• Nach US-Bann: Huawei plant Reorganisation

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    Huawei zieht Konsequenzen aus dem US-Bann und möchte sich laut Bloomberg, die eine interne Memo von Huawei gesehen haben (wurde bestätigt), besser positionieren. In Zukunft soll das Unternehmen noch besser auf solche Fälle vorbereitet sein. Das heißt auch, dass man die Partnerschaft mit US-Unternehmen, auf die man nicht zwingen angewiesen ist, einstellen wird.

    Huawei: Langer und schmerzhafter Marsch

    Der Konsumentensparte steht ein „langer und schmerzhafter Marsch“ bevor und man muss nun eine „unbesiegbare Eisenarmee“ aufbauen, die beim Sieg hilft. Das ist zugegeben nicht die Ausdrucksweise, die man oft in westlichen Ländern hört und es erinnert an einen Ton, den man so eher vom Militär kennt.

    We have to complete an overhaul in harsh and difficult conditions, creating an invincible iron army that can help us achieve victory. We absolutely have to complete this re-organization within three to five years.

    Doch der Gründer Ren Zhengfei stammt aus diesem Umfeld und scheint diesen Ton für die Führung des Unternehmens behalten zu haben. Huawei hat einen guten Start ins neue Jahr hingelegt, das zweite Quartal war aber nur so gut, da man in China viel Unterstützung bekam und gut wachsen konnte.

    Aktuell steht man vor dem Problem, dass ab dem 19. August eigentlich Schluss ist und man nicht mehr mit US-Unternehmen kommunizieren darf. Das war die Frist, die man von der US-Regierung bekam, die wollen das nun mit Anträgen regeln – die aber aktuell nicht mehr untersucht werden (Handelskrieg).

    Kurz: Die Lage ist weiterhin offen und es sieht nicht so gut aus, daher hat Huawei das Zukunftsversprechen heute erneut über eine Pressemitteilung bestätigt.

    Huawei: HarmonyOS noch nicht bereit

    Huawei präsentierte diese Woche auch HarmonyOS, doch die Alternative für Android benötigt noch viel mehr Zeit, um flächendeckend zum Einsatz zu kommen. Man hat noch kein Ökosystem und muss dieses erst aufbauen.

    Zwei Kugeln haben bei diesem Angriff einen Öltank getroffen, so Zhengfei, was damit aber genau gemeint ist, sagt der Gründer in der Memo nicht. Der Angriff der US-Regierung hat Huawei aber hart getroffen und auch wenn das erste Halbjahr 2019 einen positiven Eindruck hinterließ, die harten Zeiten kommen jetzt vermutlich erst noch auf Huawei zu – sofern sich die Lage nicht klärt.

    Huawei Developer Conference 2019 (1)
    Huawei: HarmonyOS soll Android vorerst nicht ersetzen9. August 2019 JETZT LESEN →

    Die Zeit wird nun richtig knapp, in genau einer Woche läuft die Frist aus und ich bin gespannt, was bis dahin noch passiert. Es wird sicher die ein oder andere Meldung geben, denn nicht nur Huawei möchte weiterhin Geschäfte machen, auch die US-Partner wollen ihre Geschäftsbeziehungen nicht einstellen.

    Huawei hat sich in den letzten Monaten auf Platz 2 der Smartphone-Hersteller gekämpft und vor allem Google hat mit Sicherheit kein Interesse daran, dass man in Zukunft kein Android mehr nutzt. Es werden spannende Tage.

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