Huawei über Spionage, die AR-Brille, eine Android-Alternative und mehr

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Huawei hat sich für 2019 scheinbar vorgenommen, in die Offensive zu gehen, wenn es um das Thema 5G und die Spionagevorwürfe geht.

Letzte Woche gab Huawei bekannt, dass man die US-Regierung verklagen wird und schon in den Wochen davor spürte man: Die Zeiten des Schweigens sind vorbei. Während man 2018 weitestgehend passiv zuschaute und meistens nur mit Stellungnahmen reagierte, so geht man nun auch in die Offensive.

Dazu gehört die Klage, ein Cybersicherheits-Transparenzzentrum in Brüssel, die Einsicht des Quellcodes auf EU-Ebene und die hochrangigen Mitarbeiter stellen sich (neben dem Gründer selbst) den Interviews der Medien. In Deutschland hat sich Richard Yu für ein Interview mit der Welt entschieden.

Huawei: Spionage technisch nicht möglich

Richard Yu gab dort an, dass eine Spionage mithilfe der Hardware von Huawei technisch nicht möglich sei. Sowas sei laut Yu „Unsinn“ und das „Vorgehen hat politische Gründe“. Auf das Smartphone-Geschäft haben die Vorwürfe derzeit noch keine Auswirkungen, nur in den USA ist man eben nicht vertreten.

Huawei hat in den letzten Jahren übrigens ein eigenes Betriebssystem entwickelt und besitzt einen Plan B, falls die Zusammenarbeit mit US-Unternehmen nicht mehr möglich sei. Das möchte man nicht und man bevorzugt den Weg über Google (Android) und Co, doch man ist auch gewappnet.

Huawei: Faltbare Smartphone für unter 500 Euro

Auf den Vorwurf des Redakteurs, dass Huawei keine Innovationen zeige und der Markt ja sowieso schrumpfe, gab Yu an, dass man gerade das erste faltbare Smartphone präsentierte und diese Art von Smartphone in etwa 5 Jahren zum Standard gehöre. Man will in diesem Bereich ein Marktführer sein.

Der Premium-Preis für ein Huawei Mate X habe derzeit einen guten Grund, denn die Komponenten sind sehr teuer. Doch in 1-2 Jahren möchte man auch Modelle für unter 1000 Euro und später eventuell auch für unter 500 Euro zeigen. Das wird noch dauern, aber faltbare Smartphones haben laut Yu eine Zukunft.

Huawei: Marktführer im 5G-Zeitalter

Richard Yu ist davon überzeugt, dass eine längere Akkulaufzeit (inklusive immer schneller werdenden Ladestandards) und die Kameras zu den Trends in den kommenden Jahren gehören werden, angetrieben von der KI. Außerdem bestätigte Yu, dass wir innerhalb von 5 Jahren eine AR-Brille sehen werden:

Wir denken hier eher an 100 Zoll. Oder 200 Zoll. Das wäre eine Diagonale von fünf Metern, also größer als Ihr Fernsehbild zu Hause. Das geht natürlich nicht mit dem Smartphone. Aber eine Brille könnte das leisten, in die ein solches Bild eingeblendet wird.

5G ist für Huawei der Durchbruch für das Internet der Dinge, diese Technologie hat das Potenzial den Markt zu verändern. Vor allem wird sie die Entwicklung der KI beschleunigen. Huawei möchte Marktführer im 5G-Zeitalter sein. Spätestens im nächsten Jahr will der Konzern bekanntlich an Samsung vorbeiziehen.

Man wird nicht müde das zu betonen. 2019 und 2020 werden mit Hinblick auf Huawei und Samsung durchaus spannend. Apple hat man überholt (oder ist zumindest gleichgezogen), nun gilt es Platz 1 von Samsung zu schnappen.

Die abschließende Frage bezog sich auf einen Verkauf der eigenen Prozessoren. Sowas sei „noch“ nicht geplant, so Yu gegenüber der Welt. Klingt nicht so, als ob man sowas ausschließt, aber man habe derzeit keine konkreten Pläne.

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