Wero und digitaler Euro: Die Deutschen sind skeptisch
Eine neue Allensbach-Studie zeigt: Wero ist vielen Deutschen unbekannt, und auch der digitale Euro stößt bislang auf wenig Interesse.
Laut der repräsentativen Befragung im Auftrag der Initiative Deutsche Zahlungssysteme haben 55 Prozent der Deutschen noch nie von Wero gehört. Unter den 45 Prozent, die das europäische Bezahlsystem kennen, haben es lediglich fünf Prozent bereits genutzt und weitere vier Prozent freigeschaltet.
Bei den bisherigen Nichtkennern ist die Skepsis besonders ausgeprägt. 61 Prozent können sich eine Nutzung nicht vorstellen. Unter den über 60-Jährigen liegt dieser Anteil sogar bei 80 Prozent.
Digitaler Euro und Wero: Geringes Interesse an neuen Bezahlsystemen
Der geplante digitale Euro ist mit 54 Prozent etwas bekannter. Allerdings würden ihn nur sieben Prozent der Befragten wahrscheinlich nutzen. Weitere 23 Prozent können sich das zumindest vorstellen, während 31 Prozent eine Nutzung vollständig ausschließen.
Auch Deutschlands Position beim bargeldlosen Bezahlen wird kritisch bewertet. 41 Prozent sehen andere europäische Länder deutlich voraus, weitere 29 Prozent zumindest etwas.
Welche Zahlungsmittel werden in fünf Jahren häufig genutzt?
- Bank- und Kreditkarten: 78 Prozent
- Bargeld: 55 Prozent
- Smartphone: 49 Prozent
- Andere Bezahllösungen wie Wero: 39 Prozent
- Digitaler Euro: 12 Prozent
Die etablierte girocard spielt weiterhin eine wichtige Rolle. Unter den Befragten, die bereits mobil bezahlt haben, nutzen 74 Prozent eine digital hinterlegte girocard. Eine Kreditkarte haben 33 Prozent hinterlegt.
Für die Untersuchung führte das Institut für Demoskopie Allensbach zwischen dem 1. Juli und dem 13. August 2026 insgesamt 1.039 persönliche Interviews mit Menschen ab 16 Jahren.
Einzuordnen ist dabei, dass die Studie von einer Interessenvertretung aus dem Umfeld etablierter Zahlungssysteme beauftragt wurde.
Die Ergebnisse machen dennoch deutlich, wie groß die Distanz zwischen europäischen Zahlungsprojekten und dem tatsächlichen Interesse vieler Verbraucher noch ist. Bekanntheit allein reicht offenbar nicht aus, um Menschen von einem neuen Bezahlverfahren zu überzeugen.
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Die Dienste können noch so gut sein, es besteht einfach kein Bedarf daran. Es funktioniert doch alles auch ohne.
Das denke ich mir (leider) eben auch. Ich habe Wero, aber nutzen konnte ich es in der Praxis nur zwischen mir und meiner Frau, das wars. Rest: Sofortüberweisung oder PayPal…