Digitalisierung der ARD: Die Zukunft des Rundfunks wird geformt

Ard

Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben auf ihrer zweitägigen Sitzung in Bonn wichtige Beschlüsse für den Reformweg der ARD gefasst.

Ziel sei es demnach, „Effizienz und Exzellenz“ zu verbinden und durch mehr senderübergreifende Zusammenarbeit Ressourcen freizusetzen. Auf einige Angebote wird künftig verzichtet, um die frei werdenden Mittel für die digitale Transformation der ARD einzusetzen. Die ARD will ihre Inhalte digital so selbstverständlich anbieten wie linear.

Überarbeitung der ARD Audiothek

Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die umfassende Überarbeitung der ARD Audiothek. In der Audiothek sind bereits die regionalen Angebote aller ARD-Anstalten als Live-Radio sowie rund 100.000 Podcast-Episoden und Sendungen on demand verfügbar.

Die Intendantinnen und Intendanten der ARD haben beschlossen, mit der „ARD Audiothek Next“ eine zentrale ARD Audiothek für alles, was Audio ist, zu schaffen. Die Nutzer sollen künftig bequem und mit Zusatzfunktionen auf die Audioinhalte der ARD zugreifen können.

Social-Media-Portfolio wird verringert

Eine weitere Maßnahme zur Effizienzsteigerung betrifft das Social-Media-Portfolio der ARD. Derzeit umfasst das Angebot rund 800 Accounts auf unterschiedlichen Plattformen. Im Zuge des Reformprozesses wird in Kürze rund ein Viertel davon eingestellt, um journalistische Inhalte auf wenige starke Angebote zu konzentrieren und möglichst viele Menschen in Deutschland zu erreichen.

Beiträge aus den 31 ARD-Auslandsstudios werden künftig auf den Nachrichtenmarken tagesschau und Weltspiegel ausgestrahlt, um die Beiträge der Korrespondenten mehr Nutzern zugänglich zu machen. Darüber hinaus plant die ARD, ihr Angebot im Bereich der klassischen Musik künftig auch in Social Media in einer Themenwelt zu bündeln.

Streaming-Netzwerk mit dem ZDF

Ein weiterer Schritt in die digitale Zukunft der ARD ist die Weiterentwicklung des gemeinsamen Streaming-Netzwerks mit dem ZDF. Beide Partner greifen künftig automatisch auf die Bilder und Videos des jeweils anderen zu.

Durch diese Vernetzung soll die Nutzung der Mediatheken weiter verbessert werden, indem die Suche vereinfacht wird und die Nutzer schneller die Inhalte finden, die sie suchen. Die publizistische Vielfalt mit den beiden großen öffentlich-rechtlichen Anbietern soll dabei kaut ARD erhalten bleiben.

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