• Wir sind Huawei: Marketing-Aktion gestartet

    Huawei P30 Mate 20 Pro Header

    Huawei musste in den letzten Tagen viel einstecken und war von der Reaktion aus den USA sichtlich überrascht. Man hat zwar damit gerechnet, dass Trump früher oder später so reagieren und Huawei auf eine schwarze Liste setzen könnte, aber mit dieser Härte in so kurzer Zeit hat man vermutlich nicht gerechnet.

    Es hat ein paar Tage gedauert, doch nun hat man sich gesammelt und geht beim Marketing in die Offensive. Gestern gab es zum Beispiel eine internationale Pressemitteilung, in der man rechtliche Schritte nennt und die USA auffordert, mit dem negativen Marketing aufzuhören. Man wird aber auch selbst aktiv.

    Auf dem deutschen Account von Huawei habe ich gestern eine neue Kampagne gesehen, welche den Hashtag #WirSindHuawei besitzt. Passend zu diesem Tweet hat man auch ein Video veröffentlicht und die Tweets von @HuaweiFacts wurden mir diese Woche häufiger als Werbung auf Twitter angezeigt.

    Huawei: Mit jedem Tag wird der Schaden größer

    Man ist aktiv und teilt in erster Linie auch Beiträge von Medien, die gegen die USA und für das Ende der Sanktionen sind. All das dürfte Donald Trump aber wohl kaum umstimmen, denn ihm geht es bekanntlich um den Handelskrieg mit China. Beweise für das Sicherheitsrisiko wurden bis heute keine vorgelegt.

    Ob diese Marketing-Aktion ausreichen wird? Ich glaube es nicht, denn ein paar Werbetweets und Beiträge bei Facebook oder YouTube sind nicht schlecht und der Community-Gedanke ist gut, aber mit jedem Tag, der verstreicht, wird das Misstrauen der Nutzer größer und der langfristige Schaden steigt an.

    Huawei Mate 20 Pro Header

    Es sind nun fast zwei Wochen vergangen, seit dem Huawei auf der schwarzen Liste der USA gelandet ist und seit fast zwei Wochen muss man ohne Android-Lizenz und wichtige Partner auskommen. Updates gibt es bis zum 19. August, doch was passiert danach? Wechselt man im Sommer zum Ark OS?

    Das Problem ist nicht, dass man Huawei-Modelle momentan nicht ganz normal nutzen und mit Updates bestücken kann, das Problem ist die Ungewissheit. Es gab in den letzten Tagen keine Antwort auf die Frage: Wie geht es nun weiter?

    Huawei: Schafft man es ohne die Hilfe von China?

    Huawei selbst hat angedeutet, dass man es ohne die Hilfe von China lösen will, aber ist das möglich? Von alleine wird Trump wohl kaum einlenken, es bleibt nur der rechtliche Weg. Doch die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam und sollte man das Verfahren in den USA nicht beschleunigen können, dann gibt es erst im September eine Anhörung. Dieser Zeitraum wäre aber vermutlich das Ende.

    Ich bin gespannt, wie es weiter geht und hätte letzte Woche ehrlich gesagt damit gerechnet, dass ein Konter aus China kommt. Auf der anderen Seite finde ich es aber gut, dass man sich nicht auf das Niveau von Trump herablässt. Das Thema Huawei vs. USA wird uns noch eine Weile begleiten und ich bin gespannt, wie es endet. Mit so einer Entwicklung hätte ich im Januar 2018 nicht gerechnet.

    Knapp eineinhalb Jahre zieht sich das nun hin und so langsam spürt man auch in den sozialen Medien, Foren und Kommentaren bei Blogs und YouTube, dass die Nutzer zwar nicht unbedingt Huawei misstrauen, aber trotzdem eine Abneigung wächst. Viele warten nun, bevor sie sich ein Huawei-Smartphone kaufen.

    Dieser Höhepunkt könnte dafür sorgen, dass das gesetzte Ziel (2020 die neue Nummer 1 zu sein) vielleicht doch nicht mehr so leicht zu erreichen ist.

    Wir sind Huawei: Neue Marketing-Kampagne gestartet

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