Tim Cook spricht über Privatsphäre

Tim Cook Apple CEO

Apples CEO Tim Cook geht nach der Präsentation der neuen iPhones und Apple Watch weiterhin in die Offensive. Dieses Mal hat er ein paar Worte über die Privatsphäre und die Beziehung zur US-Regierung verloren.

Es wirkt wie ein über mehrere Tage ausgeklügelter Plan, den Apple da hinter verschlossenen Türen ausgearbeitet hat. Seit dieser Woche ist der zweite Teil vom Interview mit Carlie Rose online, den man sich übrigens hier anschauen kann und den ich an dieser Stelle wieder empfehlen möchte. Ein wichtiges Thema des Interviews ist die Privatsphäre, die auch ein eigenes Video auf Youtube bekommen hat. Zufall? Nein, geplante PR-Kampagne von Apple.

Passend dazu gab es gestern nämlich direkt noch einen offenen Brief von Tim Cook auf der Seite von Apple. Hier wendet er sich an die Nutzer, die in den letzten Wochen dank der iCloud-Geschichte mit den Nacktbildern von vielen prominenten Menschen vielleicht ein bisschen Vertrauen in Apple verloren haben. Das möchte der CEO persönlich wieder gewinnen und dafür stellt er sich der Öffentlichkeit. Man versucht es auf „privatem“ und „transparentem“ Weg. Das zeigt auch ein ausführlicher Bericht bei Bloomberg Businessweek, an die man sich gerne wendet, wenn man etwas Aufmerksamkeit möchte.

Apple hat seine Öffentlichkeitsarbeit in den letzten Jahren perfektioniert und kennt die Medien wie kein anderer. Man weiß, an wen man sich wenden muss und wer einem vielleicht in die Karten spielt. Nichts anderes macht man hier momentan. Ausführliche Interviews mit ausgewählten Medien, die nicht all zu kritisch sind und gleichzeitig gibt es die ersten Testberichte zu den neuen iPhones. Ebenfalls nur von Medien, die sich Apple im Vorfeld ganz genau aussucht. Das Interesse ist geweckt und die Nachfrage so hoch wie nie zuvor.

Glückwunsch Apple, das Thema Privatsphäre ist in ein paar Wochen wieder vergessen und wenn die Nachfrage so hoch bleibt, hat man mal wieder alles richtig gemacht. Die aktuelle Situation zeigt, wie gut Apple die Medien, wenn man will, beherrschen und manchmal auch beeinflussen kann. Der Punkt mit der Privatsphäre ist übrigens gleichzeitig auch ein Seitenhieb gegen Google, deren Geschäftsmodell auf genau diesem Punkt aufbaut:

„Our business model is very straightforward: We sell great products. We don’t build a profile based on your email content or web browsing habits to sell to advertisers. We don’t “monetize” the information you store on your iPhone or in iCloud. And we don’t read your email or your messages to get information to market to you. Our software and services are designed to make our devices better. Plain and simple.“ Tim Cook

Teilen

Hinterlasse deine Meinung
Du kannst auch als Gast kommentieren (Anleitung). DISQUS respektiert „Do Not Track“ und bietet einen Datenschutz-Modus an. Informationen zum Datenschutz auf mobiFlip.de findest du hier.

Weitere Neuigkeiten

Bowers & Wilkins PX5 und PX7 mit ANC vorgestellt in Audio

eufy RoboVac 15C MAX – WiFi-Saugroboter von Anker im Test in Testberichte

Cubot X20 Pro offiziell vorgestellt in Smartphones

D-Link mit neuer WLAN-Steckdose in Smart Home

Medion Akoya E4272: 14-Zoll-Convertible ab 26. September bei Aldi Süd verfügbar in Computer und Co.

Huawei Mate 30 Pro: 20 Millionen Einheiten, Bootloader und HarmonyOS in Marktgeschehen

Apple iPhone 11 (Pro): Smart Battery Case könnte noch kommen in Smartphones

Tesla Model S P100D+ defekt vom Nürburgring abtransportiert in Mobilität

Konter gegen Huawei Mate 30 Pro: Samsung wirbt mit Google-Apps in Marktgeschehen

Nokia 7.2 erscheint am 24. September ab 299 Euro in Deutschland in Smartphones