Die Berliner Verwaltung plant die Einführung des europäischen Bezahldienstes Wero, um digitale Zahlungen unabhängiger von US-Anbietern zu gestalten.

Der Digitalausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses hat am Montag beschlossen, die Einführung des Bezahlsystems Wero in der Berliner Verwaltung voranzutreiben. Ziel sei es, Verwaltungsdienstleistungen künftig auch digital über diesen Dienst bezahlen zu können. Alle im Ausschuss vertretenen Parteien stimmten dem Beschluss zu, die AfD enthielt sich.

Eingebracht wurde der Antrag von der Fraktion der Grünen. Nach deren Angaben soll Wero dazu beitragen, die digitale Souveränität Berlins zu stärken und zugleich die Verbreitung des noch jungen Bezahldienstes zu fördern. Bevor Wero tatsächlich eingesetzt werden kann, muss das Abgeordnetenhaus der Einführung noch zustimmen.

Wero als Teil der Open-Source- und Digitalstrategie

Wero ist ein Gemeinschaftsprojekt mehrerer europäischer Banken, darunter die Deutsche Bank und die Sparkassen, und versteht sich als europäische Alternative zu US-Diensten wie Paypal. Laut Initiatoren soll der Dienst eine eigenständige europäische Zahlungsinfrastruktur etablieren.

Einordnung der politischen Zielsetzung

  • Reduzierung der Abhängigkeit von US-Konzernen
  • Förderung europäischer Digitalprojekte
  • Stärkung digitaler Verwaltungsprozesse

Das Vorhaben fügt sich in die neue Open-Source-Strategie ein, die auch vom Berliner Senat unterstützt wird. Laut Angaben der Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, Martina Klement (CSU), sollen damit digitale Unabhängigkeit gestärkt, Lizenzkosten begrenzt und Innovation sowie regionale Wertschöpfung gefördert werden.


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