Renault will gegen Verbrenner-Verbot ab 2035 in Europa ankämpfen

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Viele Autohersteller haben sich mittlerweile festgelegt und ihre rein elektrische Zukunft präsentiert. Und auch in der EU wird das Ende gegen 2035 kommen.

Renault hat sich zwar auch im Rahmen der IAA für neue Elektroautos feiern lassen, will aber gleichzeitig gegen diesen Schritt ankämpfen. Gegenüber Auto Express hat Gilles Leborgne von Renault betont, dass man diese Meinung derzeit nicht teilt.

Renault will Verbrenner-Verbot ab 2040

Reine Verbrenner muss es zwar nicht mehr geben, aber Renault ist der Meinung, dass Hybrid-Modelle auch nach 2035 eine Zukunft haben sollten. Für immer? Nein, das auch nicht, man denkt bei Renault eher über ein Aus im Jahr 2040 nach.

Wobei Gilles Leborgne da weniger über die eigene Kernmarke nachdenkt, sondern über andere Marken wie Dacia. Hier wird es schwierig bis zum Jahr 2035 komplett umzusteigen und dennoch die günstigen Preise bei den Autos zu halten.

Dacia Spring Electric Front

Bei Renault denkt man also in erster Linie an die eigenen Interessen und den finanziellen Erfolg der anderen Marken. Logische Gründe für das Klima gibt es nicht, die 5 zusätzlichen Jahre sollen Renault nur mehr Zeit verschaffen.

Im Interview hat Gilles Leborgne betont, dass er nicht gegen die rein elektrische Zukunft ist, man wünscht sich nur mehr Zeit und will dafür kämpfen. Das Problem an dieser Sache: Das Klima hat diese Zeit nicht und die Konkurrenz wird Renault diese Zeit auch nicht lassen – die Regelung der EU ist eigentlich nur Formsache.

Selbst die Volkswagen AG will sich ab 2035 vom Verbrenner trennen.

Mercedes-Benz: Kein Fokus auf Plug-in-Hybride

Mercedes Amg Gt 63 S E Performance Header

Aktuell verkauft man bei Mercedes-Benz noch sehr viele Plug-in-Hybride, was auch daran liegt, dass diese (meiner Meinung nach) viel zu hoch gefördert werden. Doch eine Zukunft hat diese Technologie nicht, daher fließt kein Geld mehr rein. Mercedes-Benz: Wichtig, aber nur…7. September 2021 JETZT LESEN →


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Bitte bleibe freundlich.

  1. tobbers sagt:

    Der Markt regelt na klar ?

    1. Philipp Stadler sagt:

      Renault wird schon sehen, wer 2035 noch freiwillig einen Verbrenner kauft.

      1. Denis sagt:

        Ich würde es machen.
        ?
        Gerade der Umwelt zuliebe ??

        1. René H. sagt:

          Es gibt ja tatsächlich immer noch Leute, die meinen das ernst. ?

          1. Denis sagt:

            Ja wieso nicht? Wer will sich den anmaßen darüber zu entscheiden wollen was mir persönlich gefällt?
            Ich gehöre zu den Leuten den das Hear&Feel von Verbrennern (und ja, das können auch efuels, Autogas etc sein) deutlich wichtiger ist, als das reine von A nach B kommen.

            Gibt auch Leute die essen (angeblich) freiwillig und gerne Lakritze/Tofu oder was weiß ich. Why not?! ?‍♂️

            Wären alle in ihren Vorlieben/Meinungen gleich wäre die Welt ganz sehr grau ?

            1. Luzius Albin sagt:

              Hear&Feel rettet aber die Umwelt nicht.

              Wenn dein Lieblingsessen (offensichtlich nicht Tofu) nach ein paar Jahren Verzehr krebserregend wäre, aber immer noch gut aussieht und riecht – würdest du dich wohl auch nach einer Alternative umsehen, oder? ;)

              1. René H. sagt:

                @Luzius Albin:
                Es gibt genug Menschen, die auch dann nicht aufhören können oder wollen.

                1. Luzius Albin sagt:

                  stimmt.

              2. Denis sagt:

                Mag zwar stimmen. Aber gerade wenn es um die Umwelt geht, sollte man doch ein gewisses Kosten/Nutzungsverhältnis betrachten.
                Konkret diese Variable nach Größe sortieren und dann Maßnahmen erreichen.

                Die aktuelle Abholzung des Regenwaldes ist viel schlimmer und hat einen größeren Impact auf die Umwelt als unsere Verbrenner Autos in DE/EU.

                Gewisse Industriezweige, haben einen deutlich höheren CO2 Ausstoß, Schifffahrt etc etc.
                Wir sparen CO2 Zertifikate ein um diese an China zu verkloppen deren Industrie weiter wächst und Jahr für Jahr mehr CO2 ausstößt?! Super!

                Bitte, lasst und als Deutschland doch auf 100% CO2 neutral kommen! Denkt sich das Weltklima trotzdem "so what?!".

                Wer an den Stromzaun pinkelt muss sich auch nicht über nen Schlag wundern, auch wenn er versucht salzarme Nahrung zu sich nehmen. ?‍♂️

                Und immer dieses leidige Argument "irgendwo muss man anfangen, besser als nichts…Blabla".
                Stimmt, macht aber dir Situation nicht besser.
                Im Gegenteil, das ist eigentlich nur eine Ausrede um der Industrie/Politik weiterhin freien Lauf zu lassen unter Zuhilfenahme unnötiger Gängelung der Verbraucher.

                Lasst uns Strohhälme aus Kunststoff verbieten, Alternativen für Clubs/Bars etc kaum oder schlecht umsetzbar.
                Aber Hauptsache die Micro SD ist mit 30x so viel Plastik verpackt.

                Diese ganze Sache, wie auch mit den Elektroautos, ist soooo verdammt heuchlerisch, das man ? könnte.
                Einfach Mal drüber nachdenken ?

                1. Thomas sagt:

                  Die Abholzung des Amazonas Regenwaldes unter Bolsonaro bereitet mir auch größte Kopfschmerzen. Ich kann hier nicht viel dagegen tun, aber deswegen schmeiße ich meine leeren Bierdosen nicht deprimiert auf die Straße.

                2. Arjoma sagt:

                  Zum Thema "Wieso sollte Deutschland irgendwas tun, bringt ja eh kaum was, gibt ja auch andere Länder…" lege ich folgenden Artikel ans Herz:
                  https://graslutscher.de/warum-aber-china-und-deutschland-alleine-kann-nicht-die-welt-retten-keine-guten-argumente-sind

                  Zitat daraus:

                  "Die Message ist einleuchtend: Wie soll so ein geringer Teil allein jemals einen nennenswerten Unterschied machen?

                  Der Witz an der Sache: Niemand hat das jemals gefordert. Niemand aus der Politik, niemand aus der Forschung und niemand aus der Klimabubble, weil es schlicht grober Unfug wäre. Deutschland selbst hat nun mal das Klimaabkommen von Paris ratifiziert und ist nun Teil eines Teams aus 195 Staaten, die alle ihren eigenen Teil zur Lösung beitragen müssen. Mit diesem Detail im Hinterkopf wirkt die ganze Erwiderung auf mich eher so, als wenn eine Dozentin ihren 195 Studis eine Gruppenarbeit auf den Weg gibt, sich alle geeinigt haben, wer welchen Teil erledigt, und ein Student dennoch mit verschränkten Armen im Türrahmen steht und sagt „Wieso soll ich die Arbeit denn ganz allein schreiben??“

                  Man möchte ihm zurufen: „Sollst du nicht, das ist eine TEAM-Arbeit!“, den Duden-Artikel zu „Team“ ausdrucken und ihm zusammen mit etwas Apfelmus ins Gesicht reiben. Wenn sich nach einer Party alle WG-Bewohner:innen einigen, zusammen den Müll wegzuräumen, aber Bernd den anderen altklug vorrechnet, dass sein Zimmer nur 15 Prozent der gesamten Wohnung ausmache und er deswegen nicht die ganze Wohnung in Ordnung bringen könne, wäre diese durchsichtige Strategie vermutlich zum Scheitern verurteilt. Bei der Klimafrage haben die Bernds dieser Welt schlicht den rhetorischen Vorteil, dass ein Team aus 195 Mitgliedern viel unübersichtlicher ist bzw. der Anteil jedes einzelnen Mitglieds unscheinbar klein wirkt."

                  Und es ist ja eben keineswegs so, dass andere Länder sich zurücklehnen:

                  " Von allen im Jahr 2020 zugebauten Kraftwerken zur Stromerzeugung entfielen 80 Prozent auf Erneuerbare Energien, davon wiederum 91 Prozent auf Solar- und Windkraft. Weltweit ist der Windkraftausbau trotz Pandemiejahr noch mal um satte 50 Prozent angewachsen. Und das ist nur der Anfang, denn sowohl Solarmodule, Windkraftanlagen als auch Batterien werden immer noch jedes Jahr deutlich günstiger [… ].

                  Und so bauen gerade Indien und China nicht nur jede Menge erneuerbare zu, sondern es werden auch jede Menge der geplanten Kohlekraftwerks-Projekte wieder eingestampft und gestrichen, auch weil es sich jetzt oder spätestens sehr bald nicht mehr lohnt, eine Milliarde und mehr in den Bau zu investieren.

                3. ChrisHa sagt:

                  Da stimme ich dir absolut zu, Punkt.

            2. René H. sagt:

              @Denis: Ich meinte natürlich deinen Nachsatz.
              Wenn die Autohersteller sich endlich nicht mehr querstellen würden und eine durchgängig saubere Abgasreinigung zustande brächten und endlich zusehen, dass sie eFuels bezahlbar und in den nötigen Mengen an den Start bringen, würde ich mit mir reden lassen wegen der Verbrenner.

              1. Denis sagt:

                Ist auch okay, man kann sich auch Mal missverstehen und will auch kein Böses Blut.

                Ich bin prinzipiell Technologieoffen, ein gesunder Mix ist am Ende vllt das Beste.
                Jedes Auto was produziert wurde und einfach nur länger fahren kann weil efuels angeboten werden, ist IMMER sinnvoller als ein neues E-Auto.

                Nur eFuels werden eben zu wenig gefördert, der Bund hat entschieden nur Elektro.
                Und die Hersteller laufen dem nur hinterher, unabhängig ob die in ihren Kämmern wissen dass es vllt nicht sinnvoll ist komplett auf BEV zu setzen.

                Und das ist meine Kritik daran.
                Das Renault jetzt in eFuels entwickelt glaube ich nicht, wenn sie damit wir weiter Flur alleine stehen und es rechtlich gesehen aktuell auch nur für einen kurzen Zeitraum nützlich ist. ?

                1. Arjoma sagt:

                  E-Fuels machen halt aus einem einfachen Grund in Autos so gut wie keinen Sinn: Sie sind furchtbar ineffizient, sprich bei der Herstellung wird jede Menge Energie verbraten.
                  Wenn sich ein Windrad also eine Weile dreht, kann der Strom entweder in ein E-Auto, das damit 1000 km fährt – oder über Umwege in ein E-Fuel transformiert, aber das Auto könnte dann 300 km noch fahren, der Rest ist futsch (Größenordnungen), oder gibt es da Positiveres zu erzählen?

                  Für den Vorteil, dass das Tanken ein paar Minuten schneller geht (wenn ich nicht eh meistens zu Hause / beim Arbeitgeber /beim Einkaufen etc. lade), würde ich den Strom nicht so verschleudern. Ist dann eher etwas für Fahrer älterer Porsche etc., die den Liebhaberpreis bezahlen wollen (und dabei natürlich auch mehr Lautstärke und Emissionen erzeugen).

                  1. René H. sagt:

                    Und daher antworte ich auf die eFuels-Fans eben mit: Macht doch! Druckt die Billion Euro und baut die Anlagen hin. Aber schnell! Solange es noch so viele Verbrenner im Bestand gibt.
                    Die meisten sind sich des Aufwands / der Kosten eben nicht bewusst. Zwischen ihnen und dem Traum des Weiterstinkens mit eFuels liegt ein riesiger Berg an Investitionen, der eben um ein Vielfaches größer ist als für Strom für BEVs.

                  2. Denis sagt:

                    Das Problem ist eher, dass eFuels ineffizient sind, betrachtet man sie nur lokal ?

                    Gerade eFuels haben ja den Vorteil seeeehr leicht und effizient sowohl gespeichert als auch transportiert werden können.
                    Denn gerade die erneuerbaren Energien sollten nämlich deutlich effizienter "hergestellt" werden.
                    Und genau das werden sie rein elektrisch und lokal, eben nicht.

                    Beispiel: Solarzellenpark in der Wüste, perfekte Bedingungen, volle Leistung pro Zelle, maximaler Ertrag/Lebensdauer. Daraus eFuels und in Tanks um die Welt ist tatsächlich um einiges effizienter, als die Solarzellen hier aufzustellen wo es an 3 von 7 Tagen regnet im Mittel (kA ob es jetzt genau die Zahl ist, aber dient ja dem Beispiel).
                    Und mit Windparks ist es das selbe.
                    Wir haben das Problem elektrische Energie nur sehr schwer, mit hohen Verlusten und immensem Raubbau der Erde speichern zu können. Seltene Erde heißen nicht ohne Grund so.
                    Und wo die alten Akkus gelagert werden gibt's auch genug Belege, die nicht gerade in den Topf der positiven Bilanz für BEV spielen.
                    Und natürlich bin ich der Meinung haben diese trotzdem ihre Berechtigung, da wo sie einen klaren Vorteil haben, wo sie unverzichtbar sind etc.
                    Gabelstapler gibt's auch nicht ohne Grund als "Verbrenner" und auch Vollelektrisch. Je nach Anwendung.

                    Und gerade wenn man die Energiegewinnung UND Speicherung zusammen betrachtet, in einem gesamtheitlichen System der Erde, dann kann man logisch nur zu dem Entschluss kommen das ein gesunder Mix aus verschiedenen Wegen deutlich besser und effizienter ist, als stur auf eine einzige Technologie zu setzen.

                    1. René H. sagt:

                      Das Problem bei H2 und vor allem eFuels ist, wie schon gesagt, die Investitionsmauer. Hunderte Milliarden Euro allein zur Abdeckung des Bedarfs an synth. Kraftstoff in Deutschland. Technisch gibt es kein Problem, das funktioniert alles. Aber wer zahlt, wer ist bereit so viel Geld zu investieren?

                      Und zu seltenen Erden und Raubbau: Es ist immer wieder erstaunlich, dass Leute, die offenbar nie ein Problem hatten mit dem Raubbau durch Erdöl-/Erdgasgewinnung nun plötzlich so auf den Lithium- und Kobaltabbau schauen. Beides sind übrigens keine seltenen Erden! Und beides wird in den nächsten Jahren ersetzt werden können durch unbegrenzt verfügbare Stoffe.

                      Batterierecycling wird jetzt erst im größeren Stil aufgebaut. Frage: Was geht schneller: Großindustrielles Batterierecycling oder großindustrielle eFuels-Herstellung?

      2. Karlibub sagt:

        Ein jeder der mehr als 10 dkg.Hirn hat !

  2. René H. sagt:

    Soll Renault doch mal in die Vollen gehen und massenhaft eFuels aus eigenen Anlagen herstellen.

  3. Alex sagt:

    Man könnte sagen: Wenn eine Firma es in 14 Jahren nicht schafft auf Akku umzustellen, sollte die Firma komplett eingestampft werden.

    Außerdem: Ist ja nicht neu dieses "Elektroauto" Konzept. Seit wann gibt es das Tesla Model S zu kaufen? Seit 2012. Seit 9 Jahren. Also 14+9 = 23 Jahre. Vollkommenes Versagen.

  4. Felix sagt:

    Macht bei Dacia tatsächlich Sinn. Zumindest glaube ich nicht, dass wir so schnell gute eAutos für einen Preis sehen werden, wie sie Dacia aufruft. Aber 2035 einen verbrenner kaufen ist auch sinnlos bei Spritzenpreisen die dann unfassbar teuer sind.

    1. René H. sagt:

      Die Industrie geht von einer Preisparität zw. BEV und Benziner bis 2025 aus. Bei Kleinstwagen und Low-Budget ist es natürlich am schwierigsten. Hängt alles am Preis der Batteriezellen.

  5. Thomas S.l. sagt:

    Weil E-Auto nur mit puren Wind- und Sonnenstrom fährt, eigentlich fährt es mit Erdgas aus Russland.

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