Nokia Lumia 900: Verkaufsstart in den USA mit Problemen, Nachfrage übertrifft allerdings die Erwartungen

In den USA ist seit dem Ostersonntag das Nokia Lumia 900 exklusiv beim amerikanischen Netzbetreiber AT&T erhältlich und pünktlich zum Marktstart gab es ja auch schon die ersten Testberichte von den Medien. Mittlerweile sind jedoch auch die ersten Erfahrungsberichte der Kunden da und hier hagelte es gleich zahlreich Kritik wegen Verbindungsproblemen. Nokia reagierte ziemlich schnell und so gab es am Mittwoch eine Stellungnahme auf dem offiziellen Blog des Unternehmens. Der Fehler sei bekannt und es handelt sich um ein Problem mit dem Speicher. Die Ursache sei jedoch ein Software-Problem und die Hardware ist davon nicht betroffen, eine entsprechende Lösung habe man auch schon parat und wird diese kommende Woche als Update via Zune zur Verfügung stellen.

Wer sein Lumia 900 jedoch nicht umtauschen möchte hat jetzt zwei Optionen, entweder auf das Update am 16. April warten, oder es gegen ein neues Gerät umtauschen, welches bereits das entsprechende Update installiert hat. Nokia entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und schenkt den Kunden daher auch direkt 100 Dollar. Da das Windows Phone 100 Dollar mit Vertrag kostet, bekommt man es also quasi kostenlos (der Preis ist natürlich auch teilweise in den Vertrag mit eingebunden worden). Dieses Angebot macht man übrigens allen Käufern und nicht nur denen mit Problemen, außerdem gilt es auch für alle, die sich bis zum 21. April für ein Lumia 900 bei AT&T entscheiden werden. Das Nokia Lumia 900 kostet ohne Vertrag übrigens 450 Dollar und liegt damit ganze 200 Dollar unter dem aktuellen iPhone.

Das nur mal als Vergleich, Nokia und Microsoft versuchen es mit dem “ersten” Windows Phone (das Lumia 710 ist dort bereits bei T-Mobile erhältlich) also radikal über den Preis. Laut Nokia sei die Reaktion auf den Verkaufsstart zufriedenstellend und der President von AT&T legte sogar noch einen drauf und sprach davon, dass die Erwartungen sogar übertroffen wurden. Das kann alles bedeuten, es kommt ja immer darauf an, mit welchen Erwartungen man an so einen Verkaufsstart geht. Immerhin war die Cyan-Variante am Dienstag bereits in mehreren Läden von AT&T vergriffen. Für das entsprechende Marketing legte man ein paar Tage vorher aber auch mal eben den Time Square lahm und pulverte ordentlich Geld in die Werbung für das Lumia 900.

Wie gut es sich am Ende verkauft wird sich zeigen, in die aktuellen Quartalszahlen wird es allerdings nicht mehr einfließen, da bleibt es bei 2 Millionen abgesetzten Lumia-Smartphones. Ich glaube Nokias Schonfrist ist damit auch endgültig vorbei. Die entsprechenden Geräte sind da, die Verkäufe von Symbian brechen radikal ein und im zweiten und dritten Quartal muss sich das Blatt jetzt wenden. In einem Markt wie diesem kann man es sich glaube ich nicht erlauben, nach einen Zeitraum von über einem Jahr immer noch von einem “Übergang” zu sprechen. Auch Nokia nicht.

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