Keine elektrische A-Klasse? Mercedes-Benz setzt mehr auf Luxus

Mercedes Benz A Klasse Header

Anfang des Jahres haben wir erfahren, dass Mercedes-Benz die A-Klasse in ersten Märkten streicht. Im Rahmen der Future of the Car Summit hat Ola Källenius jetzt angedeutet, dass wir so ein Modell auch nicht als Elektroauto sehen werden.

Mercedes-Benz will Portfolio nach oben ausbauen

Kommende Woche wird es mehr Details geben, aber der Chef von Mercedes hat klargemacht, dass man kein Volumenhersteller mehr sein möchte. Man würde das Portfolio mit der Elektromobilität lieber nach oben und nicht unten ausbauen.

Wir werden nächste Woche mehr darüber sprechen, aber es ist nicht unser Ziel, ein Konkurrent der Volumenhersteller zu sein. Das ist nicht das, wofür die Marke Mercedes-Benz steht. Bleiben Sie also dran, was unser Produktportfolio angeht. Aber wir würden lieber nach oben als nach unten schauen.

Die Pandemie und Chipkrise haben dafür gesorgt, dass sich Mercedes auf die hochpreisigen Autos konzentriert hat. Dadurch wurde der Gewinn gesteigert und diese Strategie möchte man jetzt beibehalten, um noch profitabler zu werden.

Mercedes Benz Eqs Heck

Ich habe in den letzten Monaten auch mit zwei Mitarbeitern von Mercedes-Benz gesprochen, die bestätigt haben, dass der Fokus von Ola Källenius jetzt komplett auf „Luxus“ liegt. Und kompakte Autos haben oft eine zu geringe Gewinnmarge.

Mercedes ist damit übrigens nicht alleine, auch bei Audi geht man derzeit in diese Richtung. Man hat den Eindruck, dass sich die deutschen Premium-Hersteller mit dem Wandel der Branche mehr auf Premium und weniger auf Masse fokussieren.

Ein riskanter Weg im Wandel der Branche

Man muss meiner Meinung nach nur aufpassen, dass man nicht in ein Extrem bei dieser Entwicklung abdriftet. Denn das Geld wird in Zukunft nicht nur mit dem Verkauf von Autos, sondern auch mit Software verdient. Apple hat seine Strategie beim iPhone damals auch geändert, da der Gewinn mit Services viel größer ist.

Man kann also mittlerweile ein iPhone in vielen Preisklassen kaufen, denn es ist lukrativer, wenn die Nutzer dann iCloud, TV+ und Co. buchen. Dieser Trend wird irgendwann auch bei Autos kommen und da sollte Mercedes aufpassen, dass man dann nicht nur ein paar teure EQS-Modelle im Portfolio hat, die kaum einer kauft.

Mercedes Amg Eqs Front

Ein EQS mag im ersten Moment eine tolle Gewinnmarge haben, langfristig kann man aber in Zukunft mit einer größeren A-Klasse-Flotte mehr Geld verdienen.

Ich sehe die neue Strategie von Mercedes jedenfalls nicht nur positiv und glaube, dass der Blick auf die höheren Gewinnmargen zu kurzfristig gedacht ist. Aber wir werden sehen, wie sich der Markt entwickelt, es sind sehr spannende Zeiten.

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  1. Philipp 🏅

    Mit einem günstigen Einstieg kann man halt auch Kunden binden die sich später eventuell Mal ein teureres Modell leisten möchten.
    Aber Kurzsichtigkeit ist ja die Kernkompetenzen der deutschen Automobilindustrie.

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