Sony Xperia Z Ultra ausprobiert

Sony Xperia Z Ultra

Das Sony Xperia Z Ultra ist in meinen Augen der Monster-Androide unter den großen Smartphones, denn mit 6,44 Zoll Displaydiagonale wildert das Gerät schon fast im Tabletbereich.

Ich hatte nun einige Tage Zeit mir das Gerät genauer anzuschauen und bin positiv überrascht, denn es macht seine Sache sehr gut, wenn man es als kleines Tablet nutzt. Das Xperia Z Ultra zeichnet sich durch folgende Eigenschaften aus:

  • 6,44″-Full HD-Display mit Triluminos-Technologie für natürliche Farben
  • Wasserdicht nach IP58
  • Erhältlich in Schwarz, Weiß und Lila wie das Xperia Z
  • 179 x 92 x 6,5 mm Größe bei 212 g Gewicht
  • Snapdragon 800-Chipsatz mit 2,2 GHz und 2 GB RAM
  • 16 GB interner Speicher, erweiterbar per microSD
  • 3.000 mAh-Akku
  • 8-Megapixel-Exmor-RS-Kamera
  • Android 4.2
  • Straßenpreis rund 575 Euro

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Für mich ist das Sony Xperia Z Ultra kein Smartphone-Ersatz, auch wenn ich das ausprobiert habe, kam ich gerade unterwegs, wenn es oft auch mal schnell gehen muss, nicht so recht damit klar. Portabel ist es aber schon, denn mit einer Dicke von nur 6,5 mm und einer sehr guten Verarbeitung liegt das Ultra stets angenehm in der Hand, oder besser gesagt den Händen, denn eine Einhandbedienung ist so gut wie nicht möglich.

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Sony Xperia Z Ultra neben dem Motorola RAZR i

Ich vermag zu erkennen, welche Lücke Sony bedienen will und ich denke dafür ist das Gerät auch vollkommen okay. Wer keine Lust auf Smartphone und Tablet hat, für den ist das Xperia Z Ultra eventuell genau richtig, denn es lässt sich gerade so noch in der (bzw. meiner) Jackentasche transportieren und bietet dennoch ausreichend Platz, um auch mal auf der Couch damit zu surfen.

Das Display jedenfalls ist super, ich kann aus allen Richtungen Inhalte sehr gut ablesen, das haben wir ja bei Sony leider auch schon anders erlebt. Die Full-HD-Auflösung (1.920 mal 1.080 Pixel) spricht hier ebenfalls für sich. Etwas schade ist allerdings, dass viele Apps lieber im Telefon-, als im Tablet-Modus starten, der Platz für mehr Inhalte wäre definitiv vorhanden. Da lässt sich sicher etwas zurechtmodden, das will und darf ich dem Testgerät allerdings nicht antun.

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Sony Xperia Z Ultra auf dem Nexus 7 (2013)

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Größenvergleich Sony Xperia Z Ultra vs. Nexus 7 (2012)

Zum Xperia Z Ultra gehört ein Mini-Bluetooth-Headset, damit man das Gerät nicht ständig ans Ohr halten muss, denn es ist doch sehr groß. Diese Headset bekam ich leider nicht zum Test, ein handelsübliches Alternativgerät tut es aber auch. Notizen kann man auf dem Display mit jedem Bleistift machen, was erstaunlich gut klappt. Im Grunde lässt sich alles mit einem Bleistift bedienen, das gefällt und funktioniert wirklich besser als ich vorher gedacht hätte.

Die 8-Megapixel-Exmor-RS-Kamera ist eher bescheiden, trotz ihres vielversprechenden Namens ist sie bei wenig Licht ziemlich mies und bei Tageslicht okay. Ein Blitz hat Sony nicht verbaut, das ist schade, aber zu verschmerzen, wenn man das Gerät wie oben erwähnt eher in Richtung Tablet nutzt.

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Das System an sich und die Sony-Oberfläche (Screenshots bei Google+) laufen super flott und haben mich nicht einmal enttäuscht. Egal welche App, egal welche Aufgabe, das Ultra reagiert stets sehr gut und arbeitet alle Aufgaben in angenehmer Geschwindigkeit ab. Hier machen sich der Snapdragon 800-Chipsatz mit 2,2 GHz und die 2 GB RAM durchaus bemerkbar. Auch über die schlichte und teilweise sogar elegante Optik der Oberfläche kann ich kaum etwas zu meckern finden. So muss das sein.

Trotz der sehr flachen Bauweise bietet das Sony Xperia Z Ultra einen microSD-Slot, einen Dock-Anschluss, Tasten mit sehr gutem Druckpunkt und Schutz vor Wasser (IP58) an, alles Dinge die sofort gefallen. Den Akku kann man nicht selbst austauschen, was mich persönlich überhaupt nicht stört, aber hier hat jeder andere Prioritäten.

Und sonst so?

  • Gesprächsqualität beim Telefonieren ist gut, ich rate dennoch zu einem Headset
  • Audioanschluss an der Seite nervt ab und an, ungünstige Position
  • Mit dem 3.000 mAh-Akku kam ich locker über den Tag
  • NFC ist verbaut
  • Es gibt eine Art Öffnung für eine Trageschlaufe unten rechts
  • UKW-Radio ist vorhanden, wie üblich nur mit Headset nutzbar
  • Verarbeitung und Bleistiftbedienung rocken, kann man nicht oft genug erwähnen ;-)

Fazit

Unterm Strich bleibt mir nichts anderes üblich, als viel zu loben. Allerdings muss man auch dazu sagen, das Sony Xperia Z Ultra ist für mich ein besseres kleines Tablet, als ein Smartphone. Fehlender Blitz, miese Kamera und Akku nicht wechselbar? Stört mich an einem Tablet so gut wie gar nicht. Würde es bei mir als Smartphone-Ersatz dienen, wäre ich da kritischer. Eines muss man sich bei dem Gerät klar machen, es vereint die Vorteile und auch einige Nachteile aus beiden Welten. Das macht es so gut wie kaum ein anderes Gerät, aber perfekt ist es nicht.

Display, Bauform, Verarbeitung, Speed, Oberfläche, alles ist wirklich gelungen. Es positioniert meines Erachtens sich weniger gegen ein Galaxy Note 3 von Samsung, sonder eher gegen kleine Tablets oder ein HTC One Max. Wer kein Nexus und immer die schnellsten Systemupdates von Google haben muss und es groß, flach sowie schick mag, sollte sich das Xperia Z Ultra mal genauer anschauen.

In der Galerie zum Beitrag findet ihr noch ein paar mehr Fotos vom Gerät und falls ihr Fragen habt, zögert nicht diese zu stellen, denn ich habe das Xperia Z Ultra noch ein wenig hier.

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