PayPal Käuferschutz: Crowdfunding zukünftig ausgeschlossen

Zumindest in den USA sind Crowdfunding-Transaktionen zukünftig vom PayPal-Käuferschutz ausgenommen.

Der PayPal-Käuferschutz ist für gewöhnlich aus zwei Perspektiven zu betrachten. Während Käufer die Möglichkeit schätzen, bei Transaktionen abgesichert zu sein, werden auch ehrliche Verkäufer oftmals von Betrügern übers Ohr gehauen. Nachdem das ehemalige eBay-Unternehmen im letzten Jahr auch digitale Güter mit in die Käuferschutz-Richtlinie aufnahm, grenzt man andere Produkte nun davon aus.

Darauf weist man derzeit auf der amerikanischen Website hin, wo ab dem 25. Juni neue AGB in Kraft treten. Die Änderungen dort enthalten unter anderem folgende Artikel, welche neu vom Käuferschutz ausgenommen sind:

  • Payments on crowdfunding platforms
  • Anything purchased from or an amount paid to a government agency
  • Gambling, gaming and/or any other activity with an entry fee and a prize

Dabei erscheint vor allem der erste Punkt in der Liste interessant. Crowdfunding-Aktionen wie auf Kickstarter oder Indiegogo klingen zwar oft verlockend, bergen aber auch ein nicht zu unterschätzendes Risiko, am Ende weder Ware noch Rückerstattung zu erhalten. Eine Studie gibt die Zahl fehlgeschlagener Projekte bei Kickstarter mit neun Prozent an, in diesen Fällen machten Unterstützer wohl gerne vom PayPal-Schutz Gebrauch.

Damit ist zukünftig nun Schluss, zumindest im Heimatland des Zahlungsanbieters. Auszugehen ist aber davon, dass die Änderung auch in Deutschland angewandt wird, immerhin können die Projekte größtenteils weltweit unterstützt werden.

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