noch eine Höhe nutzt.

Ich persönlich bin übrigens kein Mensch, der mit zwei Displays arbeitet und ich bin auch kein Fan von extrem breiten Displays. Daher ist es auch ganz nett, dass der Monitor nicht so breit ist, aber durch das Seitenverhältnis mehr Fläche hat.

Huawei MateView: Das Display

Das Wichtigste bei einem Monitor ist natürlich das Display und ich musste mich erst an das 3:2-Seitenverhältnis gewöhnen. Es ist quasi wie ein iMac, nur mit einem Rand unten als Display. Und daran kann man sich durchaus schnell gewöhnen.

Ich arbeite nicht gerne mit zwei Monitoren und bin auch nur bedingt ein Fan von Ultrawide-Monitoren, mit diesem Seitenverhältnis komme ich aber gut klar. Es hat am Anfang etwas gedauert, aber mittlerweile nutze ich diesen Platz auch.

Huawei Mateview Lifestyle Front

Das Display besitzt eine gute Qualität und wird auch ausreichend hell. Der Fokus der Helligkeit liegt in der Mitte, aber die Helligkeit fällt zu den Seiten hin auch nicht so stark ab. Die Frontseite ist übrigens matt und spiegelt nicht so stark.

Farben und Blickwinkel sind gut, nur bei Schwarzwerten und beim Kontrast kommt so ein IPS-Panel natürlich nicht an ein OLED-Panel heran. Huawei hat aber ein sehr gutes IPS-Panel eingekauft und ein OLED-Monitor ist eben deutlich teurer.

Was ich vermisst habe: Eine automatische Helligkeit, dafür gibt es keinen Sensor. Und über den Mac kann ich die Helligkeit nicht steuern, daher muss ich jedes Mal in das Menü des Monitors gehen, was im Alltag ab und an nervig sein kann.

Huawei MateView: Sonstiges

  • Die eingebauten Lautsprecher sind maximal okay. Ich bin aber auch eine Person, die seit Jahren zwei gute Teufel-Lautsprecher am Arbeitsrechner nutzt und auch mit einem iMac und Co. unzufrieden ist. Schlecht klingt der Sound nicht, aber für mich ist das dennoch weit von gut bei einem Arbeitsgerät entfernt.
  • Im Standfuß ist eine NFC-Schnittstelle, mit der man zum Beispiel von einem Huawei-Smartphone ein paar Inhalte direkt an den Monitor schicken kann. Das ist eine Funktion, die ich nicht benötigen würde und nicht genutzt habe.

Huawei Mateview Header

  • Der zweite USB C-Anschluss ist an der Seite, was ich nicht optimal finde. Hinten gibt es den Port für Strom, aber wenn man ein Notebook (ich habe auch den Mac mini mal darüber genutzt) mit dem Monitor nutzen möchte, dann sieht man immer ein Kabel an der Seite. Nennt mich kleinlich, aber sowas stört mich. Bei mir müssen alle Kabel rund um das Display versteckt sein.
  • Die Smart Bar zum Steuern der Einstellungen für den Monitor ist unten beim Display und funktioniert nach kurzer Eingewöhnung gut. Sowas gefällt mir und da man eben doch ab und zu die Helligkeit anpassen muss, ist eine gute Steuerung an dieser Stelle wichtig.

Huawei MateView: Mein Fazit

Es gibt Menschen, die schwören auf zwei Monitore, es gibt Menschen, die wollen ein 21:9-Display, welches man auch mal drehen kann und dann gibt es welche, die benötigen mehr als 60 Hz, weil sie eben auch ab und zu mal etwas zocken.

Das ist mir bei einem Arbeitsmonitor komplett egal. Ich will nur eine schöne Optik, was hier abgehakt ist, die Option die Höhe und den Winkel anpassen zu können, was auch gegeben ist, und dann eben noch ein gutes Display zum Arbeiten.

Diese Dinge sind bei mir abgehakt und daher war ich in den letzten Wochen sehr zufrieden mit dem Huawei MateView. Auch wenn der Preis mit 699 Euro definitiv kein Schnäppchen ist, Huawei greift hier eher im gehobenen Segment an.

Huawei Mateview Apple Mac Mini M1 Back

Könnte ich mir den Huawei MateView auch dauerhaft als Monitor zum Arbeiten vorstellen? Ja, definitiv. Es gibt eigentlich nur eine Schwachstelle für mich, und das ist der USB C-Anschluss an der Seite, da ich aktuell wirklich überlege, ob ich ab Herbst wieder auf eine Kombination aus Monitor + MacBook setzen soll.

Eine Webcam gibt es nicht, dafür ist der Rand zu dünn. Stört mich nur semi, da ich mir irgendwie angewöhnt habe meine gefühlt 10 Zoom-Calls die Woche über das iPad zu machen. Die Webcam in meinem alten iMac ist aber auch Schrott. Da würde ich mir aber vielleicht auch einfach noch eine simple USB-Kamera holen.

Nach den letzten Wochen habe ich mich jedenfalls an das Huawei MateView und das 3:2-Format gewöhnt und falls es bei mir nach dem Intel-iMac kein M-iMac wird, dann wäre es möglich, dass der Huawei MateView mein neuer Arbeitsmonitor wird. Gefällt mir gut und es gibt von mir auch eine klare Kaufempfehlung.

Kommt über diesen Affiliate-Link ein Einkauf zustande, wird mobiFlip.de u.U. mit einer Provision beteiligt. Für Dich entstehen dabei keine Mehrkosten.


Fehler melden8 Kommentare

Bitte bleibe freundlich.

  1. René Hesse sagt:

    Optisch sehr nice, nur ohne automatische Helligkeit ist er direkt raus bei mir. Das Feature möchte ich persönlich einfach nicht mehr missen.

    1. Hazz sagt:

      Ist denke ich Geschmackssache. Ich mag es beim Smartphone beispielsweise gar nicht und es frisst mir auch zuviel Akku. Bei einem Monitor kann ich mir auch kaum vorstellen das man dies stetig anpassen tut. Meist steht dieser ja am gleichen Platz. Ein Wechsel der Lichtverhältnisse setz also wenn überhaupt nur über mehrere Stunden ein. Am Abend würde ich auch jedem Empfehlen eine Schreibtischlampe zu verwenden, eure Augen werden es euch danken.

  2. Ferdi sagt:

    Schönes Gerät, aber 699 Euro ist eine Ansage …

    1. Pino sagt:

      "Im Standfuß ist eine NFC-Schnittstelle, mit der man zum Beispiel von einem Apple-Smartphone etliche Inhalte direkt an den Monitor schicken kann. Das ist eine Funktion, die man nicht zwingend benötigt, auf welche ich aber nicht verzichten möchte."

      ?

    2. elknipso sagt:

      Finde ich auch übertrieben teuer.
      Für das Geld bekommt man bereits 34 Zoll 21:9 Monitore mit 144 Hz Panel.

  3. max sagt:

    Wofür benötigt ein Monitor WLAN?

      1. HelgeHelge sagt:

        die einen sagen so und die anderen sagen so :)

Schreibe einen Kommentar    

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Durch das Absenden eines Kommentars stimmst du der Speicherung deiner Angaben gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.

Um mobiFlip.de nutzen zu können, müssen Cookies in Deinem Browser aktiviert sein.