Android: Google will mehr Kontrolle

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Vor etwas mehr als fünf Jahren präsentierte Google mit Android ein mobiles Betriebssystem, welches bis heute zum erfolgreichsten OS für Smartphones wurde. Der Grund dafür ist simpel: Andere Hersteller können es kostenlos nutzen. Doch Google scheint so langsam die Kontrolle zurück zu wollen.

Android ist kostenlos. Android ist Open Source. Android kann von jedem Hersteller der Welt genutzt werden, der ein Smartphone auf den Markt bringen möchte. Google wollte es so einfach wie möglich machen und das hat in den letzten Jahren auch dazu geführt, dass Android ein unglaubliches Wachstum hingelegt hat. Doch die Tatsache, dass Hersteller das Betriebssystem beliebig anpassen können, scheint Google nicht mehr zu passen. Das ging dieses Jahr sogar so weit, dass man angefangen hat auf den erfolgreichsten Hersteller mit Android (Samsung) ein bisschen Druck auszuüben.

Google scheint andere Saiten aufzuziehen. Zumindest wenn es um das Android geht, welches mit den eigenen Diensten daher kommt. Sollten Hersteller dieses in Zukunft nutzen wollen, müssen sie eine aktuelle Version von Android verwenden. Das Fenster ist 9 Monate lang offen, nachdem eine neue Android-Version vorgestellt wurde. Dann wird es geschlossen. Das soll zumindest eine neue Regel sein, die seit diesem Monat offiziell gilt und über die Google seine Partner dieses Jahr informiert hat.

Starting February 2014, Google will no longer approve GMS distribution on new Android products that ship older platform releases. Each platform release will have a “GMS approval window” that typically closes nine months after the next Android platform release is publicly available.

Google denkt dabei an den Nutzer, so der Auszug aus dem internen Dokument. Doch man hat wohl gemerkt, dass man so langsam die Kontrolle über Android verloren hat und will das wieder ändern. Herstellern steht es offen die Open-Source-Version zu nutzen und es gibt viele die das tun, Amazon zum Beispiel, doch das bedeutet auch, dass man selbst Arbeit und Geld in die Entwicklung stecken muss. Ein eigener Store, ein Team für Support und vieles mehr. Das können sich viele nicht leisten.

Wer allerdings die eierlegende Wollmilchsau von Google nutzen möchte, darf diese in Zukunft nicht mehr all zu sehr anpassen und sollte schauen, dass es eine aktuelle Version von Android ist. Herstellern wie Samsung dürfte das gar nicht passen, denn ein Alleinstellungsmerkmal der Galaxy-Geräte war in den letzten Jahren das eigene User Interface von Samsung. Der Hersteller konnte sich mit zusätzlichen Funktionen und einer eigenen Optik ganz klar von den anderen abheben. Doch Google geht das wohl zu weit. Das wird auf lange Sicht eine sehr spannende Entwicklung bei beiden.

Gespräche mit dem weltweit erfolgreichsten Android-Hersteller, neue Richtlinien für die Partner und ein Abschied von der Hardware-Produktion, bei Google scheint es aktuell hoch her zu gehen. Ich bin mal gespannt, in welche Richtung sich Android in den nächsten Jahren entwickeln wird und könnte mir gut vorstellen, dass vor allem Hersteller wie Samsung, trotz Patent-Abkommen, der Weg von Google nicht passt.

via pocket-int quelle mobilebloom

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