Kommentar: Darum nutze ich eine Apple Watch

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Letzte Woche habe ich hier einen persönlichen Kommentar veröffentlicht und dort erklärt, warum ich ein iPhone nutze. Ein Grund war die Apple Watch und wie ich es dort angekündigt habe, folgt nun noch der Kommentar für die Smartwatch.

Eine Smartwatch trage ich genau genommen schon seit fast einem Jahrzehnt am Handgelenk, es fing mit der ersten Pebble (einem Projekt von Kickstarter) an. Das reizte mich, obwohl ich vorher nur selten eine Uhr am Handgelenk hatte.

Pebble hat den Weg für Smartwatches gelegt, konnte dann aber nicht gegen die großen Unternehmen ankommen und wurde 2016 von Fitbit geschluckt. Genau genommen gehört das alte Pebble-Team (ich weiß nicht, wie viele davon noch aktiv sind) jetzt zu Google. Der erste Anbieter muss nicht immer der erfolgreichste sein.

Die Apple Watch wurde dann Ende 2014 gezeigt und kam am 24. April bei uns in Deutschland auf den Markt. Seit dem nutze ich sie quasi täglich und es gibt einen Grund, warum ich auch nach 6 Jahren immer noch sehr zufrieden damit bin.

Video: Darum nutze ich eine Apple Watch

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Apple Watch: Meine Geschichte

Es fing mit einer Apple Watch Sport (so hieß die Aluminium-Version damals) an, doch mit der Series 2 wechselte ich dann zu Edelstahl. Die Version in Space Schwarz gab es am Anfang nur mit dem teuren Gliederarmband und da ich sowas nicht gerne trage, entschied ich mich für die günstigere Aluminium-Version.

Bei der blieb ich dann auch und ich möchte auch nicht mehr zu Aluminium zurück. Das liegt nicht nur daran, dass das Display quasi nicht zerkratzt und meine Sport-Version nach wenigen Monaten schon feiner Kratzer hatte, sondern vor allem an der Optik (wobei mir die Titan-Optik mittlerweile auch sehr gut gefällt).

Apple Watch Series 6 Edition Titan

Die Series 2 war ein großer und wichtiger Sprung für die Apple Watch, denn die Performance wurde spürbar besser und es kamen wichtige Funktionen dazu. Die Series 3 war für mich nicht interessant, nach einem kurzen Test war ich bis zur Series 4 mit der Series 2 unterwegs. Abgesehen davon hatte ich alle Modelle.

Die für mich wichtigsten Modelle waren die erwähnte Series 2, gefolgt von der Series 4 und der Series 5. Die Series 5 ist rückblickend betrachtet ein größeres Upgrade, als ich erwartet habe. Das Always-On-Display ist für mich mittlerweile ein Must-Have-Feature, da es die Apple Watch endlich zu einer Uhr machte.

Apple Watch Se Boden

Aktuell nutze ich eine Apple Watch Series 6 in Silber und mein favorisiertes Band ist bis heute das weiße Nike-Armband mit den schwarzen Löchern. Ich wechsle zwar immer mal wieder das Armband (je nach Anlass), aber bin die meiste Zeit damit unterwegs. Das liegt daran, dass es sich gut für den Sport eignet.

Apple Watch: Die Funktionen

Es gibt bei der Apple Watch nicht die eine Funktion, die mich von einem Wechsel abhält, es ist die Kombination der Funktionen. Hier ist mal eine Liste, warum ich die Apple Watch nutze und ich habe mich für Stichpunkte entschieden:

  • Es ist keine „Funktion“, aber das Design gefällt mir. Das etwas eckige Display hat eine gute Größe (ich hasse riesige Uhren) zum Lesen der Inhalte und die Form ist optimal dafür. Die Verarbeitung ist gut und das OLED-Display hat eine sehr gute Qualität.
  • Die Performance war bei der ersten Generation und bis watchOS 2 furchtbar, machte dann aber einen großen Sprung und gehört derzeit zur besten auf dem Markt. Mit der Series 6 gab es hier auch nochmal einen spürbaren Push.
  • Für watchOS gibt es einige Apps, auch wenn es mal mehr waren. Ich nutze nicht viele Apps, aber sie sind mir wichtig, denn so kann eine Smartwatch mit nur einer neuen App direkt eine viel größere Rolle im Alltag einnehmen.

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  • Wir müssen hier nicht über Siri diskutieren und ich nutze daheim auch Alexa, aber ein Sprachassistent, mit dem ich ein paar Basics (wie Timer) machen und mein Smart Home steuern kann, gehört dazu.
  • Die Taptic Engine ist bis heute der mit Abstand beste Vibrationsmotor in einer Smartwatch und auch nach 6 Jahren für mich eine der besten Funktionen.
  • Im Alltag zahle ich zu 95 Prozent mit der Uhr, daher gehört Apple Pay für mich dazu. Ohne eine mobile Bezahlmöglichkeit ist (für mich) eine Smartwatch auch nicht wirklich smart.
  • Ich nutze LTE nicht so häufig, will aber die Option haben, dass man auch mal ohne Smartphone auf dem Haus gehen und erreichbar sein kann. Daheim telefoniere ich übrigens häufig mit der Apple Watch, nehmen zum Beispiel auch mal ein Gespräch in der Küche an, laufe dann ins Büro und telefoniere mit dem iPhone weiter, aber unterwegs geht es mir nur darum, dass ich erreichbar bin.

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  • So ziemlich jede Uhr kann Sporttracking und ich nutze das auch täglich, aber die Ringe sind bis heute ein Konzept, welches mich motivieren kann. Früher war das noch stärker, aber es ist bis heute der Fall.
  • Die Health-Funktionen sind mir ebenfalls wichtig und hier bietet die Apple Watch wirklich viel. Egal ob SpO2-Sensor, EKG oder Sturzerkennung, es gibt so ziemlich jedes Jahr neue Funktionen.
  • Ich könnte mich zwar zur Not auch davon trennen und bin nicht so abhängig wie die US-Bürger, aber iMessage ist bei vielen Kontakten meine Anlaufstelle und das ist optimal in die Apple Watch (und andere Plattformen von Apple) integriert.

Abgesehen davon sind auch die Benachrichtigungen gut umgesetzt, das oben erwähnte Always-On-Display ist mir wichtig (dazu gleich mehr), die Watch kann zur Not als Autoschlüssel agieren (nutze ich nicht im Alltag) und ich mag das Konzept der Armbänder. Doch wie so oft gibt es kein „perfektes“ Produkt.

Es gibt auch Kritikpunkte.

Die Akkulaufzeit gehört da übrigens nicht dazu, denn die ist nicht gut, aber ich kann zur Not auch mal zwei Tage damit auskommen, was mir ausreicht. Mir reicht eigentlich auch ein Tag, da ich meine Uhr am Abend ablege und nicht damit schlafen kann (mir ist daher auch das neue Schlaftracking vollkommen egal).

Apple Watch: Es gibt auch Kritik

Zwei Dinge habe ich schon immer kritisiert und sie sind bis heute geblieben: Apple nutzt zwar Qi, hat den Standard aber angepasst und die Apple Watch ist nicht mit einer gewöhnlichen Qi-Platte kompatibel. Man benötigt ein Ladepad von Apple.

Das ist ärgerlich, denn wenn man wirklich mal unterwegs ist und mehr als zwei Nächte übernachtet, dann muss man nur für die Apple Watch ein eigenes Ladepad mitnehmen. Das ist auch nicht gerade umweltfreundlich, denn Qi ist ein Standard und proprietäre Anschlüsse verursachen immer mehr Elektronikschrott.

Apple Watch Se Memoji

Der zweite Punkt sind fehlende Watchfaces von Drittanbietern. Es gibt zwar eine große Auswahl an Watchfaces und Apple bietet auch gute Zifferblätter an, aber das ist natürlich kein Vergleich zu dem, was Drittanbieter leisten könnten.

Ich habe die Hoffnung ehrlich gesagt aufgegeben und vermute, dass Apple diese Funktion erst dann nachreicht, wenn die Nachfrage einbricht, da man sie damit sicher schnell wieder steigern kann. Das ist für mich der größte Kritikpunkt bei der Apple Watch (eigentlich der einzige, denn mit fehlendem Qi kann ich gut leben).

PS: Ich würde mich außerdem noch wünschen, dass man ein eigenes Always-On-Display und Watchface einstellen kann, denn ich hätte zwar gerne ein Watchface mit vielen Informationen, mag aber ein schlichtes Always-On-Display.

Apple Watch: Mein Fazit

Kein Produkt ist perfekt und man muss wie immer Abstriche machen. Für mich gibt es aber kein vergleichbares Gesamtpaket auf dem Markt. Und abgesehen von den 3rd Party Watchfaces gibt es auch keinen Kritikpunkt für mich, daher bin ich nun seit ziemlich genau 6 Jahren mit der Apple Watch am Handgelenk unterwegs.

Apple Watch Series 6 Gelenk

Aktuell deutet sich auch nicht an, dass sich das ändert. Samsung trennt sich wohl von Tizen bei Smartwatches, der bisher besten Alternative, Google entwickelt Wear OS eher lieblos weiter, Qualcomm brachte bis zum Snapdragon Wear 4100 keinen akzeptablen Chip auf den Markt und der Markt ist zu bunt gemischt.

Huawei, OnePlus, Vivo und Co. wollen ihr eigenes OS bei Smartwatches haben und das sorgt dafür, dass zwar alle eine passable Akkulaufzeit von zwei Wochen haben, aber was bringt mir das, wenn ich auf smarte Funktionen verzichten muss.

Mal schauen, wie sich das entwickelt, jetzt wo Google auch Fitbit übernommen hat und Samsung vielleicht bald wieder mit Wear OS unterwegs ist. Aktuell ist es aber so, dass die Apple Watch für mich persönlich nicht nur die beste, sondern die mit Abstand beste Smartwatch auf dem Markt ist. Und der Erfolg gibt Apple recht.

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