3D-Drucker-Roundup No. 34: Geeetech A20M DualColor Erfahrungen

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Im heutigen 3D-Drucker-Roundup Nummer 34 dreht sich alles um den Geeetech A20M DualColor 3D-Drucker und speziellen Modifikationen, Config-Files, Tools für den DualColor-Druck uvm. Sozusagen eine Fortsetzung des Testberichts gespickt mit Eindrücken und Erfahrungen rund um den Geeetech A20M DualColor 3D-Drucker.

Aber auch wenn ihr keinen A20M nutzt kann ich euch nur wärmstens empfehlen weiter zu lesen, denn diverse Tipps und Anregungen könnten auch euch hilfreich sein.

Nachdem das schriftliche Unboxing inkl. Video ja nun schon ein paar Tage online ist, wird es Zeit ein paar Erfahrungen rund um den Geeetech A20M DualColor 3D-Drucker los zu werden.

Es ist immer wieder ein spannendes Thema, wenn ein neuer Drucker hier eintrudelt, denn nur selten klappt alles out-of-the-box, so wie man es gern hätte. Klar sind die Drucker am Ende fast alle sehr ähnlich, aber im Falle des A20M kommt dann beispielsweise ja noch das Thema DualColor dazu, was ich persönlich zwar schon vor langem mal im ZoneStar Drucker hatte, aber faktisch nie genutzt hatte, weil es damals zu kompliziert für mich (oder den Drucker) war.

Generell musste ich erst einmal die Erfahrung machen, dass der Extruder des Druckers von Werk aus mehr als fürchterlich eingestellt war. Statt 10cm Filament forderte der Extruder nur knapp 8cm Filament. Wenn man das auf eine große Figur umrechnet ist das eine MENGE Filament, die nicht zum stabilen Bau des Objekts zur Verfügung steht. Das musste ich dann schmerzhaft nach 13 Stunden Druck am Würfelturm feststellen.

Glücklicherweise geht so eine Extruder-Kalibration sehr einfach und ist innerhalb weniger Minuten erledigt. Damit war dieses Problem aus der Welt. Anschließend habe ich mir noch eine Dauerdruckplatte besorgt, da mir die beschichteten Glasplatten nicht so zusagen. Das liegt daran, dass ich ab und zu mit der Spachtel Objekte entferne und das nimmt dann automatisch etwas von der Beschichtung ab. Im Ergebnis hat man dann eine Glasplatte, die teils gedruckte Objekte super festhält und teils nicht. Da nehme ich dann lieber eine GFK-Dauerdruckplatte, die ich dann irgendwann noch für einige Drucke umdrehe und dann für 6-7 EUR einfach eine neue kaufe.

Bei genauerer Betrachtung empfand ich auch den Bauteilelüfter nicht gut. Die Öffnung war zu klein und die Positionierung des Luftstrahls gefiel mir auch nicht. Nun ist es ja so, dass man auf Thingiverse gefühlt 1000 Fanducts etc. findet, die dann riesige Konstruktionen rund um die Nozzle aufbauen, aber so genau hab ich es dann auch wieder nicht. Ein Zwischending musste also her. Dieser hier für den A10M passt auch prima auf den A20M und sollte seinen Dienst erfüllen.

Als nächstes kommen wir noch zu dem wirklich lobenswerten Service von Geeetech. Abgesehen vom Online-Shop für Ersatzteile (so muss man auch als Laie nicht erst stundenlang suchen, welches Ersatzteil von einem Drittanbieter evtl. auch passt) macht Geeetech auch in Sachen gutem Support einiges richtig.

Hierfür gibt es ein Forum von Geeetech, in welchem eine umfangreiche FAQ zu finden ist. Dort werden sehr viele Fragen schon vom Start weg beantwortet. Es findet sich hier auch ein fertiges Druckerprofil inkl. Anleitung, wie selbiges in CURA importiert werden kann. Damit müssen keine teils komplizierten Einstellungen manuell vorgenommen werden und können mit einem Klick eingerichtet werden.

Ebenfalls im Forum findet man auch Konfigurationsdateien für CURA von PLA Filament. Auch diese können einfach importiert und in CURA anschließend ausgewählt werden. So einfach kann es sein!

Mir persönlich fehlt nun noch das drucken mit mehreren Farben. Mangels Zeit bin ich dazu allerdings noch nicht gekommen. Bisher wurde lediglich der auf der SD-Karte beigelegte Hund im Farbverlauf gedruckt. Aber das ist ja nichts eigenes. :)

Ich habe aber schon ein Script für CURA und ein Windows Tool (Geeetech Color Mixer) gefunden, welches in fertige GCODE-Dateien einen Farbverlauf hinzufügt. Das ist eventuell komfortabler, als dies manuell über das Rädchen im Menü des Druckers zu tun:

Geeetech Color Mixer

Zu diesem Thema muss ich euch aber noch ein wenig auf die Folter spannen. Ich habe erst am Wochenende wieder Zeit etwas anständiges und auch mehrfarbiges zu drucken.

Neues Konzept bei MultiColor

DualColor-Drucke funktionieren aktuell noch so, dass eine Ebene in der Farbe 1 gedruckt wird, dann wird neben dem eigentlichen Objekt ein Würfel (Purge Tower) angelegt und dort die Farbe 1 zu Farbe 2 gewechselt, um anschließend mit dieser Farbe auf der Ebene im eigentlichen Objekt zu drucken. Das benötigt Unmengen an Filament und vor allem Zeit! Im folgenden Video gibt es ein neues Konzept

Hier wird dann einfach der Druckkopf bei einem Farbwechsel zur Seite gefahren und ein bisschen Filament durch die Düse gejagt. Das geht ratzfatz und benötigt dadurch auf den Druck gesehen deutlich weniger Zeit. Was auch noch dazu kommt ist die Tatsache, dass der Purge Tower immer neben dem Objekt weiter hoch gezogen werden muss, damit er für einen späteren Farbwechsel auch auf der selben Ebene parat steht. Auch dies ist bei einem Purge Bucket, wie im Video zu sehen ist, nicht mehr der Fall.

Wenn also meine mehrfarbigen Objekte mit dem oldschool Purge Tower funktionieren sollten, werde ich mir das Video noch einmal zur Gemüte führen und ausprobieren. Für den A20M gibt es hier auf Thinigverse schon entsprechende Buckets.

Selbst gedruckt

Abschließend noch ein gedrucktes Kästchen für Visitenkarten. Einmal in PLA Gold und einmal in PLA Vertigo Starlight. Entscheidet ihr, was schicker aussieht. Ich jedenfalls liebe diese glänzenden Pünktchen im Vertigo Starlight. Das Fach zum hochdrücken und festhalten der Visitenkarten oben rechts drucke ich zum jetzigen Zeitpunkt noch etwas passender in PLA Gold. Die blaue Variante war eigentlich nur ein Versuch, deshalb gibt es auch in der Mitte ein bisschen Probleme mit dem Infill. :)

Soweit war es das nun auch schon wieder in diesem 3D-Drucker-Roundup. Ihr habt Fragen oder Wünsche? Dann gern in die Kommentare damit!

Meine aktuelle Grund-Ausstattung:

  • 3D-Drucker: Aktuell am liebsten der Tevo Flash. Optisch schick, gute Technik, gutes Maß zwischen zu klein und zu groß. Einen günstigen Einsteiger findet ihr mit dem Ender 3 (oft mit Gutscheinen noch günstiger!).
  • Diamant Feilen-Set: Ideal zum Nachbearbeiten der zu scharfen Kanten etc.
  • Als Filament nutze ich seit kurzem auch gern Fillamentum. Wenn man mal etwas Besonderes ausdrucken möchte genau richtig und sieht einfach super aus!

Euch gefällt der #3DRoundup? Eine Auflistung aller Roundups findet ihr hier.

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