Netflix könnte eine falsche Entscheidung getroffen haben

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Es gibt zwei Möglichkeiten, wenn man angeschlagen ist: Aufstehen, investieren und ein Risiko eingehen. Oder man reduziert alles und versucht aus dem, was man hat, mehr herauszuholen. Der zweite Weg kann aber langfristig der falsche Weg sein.

Netflix ist angeschlagen und rechnet in diesem Quartal mit einem weiteren und noch größeren Einbruch bei den Nutzern. Daher gibt es Preiserhöhungen, ein Abo mit Werbung (dauert noch) und man versucht gegen Account-Sharing vorzugehen.

Netflix versucht Kosten zu senken

Was ich bisher nicht gehört habe: Investitionen. Ganz im Gegenteil, denn Netflix hat bestätigt, dass „Netflix Original Animations“ verkleinert wurde. Das ist die Sparte, die sich um animierte Inhalte (u.a. auch für Familien und Kinder) gekümmert hat.

Die wurde schon länger kritischer begutachtet, jetzt hat man sie verkleinert und viele Projekte eingestellt und Mitarbeiter entlassen. Man hat diesen Bereich schon vorher stiefmütterlich behandelt, jetzt fährt Netflix ihn auf ein Minimum zurück.

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Ich habe am Wochenende in einem Kommentar geschrieben, dass Netflix meiner Meinung nach ein Problem hat. Und genau sowas sehe ich kritisch. Man versucht gleichzeitig zu sparen, die Qualität sinkt und man wird dennoch immer teurer.

Netflix läuft Gefahr, dass man zu viel von dem produziert, was geschaut wird und was einen Hype erlebt. Experimente werden zurückgefahren und auch die kleineren Zielgruppen ignoriert. Das könnte langfristig ein Teufelskreis für Netflix werden.

Die Konkurrenz wird immer größer

Während man vor ein paar Jahren nämlich kaum Konkurrenz hatte, so gibt es jetzt Amazon Prime Video, Disney+, Apple TV+, HBO Max, Sky, Paramount+ und wie sie alle heißen. Mit den neuen Preisen bekommt man mittlerweile drei Abos von der Konkurrenz, wenn man Netflix in 4K schauen möchte. Lohnt sich das dann noch?

Früher konnte Netflix viel experimentieren und es war am Ende egal, ob das den Nutzern passt. Man hat viel eingekauft und es gab kaum Alternativen. Ich bleibe bei meiner Meinung vom Dezember 2021: Die große Auswahl der Streamingdienste ist anstrengend, aber wichtig. Und Netflix ist gerade das Paradebeispiel für mich.

Das Sparprogramm war jedenfalls die falsche Entscheidung von Netflix und es animiert (Wortwitz gewollt) mich nicht dazu, dass ich das Abo wieder aufnehme.

Das seht ihr im Mai 2022 bei Netflix

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Der Online-Videoservice Netflix hat aktuell seine Mai-Neuheiten 2022 verkündet. Bei uns bekommt ihr wie üblich einen Überblick über die Neuzugänge. Netflix verliert nicht nur erstmals Nutzer, sondern füllt natürlich auch im kommenden Mai wieder sein Video-on-Demand-Archiv mit neuen Serien und…21. April 2022 JETZT LESEN →


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Bitte bleibe freundlich.

  1. Roberto 🌟

    Mein Problem mit Netflix ist auch, dass viel zu viele Schrott-Serien produziert werden. Ja, so deutlich muss man das sagen. Lieber nur 1/4 an Content, aber dafür guten. Und die Netflix-Filme sind wirklich nicht gut gemacht. Für das viele Geld kommt nur Durchschnitt raus.

    Man denke nur an Red Notice und die restlichen Filme mit Ryan Reynolds dort. Kein einziger ist mir im Gedächtnis geblieben. Alle langweilig und ohne wirkliches Drehbuch. Am besten sollte Netflix das Filmemachen ganz einstellen und sich auf wenige, aber gut gemachte Serien konzentrieren.

    Zudem ist der Preis zu hoch. Es sollte ein 10 Euro-Abo für 1 Stream geben, aber trotzdem mit 4K, DV und DA. Nicht jeder braucht 4 Streams gleichzeitig oder macht illegales Abo-Sharing oder VPN über die Türkei.

    Die "braven" Abonnenten sind aktuell die Dummen. Deshalb hätte ich auch nichts dagegen, wenn Netflix einfach Pleite gehen würde. Diese Dekadenz sollte bestraft werden.

  2. DeziByte ☀️

    Ich hatte bisher nur 3 Mal ein Probeabo und auch das ist schon mind. 2 Jahre her. Aber selbst damals fand ich nicht, dass das Angebot mit Qualität überzeugt. Ein paar wenige gute Serien rechtfertigen den Preis für mich nicht im Geringsten. Die Hälfte mit allem drum und dran wäre noch in Ordnung gewesen. Damals! Heute sind alle anderen günstiger, teils erheblich, daher wären selbst 10 Euro schon grenzwertig.
    Schon vor Jahren habe ich prophezeit, dass Netflix als erster Streaminganbieter den Bach runter geht, könnte tatsächlich so kommen. Wäre ich nicht böse drum! Eigenproduktionen taugen so gut wie nie etwas und der Rest der gut ist, ist eingekauft, könnte man also auch wo anders gucken.

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