Samsung Galaxy Nexus: Unser erster Eindruck

Zum Thema Samsung Galaxy Nexus gab es in letzter Zeit hier im Blog jede Menge Beiträge, was in erster Linie daran lag, dass wir Autoren alle ziemlich heiß auf das Gerät waren. Oliver und ich hatten gestern bereits beim Media Markt Glück und wenn alles klappt, wird auch unser Michael heute mit dem Google-Smartphone versorgt.

Seit dem ich gestern via Twitter, Google+ und Co. den Kauf verkündet habe, hangelte es bis zum heutigen Morgen diverse Anfragen zu einem Testbericht. Fragen über Fragen und ja Leute, ich verstehe euch, aber ein Testbericht hat meines Erachtens nur Hand und Fuß, wenn man so ein Gerät mindestens eine Woche aktiv nutzt. Diverse tiefgründige Eindrücke und vor allem Schwachstellen zeigen sich nämlich meist erst bei der täglichen Nutzung.

Um euch die Zeit bis zu unserem großen Testbericht zu verkürzen, will ich aber dennoch meine ersten Eindrücke mit euch teilen. Zwar immer unter dem Vorbehalt, dass ich es erst seiten einem halben Tag nutze, aber zumindest mit einem gehörigen Stück persönliche Meinung. Ich selbst habe jetzt fast ein Jahr ein Nexus S genutzt, mit dem ich sehr zufrieden war.

Ausgepackt

Die Packung des Samsung Galaxy Nexus (siehe Bild) ist recht groß und länglich, im Inneren schlummern neben dem Gerät eine Kurzanleitung, ein Netzteil mit USB-Anschluss, ein In-Ear-Headset sowie ein USB-Kabel. Während ich beim Nexus S noch von einem recht langen USB-Kabel verwöhnt war, ist dieses leider etwas kürzer, was meinte Untertisch-Konstruktion für die Stromversorgung leider etwas benachteiligt. :D

Das schwarze Siegel an der Packung war verschlossen, an dem Gerät hat also keiner vor mir rumgefummelt, der Bootloader meines Geräts war beim ersten Einschalten dennoch entsperrt. Viele Nutzer, die gestern ihr Gerät gekauft haben, berichten von diesem „offenen Schloss“ beim Booten, mein Eindruck ist daher, dass bei sämtlichen Geräten, die es gerade bei Media Markt gibt, der Bootloader bereits offen ist.

Die Hardware weiß sofort zu überzeugen. Ich hätte mir es ehrlich gesagt sogar etwas größer vorgestellt. Es ist ca. 1 cm länger als ein Samsung Galaxy S2, durch die abgerundeten Ecken, wirkt es aber nicht viel größer. Die Rückseite ist leicht geriffelt, was einen guten Halt in der Hand ermöglicht. Der Akkudeckel ist genau wie beim Galaxy S2 sehr dünn, sitzt aber fest und lässt sich leicht entfernen sowie wieder befestigen. Die Tasten haben einen sehr guten Druckpunkt und sind deutlich besser als beim Nexus S, da sie einfach fester sitzen.

Generell weiß die Optik zu überzeugen. Ich fand das Nexus S optisch schon Hammer und das Galaxy Nexus ist jetzt im Grunde ein erwachsenes Nexus S. Gut gemacht Samsung!

Alle die zudem Angst haben, das Display könnte durch seine PenTile-Matrix nicht überzeugen, vergesst es! Der Screen ist geil! Die Farben sind satt, aber nicht ganz so satt, wie bei der Option „Dynamisch“ beim Galaxy S2. Die Schärfe ist unübertroffen, gerade im AMOLED-Bereich. Die automatische Helligkeit hat Google allerdings etwas arg dunkel eingestellt. Hier ging es wohl mehr um die Akkulaufzeit. Ich bin vollkommen zufrieden und erkenne Pixel wirklich nur mit der Makro-Aufnahme meiner Kamera (siehe Foto oben). Kurz gesagt: 720p FTW!

Angemacht

Android Ice Cream Sandwich ist im Grunde ein Thema für sich, denn es ist so heftig runderneuert worden, dass ich alle Details sicher noch gar nicht entdeckt habe. Es ist in Version 4.0.1 vorinstalliert, die Build-Nummer ist hier ITL41F. Da Google aktuell das Update für die Behebung des Lautstärkebugs ausliefert, welches den Build angeblich von ITL41D von ITL41F anheben soll, gehe ich davon aus, dass hier bereits der Fix eingespielt wurde. Ich habe heute morgen auch mal im 2G-Netz probiert eine Störung zu erzeugen, was mir nicht gelungen ist.

Die Einrichtung lief flott und gerade für Einsteiger wurden hier diverse Dinge verbessert. Nach dem man das Gerät mit seinem Google-Account verbunden hat, wird man durch die verschiedenen Bereich mit einer kleinen Hilfe geleitet. Die Optik ist trifft genau meinen Geschmack, wobei man sagen muss, dass sie doch eher männlich und an Honeycomb angelehnt daher kommt. In den ersten Minuten der Nutzung gab es das ein oder andere Stocken, was wohl an diversen Hintergrundprozessen bei der Einrichtung lag, jedenfalls haben die Google-Apps im Hintergrund erstmal kräftig gewerkelt und vor allem Daten gesaugt. Seit dem rennt das Teil geschmeidig ohne Ende.

Sämtliche Details zur Software folgen dann im großen Testbericht, im ersten Moment gefallen mir die vielen Details wie die Screenshotfunktion, Datenverbrauchsanzeige, die „Offline-Lesen“-Funktion im Browser, das Deinstallieren von Apps direkt aus dem Startmenü heraus, der Schnellzugriff für die Kamera vom Lockscreen aus, die flotte Galerie, der Kalender mit Multitouch-Zoom, die Teilen-Dialoge, welche nun deutlich schneller erreichbar sind oder die Kontakteverwaltung mit Anbindung an soziale Netzwerke bzw. Accounts.

Etwas meckern muss ich natürlich auch, denn aktuell wird mir nicht ein Update für die Google-Apps im Android Market angezeigt. Suche ich dann manuell nach z.B. der neuen Version von Google Maps, lässt sich diese aufgrund eines Paketfehlers nicht installieren. Warum das so ist oder wie man es beheben kann, weiß ich noch nicht, Tipps dafür bitte mal in die Kommentare packen. Update: Mit Root gibt es eine Lösung.

 

Kamera

Einiges an Kritik musste die Kamera des Samsung Galaxy Nexus einstecken, denn diese hat „nur“ 5 Megapixel (alle, die das stört mal hier lesen) und wäre nicht so gut, wie die vom Samsung Galaxy S2, an dem sich das Neuxs ja nun dauernd messen lassen muss. Ich bin von der Kamera des Nexus S recht verwöhnt, denn mit dieser war ich voll zufrieden.

Leider ist das Wetter hier ziemlich trüb, daher kann ich nicht sagen, wie die Bilder bei vollem Tageslicht werden. Gestern Abend habe ich ein paar Fotos mit Blitzlicht in meiner Wohnung geschossen und heute Morgen welche vom Balkon aus. Die mit Blitz gefallen mir fast besser, die Einschätzung der Qualität überlasse ich jedem von euch selber. Hier gibt es die Galerie bei Google+ oder …

[lightbutton link=“http://www.multiupload.com/X7KBA3EKO3″]Download Testaufnahmen in voller Auflösung[/lightbutton]

Der meines Erachtens viel wichtigere Punkt bei der Kamera ist das „Zero Shutter Lag“, was bedeutet, dass man beim Fotografieren im Grunde keine Verzögerung hat und das beste daran ist, das funktioniert auch mit Blitz. Einfach nacheinander „durchknippsen“, ohne Wartezeit. Davon bin ich schon recht beeindruckt und für Haustierbesitzer ist das sowieso toll. :) Verschiedene weitere Dinge wie Touch-Fokus oder der integrierte Videoeditor runden den Funktionsumfang ab.

Zusammenfassung

Das Samsung Galaxy Nexus übertrifft dem ersten Eindruck nach meine Erwartungen in einigen Bereichen deutlich, obwohl diese schon recht hoch waren. Die Geschwindigkeit des Gerätes ist Hammer, der Screen beeindruckend und die Form sowie Größe (für mich) voll im Rahmen. Wenn sich beim Dauertest keine großartigen Fehler bemerkbar machen, der Akku ähnlich so gut ist, wie der im Nexus S und die wenigen anfänglichen Software-Bugs beseitigt sind, ist es das nahezu perfekte Smartphone.

Ich denke ich habe genau die richtige Entscheidung getroffen nur noch „Google-Geräte“ zu kaufen, freue mich auf Updates direkt von Suchmaschinen-Riesen, auf den umfangreichen Test der nächsten Tage und ca. ein Jahr Nutzung bis zu meinem nächsten Nexus. ;)

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