Wir wünschen einen fröhlichen Erdüberlastungstag
Es wurde bereits prognostiziert und in diesem Jahr ist der 30. Juli der offizielle „Erdüberlastungstag“. Ab heute lebt die Menschheit „auf Pump“ und verbraucht mehr Ressourcen, als ihr zur Verfügung stehen. So jedenfalls die wissenschaftliche Annahme. Dieser Tag ist ein Konzept, sowas darf natürlich auch hinterfragt werden.
Letztes Jahr war der Erdüberlastungstag übrigens am 25. Juli und er hat sich seit einer Weile in der Mitte des Jahres festgefahren. Wobei vor allem westliche Länder schon früher „feiern“ dürfen, wir in Deutschland beispielsweise am 10. Mai. Aber wir sind auch nicht der negative Höhepunkt, Spitzenreiter sind Katar und Luxemburg.
Am Ende ist es so, als wäre man eigentlich pleite, leiht sich aber Geld von der Bank und hofft, dass sich das irgendwann schon wieder ausgleicht. Was in diesem Fall aber unwahrscheinlich ist, denn dazu müssten wir deutlich weniger Ressourcen verbrauchen und der Klimawandel und alles drumherum ist vielen komplett egal.
Es wird bei der Erde vermutlich wie bei Geldschulden sein, irgendwann verliert man die Kontrolle und dann kommt der Absturz. Wir sind zwar schon an einem Punkt, an dem man merken sollte, dass das alles nicht optimal läuft, aber der Mensch neigt dazu, sowas zu ignorieren. Wie der Raucher, der erst aufhört, wenn er Krebs hat.
Und selbst sowas schreckt viele ja nicht ab.
Nachhaltigkeit wird zum Feind
Ich habe die Hoffnung vor ein paar Jahren aufgegeben, womit ich nicht alleine bin, wie aktuelle Zahlen zeigen. Es regiert eine Generation, der die Zukunft komplett egal ist (nicht allen, das weiß ich auch). Die Generation, die damit irgendwann so richtig zu kämpfen haben wird, hat aber leider noch keinen (politischen) Einfluss.
Aber warum sollte man mit der Erde besser als mit einem selbst umgehen? Die Menschen werden immer fetter, vielen kaufen mehr, als sie sich leisten können, der Verzicht ist der Feind und eine nachhaltige Lebensweise wird zu einer Ideologie, die eine politische Richtung für ihre eigenen Interessen einer dummen Masse verkauft.
Es ist ein komplexes Thema und es ist ein unangenehmes Thema, weil es sich nur mit Veränderung lösen lässt. Aktuell ist die breite Masse aber nicht bereit dazu.
Also, wir wünschen einen fröhlichen Erdüberlastungstag.
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Da musste ich direkt an diese Doku denken, die mir vor ein paar Tagen untergekommen ist, Hab bisher nur Teil 1 gesehen, lohnt aber.
„immer fetter“ – guter Beitrag lieber Oliver ☝🏻
Hmm, wenn der Tag jedes Jahr ist und der Vergleich mit einem Kredit gezogen wird, ist das dann nicht kontraproduktiv? Einen Kredit kann man refinanzieren, mit genug Durchsetzungsvermögen solange man will, notfalls indem man die Refinanzierungskredite ebenfalls refinanziert. Ich denke nicht, dass das in Bezug auf die Erde so funktioniert.
Solange man will eher nicht, irgendwann wird die Bank das Geld haben wollen oder eine andere dir keins mehr geben. Und dann war es das. Ähnlich wird es mit dem Planeten sein, irgendwann hat man ihn komplett runtergewirtschaftet.
Das ist dann der Vergleich mit der Privatinsolvenz? Nach ein paar Jahren fängt man dann wieder von vorne an.
Die zahlt am Ende aber auch die Volkswirtschaft. Aber ja, ganz genau kann man es in Systemen, die sowas anbieten, nicht nehmen. Gibt es ja aber wwltweit jetzt auch nicht oft.
Und man ist eine Weile zu Verzicht gezwungen, wie vielleicht irgendwann bei der Erde. Die geht ja nicht direkt unter, es kann nur ein Kipppunkt kommen, der gewisse Lebensarten unmöglich macht. Wie in einer Insolvenz am Ende.
Weiße Worte! Sehe es genau so.
ne schwarze Worte auf weißen Hintergrund… sry musste sein ;D