Digitaler Euro: Diese deutschen Banken sind im EZB-Test dabei

Die Europäische Zentralbank hat 36 Zahlungsdienstleister für den Pilotbetrieb des digitalen Euro ausgewählt, darunter mehrere Anbieter aus Deutschland.

Die Europäische Zentralbank (EZB) konkretisiert ihren Digital-Euro-Pilot und benennt erstmals die beteiligten Unternehmen. Insgesamt 36 Zahlungsdienstleister aus dem Euroraum wurden nach einem Bewerbungsverfahren mit über 50 Interessenten ausgewählt. Der Start ist für die zweite Hälfte 2027 geplant, die Laufzeit beträgt zwölf Monate.

Aus Deutschland sind mehrere Institute und Zahlungsanbieter vertreten, darunter die Deutsche Bank, DZ Bank, Helaba sowie der Zahlungsdienstleister Payone und RS2 Financial Services. Laut EZB decken die Teilnehmer ein breites Spektrum an Geschäftsmodellen ab, von klassischen Banken bis zu Fintechs und internationalen Payment-Anbietern.

Diese Zahlungsdienstleister sind Teil der Pilotphase

  • Deutsche Bank (Frankfurt)
  • DZ Bank (Frankfurt)
  • Helaba (Frankfurt)
  • Payone (Frankfurt)
  • RS2 Financial Services (Neu-Isenburg / Malta)
  • Adyen (Niederlande)
  • Banca Monte dei Paschi di Siena (Italien)
  • Banca Sella (Italien)
  • Banco Comercial Português (Portugal)
  • Bank of Cyprus (Zypern)
  • Bawag (Österreich)
  • BPCE (Frankreich)
  • Caixa Geral de Depósitos (Portugal)
  • Cecabank (Spanien)
  • Cooperative Bank of Chania (Griechenland)
  • Corvus Pay (Kroatien)
  • Isybank (Intesa Sanpaolo) (Italien)
  • JCC Payment Systems (Zypern)
  • National Bank of Greece (Griechenland)
  • Nexi Payments (Italien)
  • Nova Ljubljanska banka (Slowenien)
  • Numia (Italien)
  • OP Retail Customers (Finnland)
  • Piraeus Bank (Griechenland)
  • Poste Italiane (Italien)
  • Raiffeisen Bank International (Österreich)
  • Raiffeisenbank Austria (Kroatien)
  • Revolut Bank (Litauen / UK)
  • Satispay Europe (Luxemburg / Italien)
  • Stripe Technology Europe (Irland)
  • SumUp (Irland)
  • Tatra banka (Slowakei)
  • Uinku Payments (Spanien)
  • Unicre (Portugal)
  • UniCredit (Italien)
  • Worldline Financial Services (Europe) (Luxemburg / Frankreich)

Digitaler Euro Pilot mit deutscher Beteiligung

Der Pilot findet bei der EZB sowie in 19 nationalen Zentralbanken statt, darunter die Deutsche Bundesbank. Getestet werden unter anderem Zahlungen zwischen Privatpersonen sowie im stationären und digitalen Handel. Eingesetzt wird eine Beta-Version des digitalen Euro ohne gesetzlichen Zahlungsmittelstatus.

Zentrale Aspekte des Piloten:

  • Start in der zweiten Jahreshälfte 2027 mit zwölf Monaten Laufzeit
  • Beteiligung von Banken, Fintechs und Zahlungsdienstleistern
  • Tests von Online-, Offline- und Point-of-Sale-Zahlungen
  • Praxisnahe Szenarien mit Handel und E-Commerce

Die veröffentlichten Teilnehmer zeigen eine starke Präsenz aus großen Finanzzentren wie Frankfurt sowie eine breite europäische Streuung. Laut EZB sollen die Erkenntnisse aus dem Pilotbetrieb in die weitere Ausgestaltung des digitalen Euro einfließen.

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  1. Marko 🏅

    Die Idee des DEuro ist grundsätzlich nicht schlecht, kommt nur leider ein paar Jahre zu spät. Ich als Endkunde habe durch die Nutzung keinen Vorteil. Das es „Zentralbankgeld“ ist, wird die wenigsten anlocken.

  2. Maximilian ♾️

    Mit Revolut wird das ganze interessant

  3. Hazz 🔅

    Klingt irgendwie nicht sehr erfolgversprechend. Am Ende des Tages ist es auch nichts anders als eine Art Paypal, wero und wie sie alle heißen, nur ohne Käuferschutz. Wieso sollte man also wechseln, wenn es doch bereits unzählige Alternativen gibt.

    1. René Hesse ♾️

      Das ist meines Erachtens schwer vergleichbar. Der digitale Euro ist digitales Zentralbankgeld der EZB, also staatlich garantiertes Geld, nicht ein privater Dienst.

      Im Gegensatz zu PayPal oder Wero wäre er eine öffentliche, einheitliche Zahlungsmöglichkeit im Euroraum, mit dem Ziel, Abhängigkeit von privaten Anbietern zu verringern und Basisfunktionen gebührenfrei und mit hohem Datenschutz anzubieten.

      Kurz: nicht nur eine weitere App, sondern digitales, offizielles Geld.

      1. Hazz 🔅

        Ja, dass verstehe ich. Am Ende ist doch aber alles digitales Geld, solange es von einem Konto auf ein anders überwiesen wird. Erst wenn ich das Geld abhebe, wird es in physisches umgewandelt. Sicherlich läuft dies über andere Kanäle, aber einen wirklichen Vorteil sehe ich hier nicht, außer die Abhängigkeit von privaten Anbietern. Wobei mir dies als Endkunden doch auch völlig egal ist, solange es kein zusätzliches Entgelt kostet. Man kann hier sicherlich auch wieder mit Datenschutz und Co. argumentieren. Mir persönlich ist es aber relativ egal, ob mein Nutzerverhalten getrackt wird, solange dies anonym erfolgt.

        1. René Hesse ♾️

          Der Hauptunterschied liegt halt darin, wer dein Geld garantiert: Das Geld auf deinem Bankkonto gehört einer privaten Bank, die pleitegehen kann, während der digitale Euro direkt von der staatlichen Europäischen Zentralbank (EZB) herausgegeben wird und damit „absolut ausfallsicher“ ist.

          Zudem ist der digitale Euro wie digitales Bargeld, das du direkt an andere senden kannst, ohne dass eine private Bank oder ein Kreditkartenunternehmen dazwischengeschaltet sein muss.

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