• Huawei: Gründer hofft, dass China nicht politisch kontert

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    Huawei steht mittlerweile mit dem Rücken zur Wand und beim aktuellen Zustand kann man das Geschäft gerade so am Laufen halten. Man darf die Geräte noch drei Monate mit Hardware versorgen und hat laut eigenen Angaben auch genug Teile auf Lager, um für drei Monate produzieren und ausliefern zu können.

    Doch wie geht es danach ohne Android-Lizenz und US-Partner weiter? Darüber wird derzeit viel spekuliert, viele rechnen auch mit einer Antwort aus China. Die wird aber hoffentlich ausbleiben, so der Gründer Ren Zhengfei im Interview mit Bloomberg. Er wäre der erste, der dagegen protestiert.

    Es seit der falsche Weg, wenn China jetzt zum Beispiel Apple das Leben schwer machen und ihrem Geschäft schaden würde. Über die jüngste Aussage von Trump lacht Zhengfei, Huawei habe nichts mit dem Handelskrieg zwischen den USA und China zu tun. Trump gab an, dass man Huawei von der schwarzen Liste nehmen könnte, wenn sich die USA und China einigen.

    Huawei: Wir sind technisch überlegen

    Einen Anruf von Trump würde Zhengfei auf jeden Fall ignorieren und er liest auch regelmäßig seine Tweets, hält sie aber für widersprüchlich. Es sei einer Reaktion der US-Regierung, da Huawei gerade extrem stark wächst und Technologien besitzt, die man in den USA nicht vorweisen kann.

    Vielleicht ist das auch der Grund, warum sich China bisher so ruhig verhalten hat, immerhin ist Huawei jetzt seit über einer Woche auf der schwarzen Liste und seit letzter Woche ohne wichtige Partner unterwegs. Aktuell kann man wie bisher weiter machen, aber jeder weitere Tag schadet auch dem Ruf.

    Huawei P30 Mate 20 Pro Header

    Huawei wird nun „alles unternehmen, um zu überleben“, aber eine klare Antwort auf die nächsten Schritte gab es auch am Wochenende nicht. Zhengfei versuchte sich im Interview gelassen zu geben, doch für einen kurzen Moment war der Ärger über die aktuelle Situation dann doch zu spüren:

    The U.S. has never bought products from us. Even if the U.S. wants to buy our products in the future, I may not sell to them. There’s no need for a negotiation.

    Huawei hat sich schon seit ZTE auf so ein Szenario vorbereitet, doch sicher nicht damit gerechnet, dass es jetzt so schnell passiert und hart ausfällt. Immerhin hat man nun ein neues Honor-Flaggschiff vorgestellt, was man gar nicht verkaufen darf. Langfristig schadet Trump damit dem US-Markt.

    Huawei und jedes andere Unternehmen aus China werden spätestens nach diesem Szenario alles tun, um in ein paar Jahren unabhängig zu sein.

    Die Situation bleibt aber weiterhin spannend, denn die US-Regierung hat nicht angedeutet, dass man nachgibt und in China schweigt man. Huawei selbst hält sich mit konkreten Aussagen ebenfalls stark zurück. Wir wissen nicht, was hinter verschlossenen Türen passiert und geplant wird.

    Doch mit jedem Tag, an dem Medien über Huawei berichten und in denen die Meldung die Runde macht, dass man wohl bald keine Android-Updates mehr bekommt, werden weniger Einheiten verkauft. Der Ruf von Huawei dürfte nach der letzten Woche einen ordentlichen Knacks bekommen haben. Ich bin gespannt, ob wir diese Woche eine Lösung für die aktuelle Situation sehen werden.

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