Deutsche Autoexporte sinken: China sorgt für Überraschung
Die deutschen Pkw-Exporte sind bis Juli 2026 um 4,0 Prozent gesunken, während die Importe um 16,0 Prozent zulegten.
Von Januar bis Juli exportierte Deutschland rund 2,0 Millionen neue Pkw im Wert von 73,5 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sank die Stückzahl um 4,0 Prozent, der Exportwert sogar um 8,9 Prozent. Wichtigste Abnehmer waren Großbritannien, die USA und Italien.
China wird wichtigstes Pkw-Importland Deutschlands
Besonders auffällig entwickelt sich die andere Richtung. Deutschland importierte 1,3 Millionen Neuwagen für 34,9 Milliarden Euro. Die Stückzahl stieg um 16,0 Prozent. China rückte dabei mit 175.000 Fahrzeugen und einem Plus von 120,9 Prozent von Rang vier auf Rang eins der Lieferländer vor.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- 28,1 Prozent der exportierten Neuwagen waren reine Elektroautos.
- E-Auto-Importe stiegen um 66,3 Prozent auf 309.000 Fahrzeuge.
- Hybridimporte legten um 36,0 Prozent auf 403.000 Pkw zu.
- Die E-Auto-Exporte in die USA brachen um 56,1 Prozent ein.
Insgesamt gingen 245.000 Neuwagen in die USA. Das waren 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Ihr Wert sank deutlich stärker um 17,1 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig stiegen die Exporte von Verbrennern in die USA um 31,7 Prozent.
Ich finde vor allem die Entwicklung bei den Importen bemerkenswert. Dass China innerhalb eines Jahres vom vierten auf den ersten Platz springt, zeigt, wie schnell sich die Lieferstrukturen des deutschen Automarktes derzeit verändern.
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Ich finde diesen Aspekt zu den Exporten in den USA interessant: „Ihr Wert sank deutlich stärker um 17,1 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro“.
Trumps Zölle auf deutsche Autos werden mitnichten von den Amerikanern bezahlt, sondern senken die Margen der deutschen Hersteller. Sie waren gezwungen ihre Preise für die USA zu senken.