Nintendo Switch: ARMS und Oceanhorn angespielt

Es gibt mit ARMS und Oceanhorn zwei neue Spiele für die Switch, die ich mir in den letzten Tagen angeschaut habe. Beide sind durchaus einen Blick wert.

Das Angebot an Spielen für die Switch wird so langsam aber sicher immer größer und es kommen jede Woche neue Spiele dazu. Außerdem erscheint momentan jeden Monat ein großer Blockbuster. Im Juni war das ARMS. Das Indie-Highlight im Juni war Oceanhorn. Ich habe mir die beiden Spiele mal angeschaut.

Nintendo Switch: ARMS angespielt

ARMS ist einer der großen Switch-Blockbuster von Nintendo. Das Spiel nutzt die Besonderheiten der Switch, unter anderem die freie Steuerung mit zwei Joy Con in jeder Hand, und soll ähnlich erfolgreich wie Splatoon werden.

Es handelt sich bei ARMS um ein Boxspiel, welches aber (Nintendo-typisch) nicht einfach nur Boxer, sondern auch total abgedrehte Elemente beinhaltet. So lässt sich zum Beispiel die Waffe für den Arm vor dem Kampf auswählen und verleiht dem Spiel so eine taktische Tiefe. Nintendo beschreibt das Spiel so:

ARMS ist ein Kampfspiel, bei dem du deine ausfahrbaren Waffenarme nutzt, um deinen Gegnern das Leben schwer zu machen. Balle die Fäuste, Kämpfe mit den unterschiedlichsten Charakteren und werde zum Champion!

Ich habe schon auf dem Switch Preview-Event eine Runde ARMS gespielt und war nicht wirklich begeistert. Wegen Zeitmangel habe ich die zweite Partie vor Ort sogar abgebrochen und mich anderen Spielen gewidmet. Doch der zweite Eindruck ist (in Ruhe und vor dem eigenen TV) ein komplett anderer gewesen.

Man muss sich mit ARMS einige Minuten beschäftigen und ein paar Runden in der Arena kämpfen. ARMS muss man kennenlernen und sich Zeit dafür nehmen. Es ist meiner Meinung nach nicht unbedingt ein Spiel, welches man mal eben schnell mit Freunden spielt, die es noch nie gespielt haben. Kann man, doch der Spaß kam bei mir wirklich erst, nachdem ich einige Zeit mit dem Spiel verbracht hatte.

ARMS ist eher simpel aufgebaut, eben ein typisches Multiplayer-Spiel. Alleine macht das zwar auch Spaß, aber nur kurz. Es gibt zwar einen Grand Prix, aber für mich ist das Spiel am Ende doch eher ein reines Multiplayer-Spiel für die Switch.

Das Spiel besitzt einige Arenen, Kämpfer und alternative Arme, die man nach und nach bekommt. Der Umfang des Spiels ist gut. Nicht übertrieben groß, aber auch nicht zu knapp bemessen. Ich könnte mir bei Arms gut vorstellen, dass Nintendo aber schon ein oder zwei Erweiterungspacks in Entwicklung hat. Neue Arenen, Spieler und Arme könnte man dann für einen Geldbetrag nachreichen.

Das ist nur eine Vermutung, doch es würde mich nicht wundern. Eine Taktik, die wir auch schon bei Mario Kart und Zelda gesehen haben. Hier würde es sich anbieten.

An ein Super Smash Bros. kommt ARMS für mich nicht heran. Das liegt auch daran, dass die Bewegungssteuerung das Highlight ist und ich ehrlich gesagt keine Lust habe ständig mit dieser zu spielen. Die Steuerung über die Tasten ist leider nicht so gut, wie die über die Bewegung. Das wäre auch schon mein größer Kritikpunkt.

ARMS ist ein Spiel, bei dem man sich ein bisschen Zeit nehmen muss. Es ist ein reines Multiplayer-Spiel und es spielt sich am besten mit Bewegungssteuerung.

ARMS wäre ein gutes Launch-Spiel gewesen und deutlich besser als 1-2-Switch.

Es wird von Nintendo als Premium-Titel vermarktet. Die UVP liegt daher auch bei stolzen 60 Euro. Auf Amazon bekommt man es aber schon für unter 50 Euro. Stellt sich für mich die Frage: Lohnt sich der Kauf von ARMS?

Das ist bei jedem Spiel eine rein subjektive Frage. Meine Meinung lautet wie folgt:

ARMS ist ein tolles Kampfspiel, jedoch für den Mehrspielermodus ausgelegt. Mir wäre es im Moment noch ein bisschen zu teuer. ARMS ist so ein Spiel, was ich mir vermutlich kurz nach Weihnachten für 30 Euro im Angebot kaufen würde.

Das liegt aber auch daran, dass am 21. Juli Splatoon 2 erscheint, was mir persönlich mehr Spaß macht und ebenfalls ein reines Multiplayer-Spiel ist.

Machen wir es kurz: ARMS gefällt mir besser als gedacht, ist aber nicht die Art von Spiel, für die ich 60 Euro ausgeben würde. Das liegt aber daran, dass mein Fokus bei Spielen nicht auf Multiplayer-Spielen mit Bewegungssteuerung liegt. Genau hier spielt ARMS aber seine Stärken aus und ich finde es super, dass Nintendo auch mal wieder ein komplett neues Spiel mit einer (für Nintendo) neuen Idee gebracht hat.

ARMS ist eine Bereicherung für die Switch und bringt auf jeden Fall etwas mehr Abwechslung in das Lineup. ARMS kann alleine und mit bis zu 4 Spielern gespielt werden. Das Spiel unterstützt alle Modi der Switch. Am meisten Spaß macht es aber auf dem großen TV-Bildschirm mit 2 Spielern und Bewegungssteuerung.

Für weitere Details zum Spiel kann ich euch die Webseite zu ARMS empfehlen.

Nintendo Switch: Oceanhorn angespielt

Oceanhorn: Monster of Uncharted Seas werden viele, wenn nicht sogar die meisten von euch kennen. Das Spiel hat hier im Blog bereits sehr viel Aufmerksamkeit von uns bekommen. Unser erster Beitrag zum Spiel ist jetzt sogar bald 6 Jahre alt. Seit ein paar Tagen gibt es auch eine Switch-Version und die habe ich mir mal näher angeschaut. Irgendwie muss man sich die Zeit bis Oceanhorn 2 ja vertreiben.

Das Spiel für die Switch ist knapp 300 MB groß und kann für 15 Euro im eShop der Switch gekauft werden. Die Konsolenversion ist also ein bisschen teurer, als die iOS- und Android-Version, jedoch genauso teuer, wie die anderen Konsolenversionen und Oceanhorn für den PC. Man zahlt keinen Switch-Aufpreis.

Wer Oceanhorn schon kennt, der wird die 15 Euro vermutlich nicht zahlen wollen. Kann ich gut verstehen, würde ich vielleicht auch nicht. Bisher habe ich Oceanhorn jedoch noch nie auf einem großen Bildschirm mit Controller gespielt und das macht eindeutig Spaß. Ich kannte bisher nur die Version für iOS. Da ich aber keinen Apple TV 4 habe, war mir bis vor kurzem nur die iPad-Version bekannt.

Oceanhorn ist ein Spiel, bei dem ihr den Hauptcharakter „von oben“ seht und durch die Welt steuern müsst. Dabei gilt es Monster zu töten und Rätsel zu lösen. Diese sind anfangs einfach, doch es wird auch komplexer. Es gibt außerdem auch eine Story, die euch ein paar Stunden lang begleitet.

Bei Oceanhorn darf man jetzt natürlich nicht dem Umfang und die Komplexität von Zelda BOTW erwarten, aber für 15 Euro bekommt man hier ein sehr gutes Spiel im Zelda-Look. Die Parallelen sind auf jeden Fall vorhanden, Oceanhorn erinnert mich immer wieder stark an Zelda The Wind Waker.

Ich finde, dass sich der Kauf aber für Zelda- und Abenteuer-Fans lohnt, denn 15 Euro ist ein fairer Preis für so ein Spiel. Und einige von euch werden so langsam am Ende von Breath of the Wild angekommen sein, Oceanhorn ist da ein guter Tipp für die Sommermonate. Zwar lange nicht so umfangreich, aber dennoch unterhaltsam.

Allen, die das Spiel bisher noch nie gespielt haben, kann ich es empfehlen. Und falls eure Erfahrung schon eine Weile zurück liegt und ihr Oceanhorn nur in der ersten Version auf einem iPhone gespielt habt, dann kann es sich auch lohnen.

Was ich an dieser Stelle aber mal sagen muss: Die Switch besitzt die Möglichkeit für Demo-Versionen. Das wird aber, auch von Nintendo, leider viel zu selten genutzt. Im Fall von Oceanhorn würde sich eine Demo, welche zum Beispiel nur die erste Insel beinhaltet und somit knapp 30 Minuten geht, durchaus anbieten.

Machen wir es auch hier kurz: Ich mag Zelda und ich habe BOTW durch. Aktuell gibt es nicht viele Singleplayer- und Abenteuer-Spiele für die Switch. Oceanhorn ist hier für 15 Euro ein gutes Abenteuer für den Sommer. Teilt man es sich ein bisschen ein, dann wird man einen guten Monat beschäftigt sein. Von mir gibt es (vor allem für alle, die das Spiel noch nie gespielt haben) eine klare Kaufempfehlung.

Oceanhorn gibt es nur als digitalen Download im Nintendo Switch eShop.

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