Virtual Reality: Simulierte Nase gegen Motion Sickness

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Bildquelle: Purdue University

Virtual Reality, ein Trend, der durch Geräte wie die Oculus Rift, Gear VR und HTC Vive voran getragen wird. Die bekannte Motion Sickness, mit der viele Nutzer leider kämpfen müssen, kann nun zumindest teilweise behoben werden. Benötigt wird dazu lediglich eine eingeblendete, simulierte Nase.

Was war ich damals geschockt, als ich im Alter von vielleicht fünf Jahren bemerkte, dass sich meine Nase in meinem Blickfeld befand. Konzentriert man sich einmal darauf, ist das Ganze schon etwas störend, andererseits aber auch hilfreich. So fanden Forscher der Purdue Universität in Indiana heraus, dass unser Riechorgan uns als Fixpunkt dient, obwohl wir diesen kaum bewusst wahrnehmen.

In mehreren Testläufen blendeten die Forscher den Anwendern simulierte Nasen bei der Nutzung einer VR-Brille ein, woraufhin diese teilweise deutlich länger durchhielten, bis sich das Phänomen der Motion Sickness bemerkbar machte. In der VR-Anwendung „Tuscan Villa“ wurde durchschnittlich eine um 94 Sekunden längere Nutzungszeit erreicht, was auf den ersten Blick zwar nicht gerade viel ist – für eine erste Umsetzung zu Testzwecken aber auf jeden Fall auch nicht schlecht.

Die Motion Sickness, die dadurch entsteht, dass die Bewegungen in der Virtual Reality etwas verzögert nachgebildet werden und unter anderem oft kein Fixpunkt wie die Nase oder ein Cockpit existiert, dürfte für die Hersteller eine der größten Baustellen darstellen, die behoben werden muss, um einen zukünftigen Erfolg zu gewährleisten. Die Forscher der Purdue University möchten basierend auf den neuen Erkenntnissen nun eine Anwendung entwickeln, die die Zeit abschätzt, bis die Motion Sickness bei den einzelnen Nutzern eintritt.

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