Model 3 aus China: Das Problem von Tesla

Tesla Model 3 2021 Rot Header

Tesla liefert seit ein paar Wochen erste Modelle vom Model 3 aus China in Europa aus und die Kritik der ersten Nutzer nimmt seit dem ständig zu. Der YouTube-Kanal Nextmove hat ein solches Model 3 jetzt 6 Wochen fahren können und ist genau auf diese Thematik eingegangen. Und da wird das große Problem von Tesla klar.

In einem sehr ausführlichen Video, welches sich über 50 Minuten mit dem Thema beschäftigt, wird klar: Die Verarbeitung und Qualität aus China scheint deutlich besser, als die aus den USA zu sein. Doch Tesla nutzt hier neue LFP-Akkus und da scheint es so, als ob man als Nutzer mit einem Model 3 zum Beta-Tester wird.

Wer sich für dieses Thema interessiert, dem kann ich das folgende Video ans Herz legen, denn es geht wirklich sehr detailliert auf das Thema ein. Doch das Problem ist nicht (nur) die Technik, hier wird eine sehr große Baustelle von Tesla klar.

Tesla: Die Kommunikation ist fatal

Kurz: Tesla kommuniziert weder mit den Kunden, noch mit der Presse. Selbst ein großer YouTube-Account wie Nextmove bekommt keine Antworten. Wir haben in den letzten Monaten auch immer wieder Tesla kontaktiert und nie eine Antwort erhalten. Und in den USA ist das nicht anders, da gibt es kein PR-Team mehr.

Das Wissen im oben eingebundenen Video stammt teilweise aus Foren und eine Information sogar von Weibo (vom offiziellen Account von Tesla). Doch welcher normale Kunde informiert sich auf diesem Weg? Die meisten Nutzer werde nur mit den Problemen und der unfertigen Software konfrontiert und sind gefrustet.

Tesla Model 3 2021 Blau Header

Tesla ist in vielen Bereichen weit vor der Konkurrenz, aber der Fokus auf das sehr schnelle Wachstum hat Schattenseiten, die hier ganz deutlich werden. Es kann nicht sein, dass man Kunden einfach so ein Model 3 aus China vor die Tür stellt (oder es sie in einer Lagerhalle abholen lässt) und dann war es das mit Support.

Fehler können passieren und ja, auch andere Hersteller kämpfen aktuell gerne mal mit Problemen. Volkswagen und der VW ID.3 waren 2020 ein Paradebeispiel dafür. Doch dort erreicht man eine Person, die Auskunft geben kann und es wurde offen kommuniziert, dass man ein Beta-Produkt bekommt, was verbessert wird.

Das Problem von Tesla ist meiner Meinung nach nicht, dass die Spaltmaße hier und da mal etwas zu breit sind. Das kann man optimieren. Für mich als Kunde wäre es nicht akzeptabel, wenn ein Unternehmen nicht mit der Presse kommuniziert und man Informationen zum Prozess nur dann bekommt, wenn der CEO ein Interview gibt (wie im Video unter dem Abschnitt) oder mal wieder ein paar Tweets raushaut.

PS: Das folgende Video ist neu und Elon Musk bestätigt dort, dass es auch gerne mal Probleme gibt, wenn man versucht die Produktion richtig hochzufahren.

Tesla: Neue Strategie wäre angebracht

Tesla ist der Marktführer bei Elektroautos, doch die Konkurrenz holt auf. Diese Strategie mag noch ein paar Monate (oder gar Jahre) funktionieren, aber es wäre 2021 an der Zeit ernsthaft über Optimierungen nachzudenken. Der Support von einem Produkt ist mindestens genauso wichtig, wie das Produkt selbst.

Die im Video (ganz oben) genannten Probleme wird man sicher nach und nach mit Software-Updates lösen können und das kann Tesla gut. Für mich gehört aber noch mehr dazu. Vor allem dann, wenn ich mir ein Auto kaufen, mit dem man auch mal mit der Familie und Kindern über die Autobahn fährt. Das Vertrauen kann ganz schnell weg sein und Schweigen ist keine gute Unternehmensphilosophie.

Tesla Model Y: Produktion in Deutschland startet Mitte 2021

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Tesla geht davon aus, dass man die neue Gigafactory in Deutschland im ersten Halbjahr fertigstellen kann. Dann soll es mit der Produktion losgehen und zum Start wird man nur das Model Y produzieren. Die deutsche Webseite spricht jetzt davon, dass…3. Februar 2021 JETZT LESEN →


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