Huawei kämpft ums Überleben

Huawei P40 Pro Plus Front

Huawei hat mit einem „starken Druck“ zu kämpfen und steht laut eigenen Angaben vor „signifikanten Herausforderungen“. Bei den Quartalszahlen gab man zwar an, dass man den Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal steigern konnte, doch die Pressemitteilung von Huawei liest sich alles andere, als positiv.

Die ersten drei Quartale liefen wie erwartet ab, doch das vierte Quartal wird eine unerwartete Schwierigkeit mitbringen (die man nicht direkt anspricht): Es gibt nun keine Chips mehr für Huawei, das TSMC nicht mehr für Huawei produziert.

Grund: Die US-Regierung verbietet Unternehmen, die geistiges US-Eigentum nutzen, die Zusammenarbeit mit Huawei. Ohne Google ist eine Sache, ohne Kirin-Chips geht aber nicht, da man die nicht einfach selbst produzieren kann.

Huawei kämpft ums Überleben

Man „tut sein Bestes“ und „will Lösungen suchen, um zu überleben“. Das Wort „survive“ findet man nicht oft in einer Pressemitteilung, in der man ein paar Zeilen vorher verkündet hat, dass man den Umsatz steigern konnte. Huawei scheint nun ums Überleben zu kämpfen, diese Maßnahme hat das Unternehmen getroffen.

The company continues to do its best to find solutions, survive and forge forward, and fulfill its obligations to customers and suppliers.

Wie geht es nun weiter? Wir wissen es auch nicht, werden euch da aber vielleicht bald mehr Details für Europa liefern können. Huawei will sich nun jedenfalls auf AI, Cloud und 5G konzentrieren. Vor allem der 5G-Ausbau, auch wenn man hier und da davon ausgeschlossen ist, dürfte eine gute Einnahmequelle bleiben.

Huawei Mate 40 Pro Header

Doch das Geschäft mit Privatkunden (außerhalb von China) steht bei Huawei im Moment auf dem Spiel. Das zeigt auch, dass von der kommenden Mate-Reihe nur noch ein Modell für 1200 Euro zu uns kommen wird. In der Vergangenheit waren das mal gerne drei Modelle, darunter auch Modelle für die breite Masse.

Als Huawei auf die Google-Dienste verzichten musste, war ich kritisch, doch der Support aus China hat ihnen geholfen. Ohne Kirin-Chips dürfte es aber eigentlich unmöglich sein. Ich wüsste jetzt jedenfalls nicht, wie Huawei da auf die Schnelle eine Lösung finden kann – das wird 2021 sicher ein spannendes Thema sein.

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Huawei Freebuds Pro Header

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