Volvo EX30 Cross Country Test: Ein Zweitauto mit Sportwagen-Leistung

Ich habe mir Ende Dezember den Volvo EX30 ein zweites Mal angeschaut, dieses Mal jedoch als Cross Country und als Top-Version, die bei der Zeit von 0 auf 100 km/h so manch Sportwagen unterbietet. Und das sieht man dem Auto nicht an.
Doch wie hebt sich der Cross County ab? Er besitzt eine etwas andere Optik, mit anderen Felgen, auf Wunsch einer anderen Lackierung, etwas (19 mm) mehr Bodenfreiheit, einem komfortableren Fahrwerk und wird mehr als SUV vermarktet.
Ein richtiger SUV wird er mit diesen Anpassungen nicht, es bleibt auch als Cross Country eher ein kompakter SUV für die Stadt und kurze Strecke. Wobei es diese Version nur mit dem großen Akku und 436 km Reichweite gibt. Man kommt also auch mal über 300 km weit, auch im Winter, auch bei 0 Grad und mit Autobahn.
Wer die Offroad-Optik haben möchte, der muss aber auch die Top-Version wählen, die Ultra-Ausstattung mit allen Extras ist die einzige Option im Konfigurator. Hier gibt es dann alles, von einem Park Assist, über ein Panoramadach bis zur 360 Grad Ansicht. Aber das Interieur ist mit Blick auf das Preisschild dann doch bescheiden.
In der Basis mag das noch in Ordnung sein, aber einige Materialien wirken bei fast 60.000 Euro doch eher dürftig bei der Haptik. Jedenfalls nicht wie ein Auto für über 50.000 Euro. Und Extras wie ein Head-up-Display fehlen hier leider ebenfalls.
Man merkt, dass Volvo beim EX30 den Rotstift häufig angesetzt hat, was für eine nackte Basis zwar auch grenzwertig, aber noch verständlich ist. Aber es fehlt eine gehobene Ausstattung, immerhin nennt sich diese „Ultra“, die etwas mehr bietet.
Ich kenne sehr viele Autos in dieser Preisklasse, die deutlich hochwertiger sind.
Aber ich kenne wenige Autos in dieser Größe, die so eine Leistung mitbringen. Es gibt den Cross Country nur als Twin Motor Performance und da gibt es 315 kW bzw. 428 PS, verteilt auf zwei Achsen. Und dieser EX30 schiebt richtig nach vorne, mit einer Zeit von 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h hätte ich das wissen müssen.
Wir sprechen hier über Sportwagen-Level und das sieht man dem Auto überhaupt nicht an, was ein Audi RS3 auch feststellen musste. Im Performance-Modus geht es direkt richtig los, VW ID.3 GTX, Cupra Born VZ und wie sie heißen sehen da alt aus.
Aber der Volvo EX30 ist nur in dieser Disziplin beeindruckend, er bleibt am Ende sehr weich abgestimmt und fährt sich nicht sportlich und macht auch bei 180 km/h dicht. Die Leistung übertrifft vergleichbare Modelle in dieser Größe oder sogar größere Modelle deutlich, aber es fehlt irgendwie eine echte „Sport-Version“.
Statt eines Cross Country hätte ich mir einen Polestar Engineered gewünscht. Wie beim Volvo XC60. So wirkt die unglaubliche Leistung doch etwas „verschwendet“.
Volvo bietet einige Extras, wie eine gute App, ein gutes Display mit einer passablen Software (Android Automotive mit Google-Diensten) und es gibt Dinge wie Apple CarPlay (kabellos). Aber man muss eben auch Abstriche machen, wie beim Head-up-Display oder den Materialien. Bei diesem Preis fühlt sich das nicht so gut an.
Grundsätzlich ist der Volvo EX30 ein tolles Zweitauto für Menschen, die etwas mehr Geld in der Tasche haben und nicht darauf achten müssen. Es gibt „logischere“ Alternativen für deutlich weniger Geld, die dann auch teilweise mehr Platz bieten.
Im EX30 könnte hinter mir (ich bin 1,90 m) keiner sitzen und zum Glück ist meine Frau nicht so groß, denn es wird eng mit Kindersitz und ihr vorne. Im Kofferraum ist dann auch begrenzt Platz, unser Kinderwagen passte nicht rein (der Buggy schon).
Für eine Familie als Hauptauto also in meinen Augen, oder jedenfalls für mich, doch eher ungeeignet, aber als Zweitwagen ein tolles Auto. Doch Volvo wird seinem Premiumanspruch, vor allem in dieser Top-Version, die eben bei fast 60.000 Euro liegt, nicht ganz gerecht. Der Innenraum müsste da eine Ecke hochwertiger sein.
Schönes Auto, optisch wäre das genau mein Fall, vor allem in dieser schwarzen Version, und auch die Leistung macht sehr viel Spaß im Alltag und hier auf der Landstraße, aber ich würde da vermutlich, wenn ich am Volvo EX30 interessiert wäre, eine vernünftigere Version wählen und beim Händler mal nach Rabatt fragen.
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First-World-Problems…ein 60.000€ Auto als Zweitwagen zu bezeichnen. Glückwunsch.
Ja, auch so was gibt es. Genauso wie es Zweitwagen für 300.000+ Euro gibt. Und einen Zweitwagen für unter 20.000 Euro. Und einen Hauptwagen für unter 15.000 Euro. Oder unter 5.000 Euro. Stell dir vor, es gibt eine vielfältige Welt mit einer großen Auswahl 😀
Gammelt der immer noch im Kotflügel ab Werk?
Billig Plastiklandschaft im Cockpit?
Volvo nein danke.
Als ich den Wagen vor einem Jahr gefahren bin, war die Software das schlechteste am Auto. Der Grund warum ich den nicht genommen habe. Sollte Volvo nachgebessert haben oder haben wir unterschiedliche Vorstellungen
Du meinst so Dinge, wie das Radio, was ausgegangen ist, wenn man gebremst hat? 😄
Ja und Total Absturz, Parkpilot der an jeder Ampel anspringt und das Navi verdeckt, viel zu kleine Schrift für ältere Leute trotz riesen Display, usw