BMW in der Krise: Warum der Autobauer jetzt alles „überdenkt“
Die letzten Jahre liefen bei BMW hervorragend und während die Konkurrenz schon in den Krisenmodus schalten musste, lief es in München einwandfrei. Doch jetzt ist die Krise auch bei BMW angekommen und der neue Chef der Marke reagiert direkt.
Man schaut sich das komplette Portfolio, welches in den nächsten Jahren geplant ist, genau an, so Milan Nedeljković laut Autocar. Jedes Modell, jede Version, jeder Antrieb, alles wird noch einmal überdacht und das hat auch einen guten Grund.
BMW kassiert den „G74“ ein
BMW will, wie viele andere Marken, sein Portfolio verkleinern. Ein Modell hat man beispielsweise direkt einkassiert, so die Quelle, den G74. Das sollte eine Alternative für die G-Klasse von Mercedes werden. Am Anfang noch vollelektrisch, später mit mehreren Antrieben geplant, wurde dieser SUV jetzt aber vorzeitig eingestellt.
Vor allem der massive Einbruch in China sorgt für ein Umdenken der Roadmap. Und es bleibt dabei, auch wenn der elektrische Antrieb in den Fokus rückt (in Europa war jedes dritte Auto von BMW im ersten Halbjahr vollelektrisch), so will man weiter an der teuren Technologieoffenheit festhalten – auch mit einem Wasserstoff-Anteil.
BMW wird seine Modelle (wie eigentlich alle Marken aus Europa aktuell) stärker an die Gegebenheiten vor Ort anpassen. Während Europa elektrisch wird und China ein Problemfall ist, boomt der Verbrenner im zweistelligen Bereich in den USA.
Es werden spannende Monate für die deutsche Automobilbranche, denn wenn man sich jedem Markt anpassen muss, dann kostet das Geld. Geld, das man im Wandel der Branche eigentlich auch einsparen möchte. Wir werden also ein paar Jahre eher „Modelle für den Massenmarkt“ sehen, die Nische kann sich derzeit keiner leisten.
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