Zu teuer, zu kompliziert: Autoclub macht Druck beim Laden
Der ACE Auto Club Europa fordert transparente Ladestrompreise, faire Roaming-Tarife und einfachere Bezahlbedingungen für E-Autos.
Anlässlich der Verkehrsministerkonferenz am 21. Oktober 2026 drängt der Autoclub auf verbindliche Regeln für öffentliche Ladesäulen. Intransparente Tarife, zusätzliche Gebühren und komplizierte Abrechnungen erschweren aus Sicht des ACE den Alltag von Elektroautofahrern.
ACE fordert Markttransparenzstelle für Ladestrompreise
Ein zentraler Vorschlag ist eine Markttransparenzstelle nach dem Vorbild des Kraftstoffmarktes. Betreiber öffentlicher Ladepunkte und Ladestromanbieter sollen verpflichtet werden, sämtliche Preise einschließlich Vertrags-, Roaming- und Ad-hoc-Tarifen sowie Nebenkosten in Echtzeit zu melden.
Der ACE nennt fünf konkrete Maßnahmen:
- Markttransparenzstelle mit aktuellen Preisen aller öffentlichen Ladeangebote
- Faire Roaming-Bedingungen ohne überraschende Zusatzgebühren
- Klare Preisanzeige vor und während des Ladevorgangs
- Dynamische Stromtarife, die günstige Strompreise an Kunden weitergeben
- Konsequenter Ausbau öffentlicher Ladepunkte im ländlichen Raum
Besonders beim Roaming sieht der Verband Handlungsbedarf. Autofahrer sollen ihren bestehenden Ladestromvertrag möglichst überall zu fairen Konditionen verwenden können. Bislang können sich die Kosten je nach Anbieter und verwendeter Ladekarte deutlich unterscheiden.
Zusätzlich schlägt der ACE eine Art Live-Ladeuhr vor. Der Kilowattstundenpreis und mögliche zeit- oder leistungsabhängige Zusatzkosten sollen vor dem Start und während des Ladens über Display, App oder Fahrzeug einsehbar sein.
Auch dynamische Tarife könnten das Laden günstiger machen. Voraussetzung wäre laut ACE, dass Preisvorteile bei Stromüberschüssen tatsächlich bei den Kunden ankommen.
Die Vorschläge sind zunächst Forderungen des Autoclubs und keine beschlossenen Maßnahmen. Gerade eine zentrale Preisübersicht könnte Verbrauchern den Vergleich erheblich erleichtern. Denn wer vor jeder längeren Fahrt mehrere Apps nach günstigen Ladetarifen durchsuchen muss, hat es unnötig schwer.
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Vor kurzem habe ich ein Video gesehen, das war die wahrscheinlich – erst und einzige Tankstelle, die auf der Preistafel auch den Preis für kWh stehen hatte. Es wurden alle Zahlungsmittel (Bar; Giro- und Kreditkarte) akzeptiert, so muss es sein.
Die Forderungen ergeben Sinn, aber selbst wenn alles umgesetzt wird, kommt es vom Komfort und von der Geschwindigkeit her nicht an das simple Tanken heran. Das Hauptproblem bleibt: Zwangspausen ohne Ende.
Zwangspausen? Ja (gerne)! Ohne Ende? Nun ja.
Aber da wir ja alle super Autofahrer sind, gelten die empfohlenen Pausen nach 2-3 h (ADAC), oder nach 2 h (Verkehrswacht) Fahrzeit für uns sowieso nicht und können mit unserem Diesel 1.000 km in einem Rutsch durchfahren.
Lange Strecken mit kleinen Kindern ziehst du durch, wenn sie einmal schlafen 600 km am Stück kein Problem 👍
Ich sag’s doch, wir sind alle super Autofahrer und jede medizinische Studie, bzw. Empfehlung ist für uns nicht relevant.
War doch nur ein Beispiel, in Kern geht es bei hohen Reichweiten doch nicht um das fahren am Stück, sondern darum, dass man sich nicht so oft um das Auto kümmern muss. Das Auto ist am Ende für viele immer noch ein Maschine, die gewisse Aufgaben erfüllen soll. Und mit hoher Reichweite musst du halt vielleicht nur einmal die Woche laden, wie du früher nur einmal die Woche tanken musstest. Mit den aktuellen Reichweiten ist das aber nicht möglich und das wissen Millionen von Menschen und genau darum steigen sie nicht um. Es kostet zusätzliche Planung und Lebenszeit. Außer du hast eine privilegierte Wohnsituation. Und genau darum werden immer noch mehr Hybride und Verbrenner als reine Elektroautos gekauft.
Wem angesicht der Klimakrise immer noch sein „Lebensentwurf“ von einmal die Woche Tanken/ Laden wichtiger ist, und Pseudoargumente von Planung und Lebenszeit (was machst du eigentlich mit der eingesparten 1/2 bis 1h in der Woche?) anführt, sollte als Beispiel nicht kleine Kinder bringen.
Dem ist nämlich die Zukunft der kleinen Kinder egal!
Wenn man auf der Sachebene nicht weiterkommt, kommt eben die Moralkeule. Alles klar. Kennt man ja schon. Wo kämen wir denn auch hin, wenn man in einem freien Land seinen Lebensentwurf und seine Prioritäten im Leben frei bestimmen könnte …
Komisch, ich sehe das genau anders.
Ich bewege mich eigentlich nur auf der Sachebene wie „Zwangspausen“, medizinische Studien, angeblicher „zusätzlicher“ Zeit, Kinder, etc.
Und du, der anscheinend nichts zu erwidern weiß, kramt auf einmal die Moralkeule hervor und behauptet ich würde über sein freien Lebensentwurf und sein Leben bestimmen wollen.
Ich muss schon sagen, geiler Twist!
Du degradierst andere Ansichten als Pseudoargumente und kommst mit dem Totschlagargument Klimakrise. Dabei fällt dir gar nicht auf wie verrückt und abwegig es ist, 1 bis 2 Stunden zusätzlich pro Woche nur für eine Maschine aufzuwenden. Auf dieser Basis ist selbstverständlich kein Austausch möglich. Ich denke, ich habe nachvollziehbar erörtert, was Gründe bzw. Nachteile der Elektromobilität sind, warum der Großteil des Marktes immer noch kein reines Elektroauto kauft. Das kann man natürlich gerne weiterhin ignorieren.
Das machst du nur in Verbindung mit Kindern?
Ich Pendel täglich Köln – Barcelona (1.358 KM) mit meinem Elektroauto, nonstop mit ohne Kinder. 🫡
Gewöhnt man sich dran. Damals dachten auch alle, dass ein iPhone, was nur einen Tag hält, keine Chance gegen ein Nokia hat, was man eine Woche benutzen konnte. Die Vorteile und die allgemeine Disruption des Marktes, getrieben von neuen Unternehmen, waren aber stärker. Genauso wird es hier auch sein. Mit dem zusätzlichen „Bonus“, dass es da noch einen externen Faktor wie den Klimawandel gibt.
Die Steckdose fürs iPhone hat aber jeder zu Hause, hier liegt der große Unterschied. Je nach Wohnsituation hast du ein komplett anderen Lebensentwurf und Alltag mit Elektroauto.
Jetzt übertreib mal net. Wenn man auf 1.000 km 2x 25 Minuten anhält um zu laden ist das alles andere als „Zwangspausen ohne Ende“.
Finde es nach wie vor absolut unverständlich, dass ich an keiner verdammten Säule den Strompreis sehe. Vor allem an den überteuerten Autobahn-Säulen absolut nervig.
Wollte ich auch ergänzen. Eine simple große Tafel, wie beim Tanken, würden so viel helfen.
Das würde dir ja net viel bringen, weil adhoc laden irre teuer ist. Besser wäre, wie es vor ein paar Jahren war, man hat einen Anbieter mit dem man überall zu fairen Preisen laden kann. Ein bissel geht es ja mit ewego, auch wenn der Preis mEn bereits zu hoch ist.