Mercedes-Benz, Audi, Jaguar und die Elektro-SUVs

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Mercedes Benz EQC

2019 wird das Jahr der großen und teuren Elektro-SUVs. Allerdings wird der Start auf dem Markt für Elektroautos kein leichter sein.

Wir haben vor ein paar Tagen darüber berichtet, dass Audi sein Ziel mit dem e-tron vermutlich nur sehr schwer erreichen können wird. Gut 600.000 Modelle müsste man für die Entwicklungskosten verkaufen, doch davon ist man mit den 20.000 Vorbestellungen noch ein gutes Stück entfernt.

Ein großer Teil der Reservierungen (6000+ Einheiten) kommt aus Norwegen. Es wird aber immer noch nicht ausgeliefert. Eigentlich hätte es Ende 2018 beginnen sollen, doch nun ist von März die Rede. Das scheint realistisch, denn aktuell finden die PR-Events zum e-tron statt und Testberichte kommen bald.

Audi E Tron

Audi e-tron (Bild: Audi)

Werden diese die Nachfrage ankurbeln? 20.000 Einheiten sind eigentlich gar nicht so schlecht, aber kann man sich danach steigern? Mit einem 70.000+ Euro teuren Elektroauto wird das nicht leicht. Denn die Konkurrenz geht in genau die gleiche Richtung. Mercedes-Benz bietet zum Beispiel den EQC an.

Der ist bis Ende des Jahres ausverkauft und wird vermutlich auch 2020 kaum erhältlich sein. Doch wie hoch ist die Nachfrage, wie viele Einheiten wurden hier konkret bestellt? Diese Zahl gibt es nicht. Doch die Weichen sind „auf volle Kraft voraus gestellt“, so Zetsche von Daimler. Bis 2022 will man 10 E-Modelle im Portfolio haben. Ich hoffe es werden nicht nur Elektro-SUVs.

Damit macht Audi nämlich direkt weiter. Parallel zur Markteinführung des e-tron wurde in Genf direkt das nächste SUV-Konzept für ein Elektroauto gezeigt:

Audi Q4 E Tron Concept

Audi Q4 e-tron Konzept (Bild: Audi)

Es ist aber gar nicht so leicht einen teuren Elektro-SUV zu verkaufen. Der i-Pace von Jaguar tut sich relativ schwer und hatte nicht den besten Start ins Jahr. In den USA will man die Verkaufszahlen daher mit einer 0-Prozent-Finanzierung pushen. Global wurden 2019 nur 1000 Modelle bestellt.

Ich bin mal gespannt, wie sich das in den kommenden Jahren so entwickelt, aber mit schweren und teuren SUVs wird man den Massenmarkt wohl nicht erobern können. Selbst wenn man die 20.000 Einheiten vom e-tron für 2019 nimmt und noch mal so viele beim EQC dazu packt, dann verkauft sich ein Model 3 immer noch häufiger – pro Quartal. Und das ist ebenfalls nicht günstig.

Wir werden sehen, wie sich der Markt entwickelt, doch meine Vermutung wäre, dass es erst mit Modellen wie dem VW ID.3 richtig losgeht. Wo ist die Antwort von Audi, BMW und Co? Wo ist der A3 mit Elektromotor? Oder der 3er BMW? Oder die C-Klasse? Vermutlich wird Tesla die Produktion des Model 3 komplett in den Griff bekommen haben, bevor diese Autos kommen.

Doch diese Entwicklung macht den Automarkt nach vielen (meiner Meinung nach) eher langweiligen Jahren mal wieder interessant. Es tut sich etwas.

Quelle Electrek 2 3

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