Huawei will weiter Produkte in den USA verkaufen

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Huawei P20 Pro in Twilight

Huawei und die USA, dieses Thema beschäftigt das Unternehmen schon seit einigen Monaten. Es sieht nicht gut aus, aber man gibt nicht auf.

Kurzer Rückblick auf das erste Quartal 2018: Huawei wollte zur CES im Januar ganz offiziell bekannt geben, dass man nun den US-Markt in Angriff nehmen wird. Doch die Netzbetreiber machten kurz vor der Keynote einen Rückzieher.

Dieser Markt ist vielleicht nicht entscheidend für den Umsatz von Huawei und man wächst auch ohne die USA sehr schnell, auf dem Weg zur Nummer 1 gehört dieser Markt aber nun mal dazu. Huawei gab dann allerdings kurz nach dem Rückschlag bekannt, dass man trotzdem angreifen wird. Es folgten Testgeräte vom Mate 10 Pro für US-Medien und der Verkauf startete bei Amazon und Co.

Dann folgten die nächsten Rückschläge, denn FBI und Co warnten nicht nur vor Huawei, im März verabschiedete sich dann auch noch Best Buy. Ohne Netzbetreiber im Boot ist eine Sache, ohne Best Buy eine andere. Fehlt nur noch, dass Amazon aussteigt. Das neue P20 (Pro) wird es übrigens nicht in den USA geben.

Huawei möchte eine transparente Diskussion

Bei Cnet hat man mal direkt bei Huawei nachgefragt und vom CEO eine Antwort bekommen. Huawei will weiterhin Geräte in den USA verkaufen. Richard Yu von Huawei bezeichnet die Vorwürfe in den USA immer noch als „unfair“, man würde eine transparente und offene Diskussion begrüßen. Dem kann ich nur zustimmen, auch Wochen nach den Vorwürfen haben FBI und Co keine Beweise vorgelegt.

Huawei benötigt die USA nicht für einen weltweiten Erfolg, man möchte den Markt aber trotzdem nicht ausschließen. Man arbeitet mit 46 der 50 größten Netzbetreiber der Welt zusammen und beschäftigt auch über 1000 Mitarbeiter in den USA. Man möchte das Vertrauen der Nutzer in den USA trotzdem gewinnen, das dürfte ohne Netzbetreiber und Best Buy jedoch ein verdammt steiniger Weg werden.

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