Roborock H6: Akku-Sauger im Test

Roborock H6 Akku Handstaubsauger Header

Vor ein paar Tagen ist der Roborock H6 Akku-Handstaubsauger bei mir eingetroffen und verrichtet seinen Dienst. Vorgestellt wurde der Roborock H6 auf der Consumer Electronics Show 2020. In diesem Artikel möchte ich nun meine Eindrücke zum Gerät und dem Zubehör aufs virtuelle Papier bringen.

Den Testbericht habe ich auch wieder in Form eines Videos vorbereitet. Wer möchte, kann sich also gern auch das folgende Bewegtbild ansehen. Für Freunde der Schriftform geht es direkt unter dem Video ganz normal weiter.

Roborock H6: Test als Video

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Roborock H6: Der Lieferumfang

Roborock H6 Akku Handstaubsauger Lieferumfang

Im Lieferumfang des Roborock H6 befindet sich der Akkusauger selbst, eine Fugendüse, eine Teppichbürste, eine Staubbürste, eine motorisierte Minibürste und ein Flexschlauch.

Roborock H6 Akku Handstaubsauger Lieferumfang 2

Dazu kommt noch ein Netzteil und eine Wandhalterung. Selbstverständlich gibt es auch noch das übliche Papierwerk, aber das benötigt man bei einem Staubsauger ja eigentlich nicht, oder?

Roborock H6: Zum Gerät selbst

Roborock H6 Akku Handstaubsauger Main

Der Sauger erinnert vom Konzept an die Mitbewerber von Dyson. So kann auch hier der kleinere Hauptteil separat mit den jeweiligen Bürsten aus dem Lieferumfang bestückt werden. Für den Boden, Staubweben an der Decke oder Ähnliches kann dann das rote Verlängerungsstück oder der flexible Schlauch zwischen Haupteinheit und Bürste/Düse gesteckt werden.

Aber fangen wir bei dem Hauptgerät an. Er wiegt nur 1,4 kg und ist damit absolut komfortabel auch bei größeren Schmutzflächen zu halten. Auf der Griff-Oberseite befindet sich ein kleines OLED-Display, welches die wichtigsten Infos, wie z. B. die Reinigungsstufe, Lock/Unlock und die Akkustärke nebst Restlaufzeit in der jeweiligen Stufe anzeigt.

Roborock H6 Akku Handstaubsauger Display

Der aufgesaugte Staub/Dreck kann mittels eines kleinen Hebels nach unten herausgelassen werden, ohne mit dem Dreck selbst in Berührung zu gelangen. Es gibt insgesamt zwei Filter, welche unter Wasser gereinigt werden können. Anschließend bitte 24 Stunden zur vollständigen Trocknung des Filters warten und die Filter wieder einsetzen – fertig.

Wie bei einer Pistole gibt es einen Auslöser, welcher mittels seitlich angebrachtem Knopf festgestellt werden kann. So muss der Knopf nicht die ganze Zeit gedrückt gehalten werden. Ein weiterer Knopf auf der Rückseite schaltet zwischen den verschiedenen Stufen des Roborock H6 durch.

Roborock H6: Das Zubehör

Mittels einfachem Verschluss-System können dann die verschiedenen Adapter aufgesetzt werden. Wie eingangs schon erwähnt, gibt es im Lieferumfang eine Fugendüse, eine Teppichbürste, eine Staubbürste, eine motorisierte Minibürste, einen flexiblen Verlängerungsschlauch und das Verlängerungsrohr.

Das komplette Zubehör kann schön praktisch an der ebenfalls im Lieferumfang befindlichen Lade- bzw. Wandhalterung verstaut werden. So hat man immer alles parat. Die Adapter werden mittels des gefederten Druckknopfes an- und abgenommen.

Der Akku des Roborock H6 schafft bis zu 90 Minuten im ECO-Modus. In der mittleren Stärkestufe hält er dann um die 40-50 Minuten und auf voller Stärke genügt die Energie für ca. 10 Minuten. Das reicht im Alltag für Härtefälle.

Normale arbeiten konnte ich problemlos auch auf der mittleren Stufe erledigen. Durch die Dockingstation ist der Akku bis zum nächsten Malheur wieder voll aufgeladen und der Sauger darf dann wieder alles geben. Auf der Herstellerseite wirbt Roborock übrigens noch damit, dass der Akku auch nach 600 Ladezyklen noch eine Kapazität von 85 % zur Verfügung stellt.

Die Power des Saugers wird mit 140 AirWatt angegeben. Hier kann ich leider keine Vergleichswerte bringen, aber in meinem Fall habe ich Katzenstreu problemlos saugen können und auch hartnäckige Katzenhaare auf Polstermöbeln ließen sich einfach entfernen. Das ist im oben eingebetteten Video in Bewegtbild zu sehen.

Wird die breite, antistatische Carbonfaserbürste genutzt, sorgt ein 50 Watt Motor mit bis zu 4000 U/Min für gute Reinigungskraft. Diese Bürste schaltet automatisch auf volle Stärke des Saugers, wenn ein Teppich erkannt wird. Schlappe 1100 Umdrehungen pro Minute bringt die kleinere Bürstenrolle aufs Papier.

Roborock H6: Mein Fazit

Alles in allem gefällt mir das System sehr gut. Die Lautstärke (72 dB) hält sich in Grenzen, der getestete Schmutz wurde prima aufgenommen und die Ladestation verstaut das Zubehör praktisch an einem Ort und man muss keine Schubladen danach durchwühlen.

Von der Verarbeitung her habe ich schon hochwertigere Geräte in den Händen gehalten, aber am Ende muss man vermutlich irgendwo Abstriche machen, um einen angenehmen Preis verlangen zu können.

Ein Akku-Handstaubsauger ist und bleibt seit dem Kobold VB100 in meinen Augen die ideale Ergänzung zu einem Saugroboter. Die Robosauger können Bauform bedingt oft nicht richtig in den Ecken saugen und bei Spinnweben oder dergleichen dürfte es ebenfalls sehr schwierig werden.

Also den Robosauger einfach täglich (je nach Haustieren und Verschmutzung) laufen lassen und mit dem Roborock H6 dann einfach ab und zu nach reinigen oder auch mal nur schnell ein bisschen Katzenhaare aus den Polstern holen.

Mit dem Akkusauger gibt es eben kein mühsames Kabel verlegen, den schweren alten Staubsauger rauskramen, sich aufregen, dass das Ding immer wieder umfällt, wenn man es durch die Wohnung zerrt, man das Kabel wieder umstecken muss, weil es zu kurz ist usw. Probiert es aus! :)

Im Handel ist der Roborock H6 ab Q2 2020 erhältlich. Die UVP beträgt laut letzten Informationen 399,- Euro. Damit liegt der Sauger deutlich unter der UVP des Kobold VB100 Akkusaguers und auch deutlich unter dem Preis des Dyson V11.

Wertung des Autors

Michael Meidl bewertet Roborock H6 mit 4.0 von 5 Punkten.


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