• Huawei begibt sich in den „Kampfmodus“

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    Am Montag wurde bekannt, dass die US-Regierung die Frist für Huawei um weitere 90 Tage verlängert. Allerdings bleibt Huawei eben auf der schwarzen Liste und nicht nur das, 40 weitere Geschäftszweige von Huawei landeten auch noch auf der Liste. Die Lage ist also weiterhin alles andere als entspannt.

    Huawei: Es geht um „Leben oder Tod“

    Ren Zhengfei meldete sich daraufhin mal wieder in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter und nutzte erneut eine militärische Ausdrucksweise. Es geht nun um „Leben oder Tot“ und Huawei befindet sich im „Kampfmodus“, so der Gründer von Huawei. Mitarbeiter sollen noch aggressiver arbeiten.

    If you cannot do the job, then make way for our tank to roll; And if you want to come on the battlefield, you can tie a rope around the ‘tank’ to pull it along, everyone needs this sort of determination!

    Das nenne ich doch mal eine Ansprache, doch der Druck von Zhengfei hat einen Grund. Die Zahlen im ersten Halbjahr sahen sehr gut aus, aber sie spiegeln nicht die aktuelle Situation wider. Es gab viele loyale Käufer in China, aber das war nur ein kurzer Augenblick, das zweite Halbjahr wird deutlich schwieriger.

    Huawei: Neue Armee dominiert die Welt

    Der Huawei-Gründer zeigt sich auch etwas optimistisch, denn man müsse nun viel in die Zukunft investieren, um unabhängiger zu werden. Es wird eine große Reorganisation geben und man will in 5 Jahren „die Welt dominieren“.

    In 3-5 years time, Huawei will be flowing with new blood. After we survive the most critical moment in history, a new army would be born. To do what? Dominate the world.

    Es sollte vielleicht mal jemand von der Marketingabteilung bei Zhengfei anklopfen und ihm den Hinweis geben, dass solche Aussagen auf dem internationalen Markt eventuell nicht so gut ankommen. Die Angst vor der Kontrolle aus China ist vorhanden und mit „die Welt dominieren“ macht man es nicht besser.

    Ineffiziente Manager werden nun entlassen und die Mitarbeiter von Huawei müssen dafür sorgen, dass offene Rechnungen rechtzeitig bezahlt werden, da sonst die Gefahr besteht, dass Huawei schon bald nicht mehr liquide ist.

    Das erste Quartal lief hervorragend für Huawei und im zweiten Quartal machte sich der US-Bann kaum bemerkbar, da es viel Support aus China gab. Doch aktuell scheint die Lage anders auszusehen, denn das positive Ergebnis aus dem ersten Halbjahr trügt. Ich bin mal auf die Quartalszahlen gespannt.

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