Opel Rocks-e wird zur „Werkfeuerwehr“

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Opel hatte im August 2021 sein erstes „Sustainable Urban Mobility“ (SUM) präsentiert. Das ist im Grunde ein Citroën Ami, der als Elektrofahrzeug für die Stadt dienen soll. Nun zeigt man das Fahrzeug als „Werkfeuerwehr“-Unikat.

Bei der Opel-Werkfeuerwehr in Rüsselsheim hat ein Opel Rocks-e seinen Dienst angetreten. Er ist rot foliert und mit Sondersignalanlage, Frontblitzer sowie Notrufnummern versehen. Dazu ist der kleine Stromer mit allem ausgestattet, was es für Einsätze auf dem Rüsselsheimer Werksgelände braucht.

Unter dem Beifahrersitz und im Fußraum ist Platz für Werkzeug. So rückt das emissionsfreie Leichtkraftfahrzeug im Feuerwehrdress aus, um beispielsweise auf dem 1,9 Quadratkilometer großen Gelände Feuerlöscher zu überprüfen. Zudem heißt es:

Der einzigartige Umbau des Rocks-e für die Rüsselsheimer Werkfeuerwehr ist als Gemeinschaftsarbeit von Feuerwehrmitarbeitern, Kollegen der Vorausentwicklung und von OSV (Opel Special Vehicles) entstanden. Mit diesem Unikat zeigt Opel einmal mehr, wie vielfältig die Einsatzmöglichkeiten des innovativen City-Stromers sind.

Der Rocks-e soll darüber hinaus als Opel Rocks-e KARGO schon „bald“ als Lieferfahrzeug erhältlich sein.

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Der City-Stromer bietet Elektromobilität für Jugendliche mit Führerschein AM – und das geschützt vor Wind und Wetter. Die „Elektro-Knutschkugel“ kann man ab 7.990 Euro (alle Preise UPE inkl. MwSt.) ordern. Wer die beste Ausstattung „Klub“ möchte, der muss 8.790 Euro hinlegen. Was erstmal ganz nett klingt, scheitert in meinen Augen leider an einem entscheidenden Punkt: der Höchstgeschwindigkeit.

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Da der 2,41 Meter kurze, 1,39 Meter (ohne Außenspiegel) breite und (inkl. Traktionsbatterie) 471 Kilogramm leichte Opel Rocks-e offiziell als Leichtkraftfahrzeug eingestuft wird, dürfen ihn bereits Jugendliche ab 15 Jahre mit Führerscheinklasse AM fahren. 2021 ist eine entsprechende Novellierung in Kraft getreten, sodass diese Regelung jetzt bundesweit gilt.

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Der smarte Elektroeinsteiger bietet eine Reichweite von bis zu 75 Kilometern gemäß WLTP, die sich mit – und hier ist das Problem – bis zu 45 km/h zurücklegen lassen. Sicher lassen sich damit innerstädtische Kurzstrecken zurücklegen, ein „Mitschwimmen“ im fließenden Verkehr dürfte so aber nicht immer möglich sein.

Das kleine Fahrzeug steht auf 14-Zoll-Rädern und bietet einen Wendekreis von 7,20 Meter.

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Die 5,5 kWh-Batterie des Opel Rocks-e kann in rund 3,5 Stunden zu 100 Prozent über jede gewöhnliche Haushaltssteckdose wieder aufgeladen werden. Das dazugehörige drei Meter lange Ladekabel ist fest im SUM untergebracht und wird bei Bedarf aus der Beifahrertür gezogen. Zum Stromtanken an einer öffentlichen Ladesäule bietet Opel einen Adapter an.

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Bitte bleibe freundlich.

  1. Philipp 🎖

    Viel schlimmer als die 45 km/h, ist die unbeschreibliche Hässlichkeit dieses Fahrzeugs.

    1. Christian ☀️

      Ich verstehe immer nie, weshalb das Max-Tempo bei den Fahrzeugen bemängelt wird. Und jetzt kommt mir nicht: Dort wo maximal 50 km/h angegeben werden, müssen auch 50 gefahren werden. Kein neuer Roller darf schneller als 45 km/h fahren (das bedürfe ja außerdem einer andere Führerscheinklasse), kein Radfahrer fährt in der Regel schneller als 30 Stundenkilometer.

      Darum: Weshalb wird sich in dieser Republik immer und immer wieder an diesem Wert aufgegeilt?

      1. Keks mit Ecke ☀️

        Weil du ob mit Roller oder einem Aixam oder eben dem Opel Rocks-e ein fahrendes Hindernis bist. Wenn die Dinger 50kmh fahren würden, dann kann man im Verkehr mitschwimmen. Genauso dämlich ist die 25km/h Grenze, da kann man nicht im 30er Verkehr mitschwimmen.

        1. Christian ☀️

          Immer dieses Argument man muss mit dem Verkehr mitschwimmen. In kaum einer größeren Stadt spielt es eine Rolle, wie man da mitschwimmt. Da geht es dann doch schon eher um die Beschleunigung und Drehmoment.

          Finde den Fehler: Wenn viele meinen 50 zu fahren, dann fahren sie doch sowieso schon zu schnell, nämlich an der Toleranz. Da kann man dann immer wieder höher und weiter argumentieren. "Der ist zwar schnell, aber ich kann schneller sein." – Ist keine Argumentationsgrundlage.

          Außerdem ist mit der Argumentation jeder Rollerfahrer (zumal dieselbe Führerscheinklasse) und Radfahrer ein "Verkehrshindernis".

          Leute, kommt mal von eurem hohen Ross herunter, die Regeln sind wie sie sind und verinnerlicht euch mal wieder den § 1 StVO.

          1. Lars L. 👋

            So ist es aber. Früher durften die Mopeds und Roller ja auch 50 fahren, bis ein Genie meinte 45 wäre bestimmt viel besser. Damit ist man eben ein Hindernis und viel mehr gefährdet, als wenn man mitschwimmt. Bei 125ern ist komischerweise auch nicht bei 90 Schluss sondern im Normalfall bei 110, weil ich damit eben auf der Landstraße nicht andauernd überholt werden muss.

        2. Christian ☀️

          Immer dieses Argument man muss mit dem Verkehr mitschwimmen. In kaum einer größeren Stadt spielt es eine Rolle, wie man da mitschwimmt. Da geht es dann doch schon eher um die Beschleunigung und Drehmoment.

          Finde den Fehler: Wenn viele meinen 50 zu fahren, dann fahren sie doch sowieso schon zu schnell, nämlich an der Toleranz. Da kann man dann immer wieder höher und weiter argumentieren. "Der ist zwar schnell, aber ich kann schneller sein." – Ist keine Argumentationsgrundlage.

          Außerdem ist mit der Argumentation jeder Rollerfahrer (zumal dieselbe Führerscheinklasse) und Radfahrer ein "Verkehrshindernis".

          Leute, kommt mal von eurem hohen Ross herunter, die Regeln sind wie sie sind und verinnerlicht euch mal wieder den § 1 StVO.

          1. Keks mit Ecke ☀️

            Immer dieses Argument, dass man in einer größeren Stadt nicht im Verkehr mitschwimmen kann.
            Komm du doch mal von deinem hohen Ross runter. Hier wird vernünftig argumentiert. Bist bestimmt der Spaß auf jeder Party in dem du darauf hinweist, dass ab 22 Uhr die Musik leiser gedreht werden muss.

            PS: Das letzte ist ein Vergleich für dieses Korinthenkackergelaber mit "mimimi 50 km/h da fährt keiner 50 km/h". Meine Güte, es ist einfach so dass langsame Verkehrsteilnehmer den Fluss ausbremsen. Ob das jetzt auch noch durch mehr 45 km/h Fahrzeuge passieren soll ist fragwürdig. Bin auf eine Gesetztanpassung. 45km/h Grenze zu 50 und die 25 km/h Grenze auf 30 (auch für Pedelecs, S-Pedelecs sind dann ja beim anderen drin).

            Over and out, ich geh jetzt die Sonne genießen :*

            1. Christian ☀️

              Dann schau dir mal die durchschnittliche Geschwindigkeit in den Städten an: alles zwischen 17 und 28 Stundenkilometern. Somit nicht einmal über 30.

              Von mir aus kann du meine Musik auch moch vier Nachts noch hören. ;) Darf ich dein Nachbar werden?

      2. Detlev Beining 👋

        was für eine Scheiße… wer 45 fährt ist definitiv ein Hinderniss. 45 heißt oft 40 in der Realität bei 50 fahren die meisten ja schon nur 45… also ich verbringe meine zeit lieber zuhause als im Auto von doofen Radfahrern und sonstigen Hindernissen unnötig aufgehalten zu werden.

  2. Martin 🌟

    Ich hätte nie gedacht, mal ein hässlicheres Auto als den Fiat Multipla zu sehen…

  3. CullenTrey 🪴

    Habe die Kiste am Wochenende in natura sehen müssen …
    Die gesammte Außenhülle ist anscheinden (Recycling-) Plastik-Spritzguss. Und das mit absoluter Offensichtlichkeit. Somit wirkit die Kiste neben ihrer optisch fragwürdigen Ansicht auch noch absolut billig und verspielt sofort jedes Vertrauen an Verkehrssicherheit und Insassenschutz.

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